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Helsinki. (MR) Nach 5 Siegen aus 6 Spielen stand heute für Deutschland das letzte Spiel der Vorrunde an, und es ging gegen niemand Geringeren... WM: Im Derby gegen die Schweiz konnte Deutschland beim 3:4 einen Punkt mitnehmen
Verkehr vor Reto Berra – © Sportfoto-Sale (DR)

Verkehr vor Reto Berra – © Sportfoto-Sale (DR)

Helsinki. (MR) Nach 5 Siegen aus 6 Spielen stand heute für Deutschland das letzte Spiel der Vorrunde an, und es ging gegen niemand Geringeren als den Tabellenführer, den Nachbarn aus der Schweiz.

Wer hätte im Vorfeld gedacht, dass es im letzten Gruppenspiel gar um den Gruppensieg ging? Mit weißer Weste standen die Schweizer da, Deutschland hatte bisher nur gegen Kanada verloren. Und so ging es in diesem Spiel tatsächlich um den Gruppensieg, der für Deutschland in Reichweite war. Wenn da nicht die Schweizer Eidgenossen etwas gegen gehabt hätten. Es dauerte einige Minuten, bis das Team von Toni Söderholm Zugriff auf das Spiel bekam, hielten sich die Schweizer doch zunächst mit Vorliebe und druckvoll im Deutschen Verteidigungsdrittel auf. Und trafen gleich in der zweiten Spielminute zum „Hallo-Wach“ ins Schwarze (Andres Ambühl). Spätestens ab Mitte des Drittels kam auch das DEB-Team öfter ins Angriffsdrittel und prüfte Reto Berra im Tor. Eine Strafe gegen den Schweizer Dominik Egli nutzte Deutschland umgehend und kompromisslos aus: Bully durch Lukas Reichel gewonnen, Kai Wissmann erlief sich die Scheibe und zog trocken ab. Das ganze hatte fünf Sekunden gedauert. Fortan Deutschland besser im Spiel, und Moritz Seider schoss humorlos von der blauen Linie, die Scheibe wurde im Slot noch von Stefan Loibl in die Maschen gefälscht (16.). Da wurde es in der Halle doch etwas stiller, und man hörte nur noch die nicht mehr so zahlreichen Fans des DEB-Teams.

„Wir hätten besser in die Drittel starten können“ so Moritz Seider nach dem Spiel

Die Schweizer begannen den zweiten Durchgang erneut sehr druckvoll – und genauso effektiv erfolgreich wie zu Anfang. Diesmal dauerte es 86 Sekunden, und der Puck zappelte hinter Philipp Grubauer (Pius Suter). Selbiger wanderte kurze Zeit später auf das Sünderbänkchen, doch diesmal verteidigte die Schweiz diese Unterzahl wie auch die nächste sehr gut und ließ so gut wie keinen Schuss zu. Deutschland versuchte, weiterhin ruhig und diszipliniert zu spielen, und hoffte auf Kontermöglichkeiten. Spät im Drittel gab es eine Strafe gegen Team Germany, und dieses Powerplay nutzte Topscorer Denis Malgin zur erneuten Führung aus (39.). Leon Gawanke musste einen Check gegen den Kopf einstecken, der nicht geahndet wurde (46.). Wenig später kam zwar das DEB-Team durch einen Akt des Willens in der 48. Minute nochmals zum Ausgleich (Matthias Plachta), aber viel ließen die Eisgenossen nach vorne nicht mehr zu. Vieles spielte sich in der neutralen Zone ab. Zum Ende hin erhöhte das Team von Patrick Fischer nochmals den Druck, kam zu zwei Pfostenkrachern, und es brannte teils lichterloh vor Grubauer. Doch es blieb beim 3:3. Auch die Verlängerung brachte keine Änderung. Erst im Penaltyschießen fiel der Siegtreffer zugunsten der Schweiz, weil Deutschland keinen der Versuche unterbringen konnte.

Damit schließt Deutschland die Vorrunde mit 16 Punkten und einem sehr guten 2. Platz in der Gruppe ab. Das Viertelfinale wird demnach wohl auch hier in Helsinki steigen für Team Deutschland.
Dänemark – vor dem letzten Spiel auf Platz 3 – verlor das „Endspiel“ gegen die Slowakei deutlich 1:7, konnte also nicht an die Leistung vom Vortag anknüpfen, als Titelverteidiger Kanada niedergerungen worden war. Dänemark hat damit die Viertelfinalteilnahme verpasst.

Die Ergebnisse des Spieltags:
in Helsinki:

GER – SUI 3:4 SO
BP: Moritz Seider (GER); Timo Meier (SUI)

SVK – DEN 7:1
BP: Tomas Tatar (SVK); Mathias Bau (DEN)

CAN – FRA 7:1
BP: Drake Batherson (CAN); Anthony Rech (FRA)

in Tampere:
SWE – LAT 1:0
BP: Linus Ullmark (SWE); Roberts Bukarts (LAT)

USA – NOR 4:2
BP: Matthew Boldy (USA); Henrik Haukeland (NOR)

FIN – CZE 3:0
BP: Jussi Olkunuora (FIN); Filip Hronek (CZE)

Michaela-Ross

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