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  Helsinki. (MK) Im so wichtigen Spiel gegen Lettland setzte sich die DEB Auswahl am Samstagabend gegen Lettland mit 2:0 durch. Christoph Ullmann (29.)...

 

Christoph Ullmann erzielte das 1:0 - © by Eishockey-Magazin

Christoph Ullmann erzielte das 1:0 – © by Eishockey-Magazin

Helsinki. (MK) Im so wichtigen Spiel gegen Lettland setzte sich die DEB Auswahl am Samstagabend gegen Lettland mit 2:0 durch. Christoph Ullmann (29.) und Patrick Hager (44.) erzielten die Treffer für das Team von Bundestrainer Pat Cortina.

Lettland bleibt durch die Niederlage weiterhin Tabellenschlusslicht in der Helsinki-Gruppe. Das DEB Team verbesserte sich auf Rang 5. Sollten die noch ausstehenden Spiele gegen die USA und Frankreich ebenfalls positiv gestaltet werden können, dann winkt sogar die Viertelfinalteilnahme.

Die Nationalmannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) hat das Tor zum Viertelfinale bei der 2013 IIHF Eishockey Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland aufgestoßen. Mit einem 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)-Erfolg gegen Lettland feierten die Mannschaft von Bundestrainer Pat Cortina in Helsinki nicht nur ihren zweiten „Dreier“, sondern schrumpften zugleich das Abstiegsgespenst auf Minimalmaß. Zeit zum Feiern bleibt der Nationalmannschaft indes nicht, denn bereits am Sonntag trifft die DEB-Auswahl (ab 15.00 Uhr live bei SPORT1) auf die USA und damit auf einen direkten Kontrahenten im Kampf um die begehrten Viertelfinal-Tickets.

Gegen die Letten startete das deutsche Team vor über 9.000 Zuschauern in der gleichen Formation wie beim 2:0 gegen Österreich: Im Tor erhielt Rob Zepp den Vorzug vor Dennis Endras, Stürmer Marcel Noebels, Verteidiger Benedikt Kohl und Torwart Danny Aus den Birken saßen als überzählige Akteure auf der Tribüne.

„Wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir einen Sieg einfahren“, erklärte Bundestrainer Pat vor dem ersten Anspiel – und seine Schützlinge setzten die Maßgabe vom Start weg um.

Mit offenem Visier legte die Nationalmannschaft gleich im Auftaktdrittel ein hohes Tempo vor. Es ergaben sich gute Chancen, aber zweimal Christoph Ullmann und André Rankel scheiterten in aussichtsreicher Position. Heiß her ging es rund 90 Sekunden vor Ende des ersten Drittels: Zunächst verzog Marcel Goc aus dem Gewühl heraus, im Gegenzug lief Indrasis allein auf Zepp zu, der allerdings souverän abwehrte.

Im zweiten Abschnitt durften sich die Fans an einer Temposteigerung beider Teams erfreuen. Lettland, das weiterhin mit aggressivem Forechecking versuchte, den Aufbau der Cortina-Truppe zu unterbinden, hatte durch Martins Cipulis die größte Chance zu Beginn des Mitteldurchgangs, doch der Stürmer schoss freistehend an Zepp vorbei. Auf der anderen Seite tauchte Marcus Kink zweimal gefährlich vor Gudlevskis auf.

Besser machte es Christoph Ullmann: Michael Wolf gewann das Bully vor dem lettischen Kasten, Philip Gogulla schnappte sich die Scheibe und spielte hinter dem Tor stehend den Puck auf den heraneilenden Ullmann, der den Puck per Direktabnahme zur deutschen Führung in den rechten oberen Winkel hämmerte.

Frank Mauer sowie Thomas Greilinger hätten das Ergebnis in der Folge ausbauen können. Doch auch die Balten blieben stets gefährlich, fanden in Zepp aber immer wieder ihren Meister. Besonders stark zu diesem Zeitpunkt: Das Penaltykilling der deutschen Mannschaft.

