Bonn. (PM MagentaSport) Penalty-Krimi beim Kölner Sieg gegen Mannheim: 24 Penalties waren notwendig ehe Nate Schnarr „Hat Spaß gemacht“) den Haie-Sieg mit seinem 3. Treffer klarmachte.
Einer traf bei 4 Versuchen zweimal und der wurde sauber ausgepfiffen: Mannheims Justin Schütz, vor einigen Monaten noch Publikumsliebling in Köln, erntete ein gellendes Pfeifkonzert. Verbitterung? „Ich liebe diesen Verein, ich liebe diese Stadt“, sagt Justin Schütz über die Pfiffe, an denen er ein bisschen mitarbeitete, weil er die Fan-Reaktionen mit Grinsen und Gesten befeuerte: „Ich glaube sie nehmen es mir böse, aber ich meine es nicht so. Ich hatte eine sehr geile Zeit, ich liebe den Verein, ich liebe die Stadt. Wenn die mich jetzt hassen, dann ist es halt so. Es hat ihnen Spaß gemacht, es hat mir Spaß gemacht, dann ist alles gut.“ Köln ist nun Vierter mit 42 Punkte, der Zweite Mannheim kommt auf 44.
Die Tabellenspitze schmilzt buchstäblich zusammen: Spitzenreiter Straubing (45 Punkte), vor 10 Tagen noch mit 8 Punkte Leader, kassiert beim 3:5 in München die 3. Pleite in Folge. „Wir sind nicht zu 100 Prozent auf der Höhe, wir schießen nicht die Tore, die man gewohnt ist von uns. Das war so ein komfortabler Vorsprung, den wir hatten, den haben wir einfach dahingepisst”, erklärt ein frustrierter Stephan Daschner auf solide niederbayrische Art. Für München ist es schon der 6. Erfolg aus 7 Spielen. „Wir haben in allen Bereichen eine Steigerung drinnen, in allen Mannschaftsteilen. Sowohl individuell als auch taktisch”, erklärt Co-Trainer Max Kaltenhauser die Münchner Serie. Vier Punkte fehlen noch auf Straubing.
Ein Ex-Straubinger tut Frankfurt richtig gut! Mit 3 Siegen aus den letzten 5 Spielen unter Trainer Tom Pokel haben die Löwen Frankfurt ein 13-Punkte-Polster auf die Kellerkinder Iserlohn und Dresden (morgen ab 19.15 Uhr im direkten Duell live) erarbeitet. „Wir spielen jetzt (unter dem neuen Trainer) etwas einfacher und geradliniger. Wir haben alle einen Weckruf bekommen, dass wir anfangen müssen zu gewinnen und jeder hat die Wichtigkeit dahinter verstanden”, erklärt Jakob Lilja den Aufschwung. Augsburg muss bereits die 4. Niederlage aus den letzten 5 Spielen hinnehmen.
Nachfolgend die wichtigsten Aussagen vom 22. Spieltag der DEL präsentiert von MagentaSport.
Weiter geht es am Mittwoch – u.a. mit dem Spitzenspiel zwischen dem ERC Ingolstadt und den Eisbären Berlin (ab 19.15 Uhr live). Dazu Abstiegskampf pur: Dresden gegen Iserlohn, auch ab 19.15 Uhr live und exklusiv bei MagentaSport.
Kölner Haie – Adler Mannheim 3:2 n.P.
Die Kölner Haie gewinnen den „Klassiker” gegen die Adler Mannheim auf dramatische Art und Weise. Nach gut 12 Minuten Penalty-Shootout und 24.Penaltys steht der Sieger fest. Für die Haie ist es der 4. Sieg aus den letzten 5 Spielen. Mannheim muss nach zuletzt 3 Siegen in Folge wieder einen kleinen Dämpfer hinnehmen.
Nate Schnarr, Kölner Haie: “Es hat Spaß gemacht. Das war eine große Teamleistung, um hier 2 Punkte holen. Es war ein Hin und Her, wir hatten Momentum, sie hatten Momentum, aber wir haben zusammengehalten und gewonnen.” Der Link zum Interview: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=RUtZbkFNWlRYdFdBRjQ3N0dibndWNG5xbGs2eEkvb3N0ZnVDemZVNWgzTT0=
Justin Schütz, Adler Mannheim: „Brutal geiles Eishockeyspiel von beiden Mannschaften. Mit dem Penaltyschießen sind alle glücklich. Das ist dann 50:50. Hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.“
Zu den Pfiffen gegen ihn, auch weil er keck grinste und winkte: „Ich glaube sie nehmen es mir böse, aber ich meine es nicht so. Ich hatte eine sehr geile Zeit, ich liebe den Verein, ich liebe die Stadt. Wenn die mich jetzt hassen, dann ist es halt so. Es hat ihnen Spaß gemacht, es hat mir Spaß gemacht, dann ist alles gut. Dann ist es für mich etwas Lustiges gewesen gerade, ich hoffe, man kann darüber lachen.”
Matthias Plachta, Adler Mannheim, vor dem Spiel über seinen 500. Punkt in der DEL, den er gegen Schwenningen erreicht hat: “Bin sehr, sehr stolz drauf. Aber alleine spielt man Eishockey nicht. Ich hatte immer gute Mitglieder in meinen Reihen, die mir teilweise das Leben sehr einfach gemacht haben. Deswegen ist es ein Verdienst von mehreren Leuten. Natürlich geht es am Ende auf meine Kappe, es ist meine Statistik, aber da sind mehrere Leute daran beteiligt. Es ist schön sowas zu erwähnen, aber groß gefeiert wurde es nicht.”
