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Anzeige Baden macht glücklich und entspannt Baden kann man in vielen Dingen. Cleopatra hat ihrer Zeit angeblich in Eselmilch gebadet. Babys baden gerne in... Wie die Japaner uns in den Wald lockten: Nicht nur der See lädt zum Baden ein
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© Pixabay

Baden macht glücklich und entspannt

Baden kann man in vielen Dingen. Cleopatra hat ihrer Zeit angeblich in Eselmilch gebadet. Babys baden gerne in Muttermilch. Einige Menschen lieben Badezusätze mit ätherischen Ölen und andere das klassische Schaumbad. Klar ist, dass Baden entspannt. Sich nach einem anstrengenden Tag in die Wanne zu legen, dabei ein Bücher zu lesen oder beruhigende Musik zu hören wirkt Wunder auf unser chronisch überstrapaziertes Nervensystem.

Diese Praxis kann Teil einer guten Selfcare-Routine sein (Selfcare und Wellness sind ja gerade in aller Munde), um sich nach der in der Pandemie angenommenen laissez-faire-Einstellung bezüglich Körperpflege wieder in Schwung zu bringen. Um unser Stresslevel in den Griff zu bekommen. Oder, weil es einfach gut tut.

Natürlich lädt unser wunderschöner Tegernsee jederzeit zu einem erfrischenden Bad ein. Besonders bei den vorhergesagten Temperaturen und der sich schon ankündigenden Hitzewelle ist das Eintauchen in kühle Fluten eine pure Wohltat. Mit einer Wassertemperatur von über 20 Grad im Sommer bietet der See die perfekten Bedingungen.

Um dem Ansturm auf die Badeplätze zu entgehen, stellen wir hier nun eine mindestens genauso effektive Alternative vor:

Waldbaden

Die ätherischen Öle der Wahl sind hier unter anderem Weide, Pappel, Eiche, Fichte und Kiefer. Auch Bodenaromen wie Humus, sich zersetzendes Laub und Insektenleben bieten Wohlfühlfaktoren. Anstatt ins kühle Nass einzutauchen, lädt ebenso das belebende Spiel aus Licht und Schatten unter den Baumkronen zum Entspannen ein.

Ich entsinne mich einer Szene aus den alten Sissi-Filmen, in der Sissis Vater der jungen Kaiserin folgendes ans Herz legt: „Merk dir eins, mein Kind. Wenn du einmal Kummer und Sorgen hast, dann geh so wie jetzt mit offenen Augen durch den Wald. In jedem Baum und in jedem Strauch, in jedem Tier und in jeder Blume wird dir die Allmacht Gottes zum Bewusstsein kommen und dir Trost und Kraft geben.“ Hach, wie recht er doch damit hat!

Heutzutage werden unter dem Hashtag #waldbaden zahlreiche Fotos von idyllischen Naturszenen gepostet. Es gibt sogar Ausbildungen und Fortbildungen für Shinrin Yoku”, wie es im Japanischen heißt und was so viel wie “Baden in der Waldluft” bedeutet.

Was in Japan in den 80-er Jahren zuerst als Marketingkonzept des Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei entstand, zog schon bald wissenschaftliche Untersuchungen an. Heute wissen immer mehr Forscher*innen und Mediziner*innen um die heilende Kraft der Natur. In Kanada und Schottland dürfen Ärzt*innen zum Beispiel seit einigen Jahren Aufenthalte in der Natur verschreiben. Am effektivsten ist das Waldbaden natürlich präventiv, und nicht erst , wenn schon eine Erkrankung vorliegt.

Wissenschaftliche Hintergründe und Praxis

Seit 15 Jahren setzen sich Wissenschaftler*innen bereits mit dem Effekt des Waldes auf unseren Körper auseinander. Messungen von Hirnströmen, Stresshormonen, Nervensystem und Blutdruck zeigen deutlich, wie positiv sich ein Spaziergang im Grünen auf unser ganzes System auswirken kann. Die gemessenen Stresshormone waren bei Waldgänger*innen weitaus niedriger. Ebenso waren Blutdruck und Puls niedriger, der Körper insgesamt in einem gesteigerten Ruhemodus.

Was heißt das aber nun genau, baden im Wald? Sich auf den Boden legen und auf der Erde „schwimmen“? Waldblüten sammeln und sich daraus ein Blütenbad einlassen? Ganz so abgefahren ist es dann doch nicht. Waldbaden ist eher eine Übung in Mindfulness, also in achtsamer Wahrnehmung.

Doch es braucht nicht unbedingt einer geführten Praxis, um die Vorzüge dieser Übung auskosten zu können. Es genügt, wenn wir uns mit all unseren Sinnen auf die Erfahrung einlassen: Was können wir sehen, hören, fühlen, vielleicht sogar schmecken?

Die Farben des Waldes, grün ab Frühjahr, bunt im Herbst. Verschiedene Tiere. Pflanzen. Die unterschiedlichen Wuchsschichten des Waldsystems. Das Gefühl des Sonnenlichts auf unserer Außenhaut und Netzhaut. Der seichte Widerstand eines Spinnennetzes, das wir unwissentlich zertrennen. Das Rascheln der Blätter, wenn der Wind oder ein Tier sie streifen. Ein Blätterknacken, wenn wir über Laub gehen. Der Geruch des feuchten Waldbodens unter unseren Füßen. Vielleicht gehen wir sogar ein Stück barfuß, oder mit geschlossenen Augen.

So eine Walderfahrung kann ganz individuell gestaltet werden. Wichtig ist, sich in seinen Körper hineinzufühlen, ohne Bewertung, sich dem hingeben, was passiert. Man kann spazieren gehen, still sitzen, meditieren, ruhige Aktivitäten wie Yoga oder Qi Gong praktizieren, mit Bäumen reden, Verbindung zu Naturgeistern suchen oder einfach das tun, was sich gerade gut anfühlt.

Also dann: Raus in unsere wunderschöne Natur!

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