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Augsburg. (MS) Das bayerische Derby gegen den ERC Ingolstadt entpuppte sich trotz aussichtsloser Lage  der heimischen Panther (13 Punkte Rückstand auf einen Play-Off-Platz) als...
Chris Mason - © by Eishockey-Magazin (RH)

Chris Mason – © by Eishockey-Magazin (RH)

Augsburg. (MS) Das bayerische Derby gegen den ERC Ingolstadt entpuppte sich trotz aussichtsloser Lage  der heimischen Panther (13 Punkte Rückstand auf einen Play-Off-Platz) als Zuschauer-Magnet. Die 5.835 Anwesenden mussten ihr Kommen dann keinesfalls bereuen. Sie sahen von der ersten Minute eine abwechslungsreiche Partie mit instabilen Defensivreihen, fehleranfälligen Torhütern und treffsicheren Stürmen. Nach der letzten Sirene zeigte die Anzeigetafel ein unglaubliches 7:6(2:2/2:2/2:3) für Ingolstadt.

Augsburgs Lamb rutschte in der eigenen Zone aus und leitete so früh den Torreigen ein (4.). Die Gäste verwerteten die nicht geklärte Spielsituation prompt durch Taticek zur Führung. Genau drei Zeigerumdrehungen später glich Machecek für seine Farben mit einem Schlagschuss in Überzahl aus. Da die Fuggerstädter heute jedoch Schwierigkeiten hatten Gefahrensituationen zu klären, gingen die Gäste wiederum 180 Sekunden später durch Gawliks Abstauber erneut in Führung. Der 3-Minuten-Rhythmus hatte weiter bestand, da die Hausherren in Überzahl eine ungewohnte Erfolgsquote an den Tag legten. Trevelyan lenkte einen Schuss von Machacek an Pielmeier vorbei ins Netz. Nachdem ein Tor von Buck (Schlittschuh) zurecht die Anerkennung versagt blieb, ging es somit ausgeglichenen Spielstandes in die erste Pause.

Lediglich 19 Sekunden nach Wiederbeginn, ließ Pielmeier einen –  an sich harmlosen – Schlenzer von Lamb durchrutschen und ermöglichte die erstmalige Führung des Heimteams. Dieses versäumte im Anschluss, eine doppelte Überzahl zur positiven Arbeit am Spielstand zu nutzen, war nun aber klar spielbestimmend. Dies nutze wiederum Trevelyan und stellte mit seinem zweiten Treffer auf 4:2 (26). Ingolstadt bekam in dieser Phase keine Kufe mehr aufs Eis, obwohl Augsburgs zwar sehr druckvoll und einsatzfreudig, jedoch alles andere als überragend spielte. Doch dann drehte sich das Momentum durch einen schnellen Antritt von Ingolstadts Ross (34.). Dieser Spurt brachte ihn allein vor Torhüter Mason, dem er die Scheibe irgendwie unter den Schonern „durchschmuggelte“. Keine drei Minuten (!) später ging MacMurchy in Überzahl den gleichen Weg und auch er überwand bei seinem Alleingang den Augsburger Torsteher zum Ausgleich.

Die sorglose Einstellung der Defensiv-Abteilungen hatte sich auch im Schlussabschnitt nicht geändert. Die erneute Führung der Augsburger (44., Breitkreuz) konterten die Donaustädter rund 60 Sekunden später durch den zweiten Treffer von Ross. Kurz darauf gingen die Gäste durch Szwez (48., Überzahl) in Vorteilsstellung für die Schlussphase. Die Augsburger Panther liefen jedoch ebenfalls gegen eine löchrige Abwehr an und Schäffler stellte wieder auf Unentschieden (51.). Von Beruhigung war nach wie vor keine Rede. Es ging schon ein Raunen durch das weite Rund, wenn ein Torhüter den Puck mal sicher fing. Mason tat dies nicht und ließ den, an sich harmlosen, Rückhand-Schieber von Boucher passieren (52.). Augsburg somit wieder unter Zugzwang, jedoch nun ohne weiteres Mittel.  Taticek Pfostentreffer war die letzte große Gelegenheit des Spiels (58.).

Augsburger Panther – ERC Ingolstadt   6:7 (2:2/2:2/6:7)
Tore: 0:1 (3:16) Taticek (Periard/Buck); 1:1 (6:13) Machacek (Woywitka/Trevelyan) 5-4 PP1; 1:2 (9:12) Gawlik (Picard/Boucher); 2:2 (12:11) Trevelyan (Machacek/Riefers) 5-4 PP1; 3:2 (20:19) Lamb (DaSilva); 4:2 (25:20) Trevelyn (Seifert/Schäffler); 4:3 (33:49) Ross (Periard/Kohl); 4:4 MacMurchy (Buck/Taticek) 4-5 PP1; 5:4 (43:09) Breitkreuz (Ciernik/Seifert); 5:5 (44:02) Ross (Kohl/Greilinger); 5:6 (47:09) Periard (Ross/Hahn) 4-5 PP1; 6:6 (50:02) Schäffler (Machacek/Lamb); 6:7 (51:46) Boucher (Brocklehurst/Kohl)

Schiedsrichter: Brill/Brüggemann
Strafen: Augsburg  6 – Ingolstadt 8
Zuschauer: 5.835

Aufstellungen:
Augsburger Panther:  Mason (Keller)  – Lamb, Reiß; Rekis, Woywitka;  Tölzer,  Seifert; Jobke  –  Machacek,Moore, Hinterstocker; Trevelyan, DaSilva, Schäffler; Ciernik, Breitkreuz, Grygiel; Riefers (es fehlt: Bayda, Connolly, Caporusso, Bettauer, Weiß/Sperre)
ERC Ingolstadt: Pielmeier (Eisenhut) – Köppchen, Picard; Friesen, Schopper; Kohl, Périard; Brocklehurst – Taticek, Buck, MacMurchy; Swez, Ross, Greilinger; Hager, Hahn, Davidek; Gawlik, Barta, Boucher; (es fehlt: Laliberte/Sperre)

Three Stars:
1st Star:  Ross   (ING)
2nd Star: Trevelyan (AUG)
3rd Star: Kohl  (ING)

 

 

 Stimmen zum Spiel

Maximilian Schäffler

 

Daniel Weiß


 

Greg Thomson


 

Benedikt Kohl

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