Alle Tore des Spiels
Nürnberg Ice Tigers – Schwenninger Wild Wings 4:5 n.P.
Nürnberg erkämpft sich erneut 1 Punkt, verliert aber im Penalty-Shootout. Es ist nach zuletzt 2 Siegen wieder mal eine Pleite. Schwenningen springt durch den Sieg vorübergehend unter die Top-6, steht nun bei 36 Punkten.
EHC Red Bull München – Straubing Tigers 5:3

Das 50. DEL-Spiel für Straubing-Coach Craig Woodcroft war kein erfreuliches. Straubing verliert zum 3. Mal in Folge. Auf der anderen Seite hält der Münchner Lauf an. Sie feiern ihren 6. Sieg aus den letzten 7 Partien.
Stephan Daschner, Straubing Tigers: “Wie das Momentum im 2. Drittel auf unserer Seite war, waren wir für kurzen Zeitraum zu nachlässig. Dann kassieren wir in 20 Sekunden 2 Tore, das mussten wir erstmal verdauen. Hinten raus haben wir es nicht mehr gebacken bekommen, das Problem haben wir seit 2-3 Spielen. Wir sind nicht zu 100 Prozent auf der Höhe, wir schießen nicht die Tore, die man gewohnt ist von uns. Das kostet uns jetzt das eine oder andere Spiel. Das war so ein komfortabler Vorsprung, den wir hatten, den haben wir einfach dahingepisst.”
Max Kaltenhauser, Co-Trainer EHC Red Bull München, vor dem Spiel über die positive Serie der Münchner: „Jetzt machen wir mehr Dinge richtig. Wir haben in allen Bereichen eine Steigerung drinnen, in allen Mannschaftsteilen. Sowohl individuell als auch taktisch. Dementsprechend kommt die Serie zustande. Ich denke, keine Mannschaft in ganz Europa ist schon bei 100 Prozent. Das ist natürlich unser Ziel. Wir haben schon noch viele Dinge, die wir verbessern wollen, können, müssen. Wir haben aber immer mehr Glaube ins System, das macht uns stark.”
Über die Verletzung von Matthias Niederberger. „Natürlich ist das bitter für Matthias. Er war am Anfang schon angeschlagen. Er war nicht auf seinem A-Game, aber das hat seine Gründe gehabt. Er war immer bisschen angeschlagen, leicht krank und verletzt. Jetzt hat er auch maßgeblich zu dieser Serie beigetragen, weil er wahnsinnig stark war. Aber er wird, wenn alles normal läuft, in dieser Saison wieder zurückkehren. Klar, ist es immer schade, wenn man einen draußen lassen muss, gerade, wenn er es nicht verdient hat. Da gibt es mehrere Dinge, nach denen ausgewählt wird. Gerade um die Jahreszeit brauchen wir jeden Mann und manchmal stellen sich die auch von selbst auf die Importspieler, weil einer verletzt oder krank ist. Dann taktische Einflüsse, aber natürlich spielt die Form und der Einsatz die Hauptrolle.”
Löwen Frankfurt – Augsburger Panther 4:2
Frankfurt feiert gegen Augsburg den 3. Sieg aus den letzten 5 Spielen und vergrößert damit den Abstand weiter auf die beiden Kellerkinder Iserlohn und Dresden. Für Augsburg ist es die 4. Niederlage aus den vergangenen 5 Partien.
Jakob Lilja, Löwen Frankfurt: “Es war ein gutes Spiel von uns, aber sie hatten einige Torchancen. Wir haben es durch unsere Tore gewonnen. Wir spielen jetzt (unter dem neuen Trainer) etwas einfacher und geradliniger. Wir haben alle einen Weckruf bekommen, dass wir anfangen müssen zu gewinnen und jeder hat die Wichtigkeit dahinter verstanden.”
Ryan Button, Augsburger Panther: “Es ist eines der Spiele, wo wir viele gute Chancen kreieren, aber zu wenig Tore erzielen. Sie hatten ein paar und haben sie ausgenutzt, es war ein seltsames Spiel. Mit ein bisschen Scheiben-Glück steht es 4:3, 4:4, wer weiß. So ist das Spiel vorbei und sie haben gewonnen.”
Eishockey Live bei MagentaSport
PENNY DEL, 22. Spieltag
Mittwoch, 26.11.2025
ab 19.15 Uhr: Pinguins Bremerhaven – Grizzlys Wolfsburg, ERC Ingolstadt – Eisbären Berlin, Dresdner Eislöwen – Iserlohn Roosters
PENNY DEL, 23. Spieltag
Freitag, 28.11.2025
ab 19.00 Uhr in der Konferenz und ab 19.25 Uhr im Einzelspiel: Pinguins Bremerhaven – Löwen Frankfurt, Augsburger Panther – Nürnberg Ice Tigers, ERC Ingolstadt – Dresdner Eislöwen, Grizzlys Wolfsburg – Eisbären Berlin, Iserlohn Roosters – EHC Red Bull München, Schwenninger Wild Wings – Adler Mannheim, Straubing Tigers – Kölner Haie
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