Nürnberg. (STM) Die Nürnberg Ice Tigers kommen einfach nach der Olympia-Pause nicht die Spur.
Nach der erneuten 4-5 Heimniederlage vor 7672 Zuschauern gegen die Eisbären Berlin wird die Luft für das Team von Mitch O´Keefe immer dünner. Trotz einer verbesserten Leistung kamen die Nürnberger nicht zu Punkten. Die Tore für die Ice Tigers erzielten Barratt, Maier, Karrer und Heigl.
Es gab heute keine Ausreden mehr für die Nürnberg Ice Tigers, nach einem schwachen Start nach der Olympia-Pause galt es für das Team von Mitch O´Keefe wieder zu Punkten zu kommen, wollte man nicht schon nach der Vorrunde in eine lange Sommerpause gehen. Mit den Eisbären Berlin kam eine Mannschaft nach Nürnberg, die bisher eine Saison zum Vergessen hatte.
Immer wenn mein meinte, der amtierende Meister würde das Feld von hinten aufrollen, schlug das Verletzungspech wieder zu und machte den Eisbären einen Strich durch die Rechnung, So ging es für die Eisbären heute darum, sich in der Endphase der Saison doch noch direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren.
Aber auch bei den Ice Tigers hatte das Verletzungspech wieder zugeschlagen, mit Haiskanen und Murray fehlten O´Keefe zwei Schlüsselspieler, und auch Jake Ustorf musste kurzfristig passen. Für die Ice Tigers galt es heute auch ein Zeichen zu setzen, nahezu ohne Gegenwehr hatte man sich in den Heimspielen gegen Iserlohn und Schwenningen seinem Schicksal ergeben.
Heute war es von Anfang ein Nürnberger Team, das eine ganz andere Körpersprache an den Tag legte, die Ice Tigers nahmen die Zweikämpfe an, fuhren nahezu jeden Check zu Ende und waren von Beginn an in der Partie, auch wenn spielerisch nicht alles gelingen wollte. Die Gäste hatte die erste Chance, Jonas Müller zog aus nächster Nähe ab, Evan Fitzpatrick reagierte blitzschnell mit der Fanghand und verhinderte einen frühen Rückstand (4.).

Auf der Gegenseite war es Tyler Spezia, der an Stettmer scheiterte (9.). Die Eisbären hatten ein optisches Übergewicht im ersten Drittel, ohne zu weiteren nennenswerten Chancen zu kommen. Auch weil die Ice Tigers deutlich leidenschaftlicher verteidigten als zuletzt. Auch nach der ersten Pause hatten die Eisbären den besseren Start, ein Direktschuss von Dea verpasste nur knapp die lange Ecke (22.). Wenig später gingen die Eisbären dann glücklich, aber nicht unverdient in Führung.
Marcel Noebels fiel der Puck nach einem gescheiterten Querpass wieder genau auf die Kelle, mit einen kurzen Bewegung verlud er Fitzpatrick gekonnt (23.). Die Ice Tigers zeigten sich unbeeindruckt, Evan Barratt vollendete die erste Chance im Mitteldrittel. Karrer hatte ihn am langen Pfosten gesehen, der Rest war Formsache (25.). Lange konnten sich die Ice Tigers nicht über den Ausgleich freuen. Wieder war es ein unglücklicher Gegentreffer. Dea reagierte nach einem geblockten Schuss am schnellsten und traf aus dem Handgelenk zum 1-2 (26.).
Und es kam noch besser für die Gäste. Im Powerplay hatte Veilleux zu viel Platz und konnte seinen eigenen Nachschuss zum 1-3 über die Linie drücken (29.). Es wurde also ein weiter Weg für die Ice Tigers, wollte man heute noch zu Punkten kommen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels keimte wieder Hoffnung bei den Fans der Ice Tigers auf, als Cole Maier endlich das dritte Powerplay in diesem Drittel zum 2-3 Anschlusstreffer nutzen konnte (39.),
Nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor von Stettmer behielt Maier den Überblick, und brachte seine Mannschaft wieder ins Spiel. So gingen die Ice Tigers mit einem knappen Rückstand in das letzte Drittel, in dem zunächst wenig auf beiden Seiten passierte. Die Eisbären spielten geschickt, hielten das Spiel gekonnt weg vom eigenen Drittel, während den Ice Tigers trotz aller Bemühungen die offensive Durchschlagskraft abging.
So war es am Ende ein weiterer Treffer der Eisbären, das den alten Abstand wiederherstellte. Hördler hatte aus dem Handgelenk abgezogen, Fitzpatrick griff mit der Fanghand daneben (52.). Aber auch dieser Rückstand änderte nichts am Willen und Einsatz der Ice Tigers. Nach einem langen Pass von Headrick war Julius Karrer auf und davon und brachte sein Team wieder auf ein Tor heran (57.). Als Mitch O´Keefe wenig später Fitzpatrick vom Eis nahm, verlor Meireles den Puck und Liam Kirk entschied mit dem Treffer zum 3-5 die Partie (58.).
Daran änderte auch der erneute Anschlusstreffer in Unterzahl von Thomas Heigl nichts (59.). Durch den Heimsieg der Augsburger Panther ist der Vorsprung der Ice Tigers drei Spieltage vor dem Ende auf drei Punkte zusammengeschmolzen, zudem haben die Nürnberger das bessere Torverhältnis.
„Beide Teams waren heute von Beginn an bereit, es war ein intensives Spiel, wir hatten einen guten Start und konnten dann im zweiten Drittel ein paar Chancen verwerten. Am Ende haben wir uns das Spiel selbst etwas schwer gemacht, das Tor in Unterzahl war unnötig, aber wir haben das Spiel nach Hause gebracht. Ich bin sehr stolz auf mein Team“, so Serge Aubin.
„Für uns war das heute in wichtiger Schritt in die richtige Richtung, was Einstellung und Intensität betrifft. Umso enttäuschender ist es, dass wir am Ende nicht zu Punkten gekommen sind. Aber wir müssen das Positive mitnehmen und wieder zur Arbeit gehen.
Weiter geht es für die Ice Tigers am Sonntag in Wolfsburg, eine weitere Niederlage würde die Situation für das Team von Mitch O´Keefe noch verschlimmern.
Alle Tore und Stimmen zum Spiel
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