Zwar konnte das DEB-Team aus einem Überzahlspiel zum Start des Schlussabschnitts noch keinen Profit schlagen, aber kurz darauf kam Patrick Hager über die blaue Linie, zog ab und die Scheibe schlug unter der Latte zum 2:0 ein: die Vorentscheidung!

Nachdem sich die Balten vom neuerlichen Rückschlag erholt hatten, startete Lettland einen Sturmlauf in Richtung Robert Zepp. Der Eisbären-Goalie ließ sich aber nicht überrumpeln und feierte sein zweites WM-Shutout in Folge.

In der Schlussphase agierte Deutschland nach der Devise „Angriff ist die beste Verteidigung“ und gab Lettland nicht mehr die Gelegenheit, mit sechs Feldspielern alles auf eine Karte zu setzen.

Philip Gogulla zog sich während des Spiels eine große Platzwunde im Gesicht zu, die genäht werden musste. Auch zwei Zähne waren betroffen. Sein Einsatz im Spiel gegen die USA ist aber voraussichtlich nicht gefährdet.

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Pat Cortina: „Wir sind natürlich glücklich über den Sieg. Das war ein harter Fight von beiden Mannschaften. Die Letten waren sehr stark. Vor allem im ersten Drittel haben sie uns vor das eine oder andere Problem gestellt. Wir haben dann die Tore zur richtigen Zeit gemacht. Die Partie hätte sicher auch in die andere Richtung laufen können, aber, gestützt durch eine wiederum gute Torhüterleistung, haben wir einen Weg gefunden, die Begegnung für uns zu entscheiden.“

Christian Ehrhoff: „Den Sieg heute haben wir uns hart erarbeiten müssen. Wir haben durch den Kampf ins Spiel gefunden. Taktisch war das erneut eine gute Leistung. Wir müssen jetzt schauen, dass wir schnell wieder Kraft sammeln. Schließlich geht es ja schon Sonntagmittag gegen die USA weiter. Natürlich wollen wir jetzt in Viertelfinale. Aber da sollten wir wirklich von Spiel zu Spiel denken.“

Christoph Ullmann: „Der Schlüssel zum Erfolg war heute, dass wir taktisch wiederum diszipliniert gespielt haben. Wir wussten, für beide Teams ist es ein entscheidendes Spiel. Die Anspannung war da. Das erste Tor hat uns den nötigen Schwung gegeben. Gut, dass Patrick Hager dann noch einen nachgelegt hat. Kompliment auch an Rob Zepp für sein zweites zu Null in Folge. Jetzt haben wir eine tolle Ausgangssituation, wir freuen uns auf ein tolles Spiel gegen das Team USA.“

Marcus Kink: „Das war eine schnelle Partie, die Letten sind sehr viel gelaufen. Wir mussten hart arbeiten, um das Tempo mitzugehen. Das ist uns aber gut gelungen. Hinzu kam, dass wir die Unterzahlsituationen ohne Gegentor überstanden haben. Im weiteren Verlaufe der Partie haben wir keine großen Chancen des Gegners mehr zugelassen. Jetzt wollen wir auch ins Viertelfinale kommen. Es ist schon so viel Überraschendes passiert bei dieser WM, warum sollten wir daran nicht teilhaben und ebenfalls überraschen.“

 

Statistik:

Deutschland – Lettland 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)
Tore: 1:0 Christoph Ullmann (28:05), 2:0 Patrick Hager (43:05)
Zuschauer: 9.199

Strafminuten:

Deutschland: 10

Lettland: 6+5+Spieldauer (Cipulis)

 


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In der Stockholm-Gruppe bleiben die Schweizer das Maß aller Dinge. Auch gegen Dänemark behielten die Eidgenossen mit 4:1 die Oberhand. Gastgeber Schweden feierte gegen Slowenien einen 2:0 Sieg und im Abendspiel schlugen die Norweger Weißrussland.

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