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Herford. (PM HEV) Eine Herforder Eishockeylegende geht – nach fünf Jahren trennen sich die Wege des Herforder Eishockey Vereins und Chefcoach Jeff Job. Der... Wege von Jeff Job und den Ice Dragons trennen sich

Jeff Job – © HEV Media/PR

Herford. (PM HEV) Eine Herforder Eishockeylegende geht – nach fünf Jahren trennen sich die Wege des Herforder Eishockey Vereins und Chefcoach Jeff Job.

Der im Mai auslaufende Vertrag mit dem 57jährigen Kanadier wird nicht verlängert und so endet eine überaus erfolgreiche Zusammenarbeit im Anschluss an die erste Eiszeit in der Oberliga Nord.

Zur Saison 2016/2017 kehrte Jeff Job nach 24 Jahren ins beschauliche Herford zurück, wo er als Spieler des HEG in den 80ern und 90ern bereits zur Kultfigur bei den heimischen Fans wurde. Als Coach führte er sowohl die Seniorenmannschaft der Ice Dragons, wie auch den Nachwuchs der Ostwestfalen zu tollen Erfolgen. Unvergessen sind die Meisterschaften der Regionalliga West in den Jahren 2018 und 2019, mit denen schließlich der Weg in die Oberliga Nord und somit in das professionelle Eishockey geebnet wurde.

Der 1. Vorsitzenden Uwe Johann fügt an: „Der HEV bedankt sich bei Jeff Job für fünf großartige Jahre

Im Sommer 2016 kam Jeff aus Südtirol wieder nach Herford, um seiner legendären Zeit als Spieler nach 25 Jahren eine zweite Zeit als Trainer hinzuzufügen, die ebenso prägend für den Eishockeysport in Herford werden sollte.

Schon mit seinem ersten Statement im WDR-Fernsehen („Dieser Verein muss in die dritte Liga!“) wies Jeff klar und mutig den Weg, auch wenn das angesichts der damaligen Rahmenbedingungen noch völlig unmöglich schien. Aber wir lernten schnell, dass Jeff sich niemals mit dem Erreichten zufrieden gibt und immer das vermeintlich Unerreichbare als nächstes Ziel im Blick hat.

Schon die erste Saison – es war die erste nach dem Aufstieg in die Regionalliga – endete nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit einem überragenden Auftritt der Mannschaft in den Playoffs. Unvergessen für alle Fans die nicht für möglich gehaltene 2:0 Führung gegen den turmhohen Favoriten aus Ratingen, die am Ende zwar nicht reichte, die aber Mannschaft, Fans und Vorstand vor Augen führte, was man erreichen kann.

In der zweiten Saison folgte dann bereits der überraschende Gewinn des Meistertitels 2017/18 in der Regionalliga, der ganz Herford nach Jahrzehnten erstmals wieder ins Eishockeyfieber versetzte. Verantwortlich dafür neben einer unfassbaren Teamleistung auch die von Jeff Job entdeckten Kieren Vogel und Ben Skinner.

Direkt darauf folgte als zweites Meisterstück die Titelverteidigung in der Saison 18/19 und damit der Beweis, dass der Erfolg keine Eintagsfliege war.

Mit einer auf vielen Positionen veränderten Mannschaft ging es in die Saison 2019/20, die durch die Corona-Pandemie so ganz anders endete, als es sich alle hätten vorstellen können.

Trotzdem fasste der HEV im Mai 2020, noch mitten im Lockdown, den Entschluss, es trotz aller Risiken in der Oberliga zu versuchen. Ein Entschluss, der sich am Ende als absolut richtig herausstellen sollte und den Verein vor großen Rückschritten bewahrte. Mit einer von Jeff maßgeblich zusammengestellten, weitgehend veränderten Mannschaft gelang es, viele finanziell weit vor uns postierte Mannschaften mehrfach zu schlagen und am Ende die Pre-Playoffs zu erreichen, wo wir denkbar knapp ausschieden.

Jeff hat unseren Verein und seine Strukturen maßgeblich nach vorne gebracht. Mit unermüdlicher Arbeit, nicht nachlassendem Engagement, stets ein Vorbild an Einstellung und Einsatz, hat er nicht nur die Erste, sondern auch die Nachwuchsarbeit auf eine neue Stufe gehoben. Er hat uns alle auf eine steile Lernkurve geschickt und dadurch entscheidend besser gemacht.

Eishockey bringt mit seinem dichten Spielplan und seiner kurzen Saison eine extrem hohe Belastung mit sich, die an niemandem dauerhaft spurlos vorbeigeht. Deshalb ist es gerade in diesem Sport, mehr als in anderen, auch normal und üblich, sich nach einer gewissen Zeit auf der Trainerposition neu zu orientieren. Dies ist kein Luxus, sondern unbedingte Voraussetzung für jede weitere erfolgreiche Entwicklung. Es setzt neue Kräfte frei, sowohl aufseiten des Vereins als auch des Trainers.

Wir werden daher den im Mai auslaufenden Vertrag mit Jeff nicht verlängern. Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Wir verabschieden einen exzellenten Trainer und zutiefst integren Menschen, der jedem Verein auch künftig gut tun wird, und wünschen ihm privat wie beruflich alles nur erdenklich Gute. Wir danken ihm für 5 erfolgreiche Jahre. Jeff Job wird uns beim Herforder EV immer herzlich willkommen sein.

Im Namen des gesamten Vereins
Uwe Johann (1. Vorsitzender)“

Die gesamte Eishockeyfamilie des Herforder Eishockey Vereins sagt herzlich Danke an eine Herforder Eishockeylegende. Danke für Dein Engagement, für unvergessliche Stunden in unserer kleinen Eishalle und für all Deine Arbeit in den vergangenen Jahren, die den Herforder Eishockey Verein geprägt haben.

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