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Helsinki. (MR) Mit Lukas Reichel und Leon Gawanke neu im Kader spielte sich Deutschland zunächst in einen Rausch, um dann am Ende Italien noch... WM 2022: Deutschland siegt gegen Italien 9:4
Lukas Reichel traf bei seinem Einstand – © Sportfoto-Sale (DR)

Lukas Reichel traf bei seinem Einstand – © Sportfoto-Sale (DR)

Helsinki. (MR) Mit Lukas Reichel und Leon Gawanke neu im Kader spielte sich Deutschland zunächst in einen Rausch, um dann am Ende Italien noch einmal zu viel Raum zu geben und quasi so nochmals für Spannung zu sorgen.

Wie üblich wurden vor dem Spiel bereits Berechnungen angestellt und verkündet, dass „Deutschland mit einem Sieg über Italien fast so gut wie sicher“ im Viertelfinale steht. Nun, auch dieses Spiel musste erst einmal gespielt werden, und Italien musste dringend punkten, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. In der aktuell wieder gerade gezogenen Tabelle – weil jetzt alle Teams 4 Spiele absolviert haben – steht Deutschland hinter Kanada und der Schweiz auf dem 3. Platz vor Dänemark, Frankreich und der Slowakei; Italien mit 1 Punkt auf dem vorletzten Platz vor den Kasachen, gegen die Deutschland ja auch noch spielen muss. Toni Söderholm hatte die nachnominierten Leon Gawanke (Manitoba Moose) und Lukas Reichel (Rockford IceHogs) heute aufgestellt, auf der anderen Seite war der auch in der DEL bekannte Alex Trivellato (neu: Schwenninger Wild Wings) mit von der Partie.

Deutschland arbeitet am Torverhältnis gegen schwache Italiener

Ohne Feueralarm oder sonstige Probleme vorab konnte die Partie wieder pünktlich starten. In den teils neu zusammengestellten Reihen gab es zwar zunächst noch den einen oder anderen Fehlpass und dann gerne einen schnellen Italiener, der das versuchte auszunutzen (Marco Sanna, Daniel Mantenuto), doch bereits in der 6. Spielminute eröffnete Alex Karachun den Torreigen unter den Augen seines „Chefs“ im normalen Leben, Christof Kreutzer, der allerdings keine sichtbare Regung zeigte. Die weiteren Treffer von Kai Wissmann (7.) und Yasin Ehliz (14.) beendeten den Arbeitstag von Italiens Goalie Davide Fadani. Doch auch der Kollege, Justin Fazio, musste noch im Startabschnitt hinter sich greifen, als Daniel Fischbuch ein Powerplay verwandelte. Im zweiten Durchgang dann ein schönes Powerplaytor von Lukas Reichel (26.), das Italien allerdings binnen 36 Sekunden mit dem eigenen Treffer beantwortete (Tommaso Traversa, 26.). Fischbuch stellte auf 6:1 (35.). Standesgemäß erhöhten Ehliz (42.) und Karachun (43.) weiter für Team Germany. Greg Ireland nahm eine Auszeit, und fortan lauerten die Azzuri verstärkt auf Deutsche Fehler, die sie auch bekamen. Mit einem Doppelschlag binnen 2 ½ Minuten stellten sie auf 8:3, bejubelten gar den 4. Treffer wenig später. Toni Söderholm reklamierte auf Abseits, dem nach Videostudium stattgegeben wurde. In der Schlussphase durfte Bittner nochmals einen Puck einsammeln für den ersten WM-Treffer eines Kollegen – Samuel Soramies hatte gut nachgesetzt und auf 9:3 gestellt (58.). Hier wurde die Coaches Challenge abgeschmettert, weil man keine Torhüterbehinderung im Video gefunden hatte. Den Schlusspunkt setzte Alex Petan wenige Sekunden vor der finalen Sirene.

Die Ergebnisse des Spieltags:
in Helsinki:
GER – ITA 9:4
BP: Lukas Reichel (GER); Tommaso Traversa (ITA)

KAZ – SVK 3:4
BP: Kirill Panyukov (KAZ); Juraj Slafkovsky (SVK)

in Tampere:
GBR – FIN 0:6
BP: Lewis Hook (GBR); Niklas Friman (FIN)

LAT – AUT 4:3 SO
BP: Rihards Bukarts (LAT); Thomas Raffl (AUT)

Fotostrecke zum Spiel

GER - ITA
© by Eishockey-Magazin / Sportfoto-Sale / D. Ross 2022

Michaela-Ross

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