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Die Geburtsstunde des „Pro Eissport Südbaden e.V.“ – Eine Halle für Alle Freiburg. (PM Pro Eissport Südbaden) Am 28.06.2021 war es soweit: Pro Eissport... „Ups, die Eishalle gibt es ja gar nicht mehr?!“ – Pro Eissport Südbaden e. V. stellt sich mit seinen Zielen vor

Die Geburtsstunde des „Pro Eissport Südbaden e.V.“ – Eine Halle für Alle

© Pro Eissport Südbaden e.V.

Freiburg. (PM Pro Eissport Südbaden) Am 28.06.2021 war es soweit: Pro Eissport Südbaden wurde in einem Go-Live der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Gründung fand bereits Anfang 2021 statt und wurde mit dem Eintrag ins Vereinsregister im Mai offiziell vollzogen.

Die 25 Gründungsmitglieder des Vereines haben sich voll und ganz dem Eissport in all seinen Facetten verschrieben. Diese sind vielfältig, jeder Herzenswunsch kann auf dem gefrorenen Nass erfüllt werden – Doch (und genau hier liegt in Freiburg aktuell das Problem): Das Ende naht bald, genauer gesagt 2024, denn zu diesem Zeitpunkt muss die „Echte Helden Arena“ ihre Türen für immer schließen. Die in die Jahre gekommene Eishalle aus den 1960er Jahren, von den Verantwortlichen liebevoll „altehrwürdig“ genannt, ist baufällig und verliert die Betriebsgenehmigung. Danach müssen die Eissportler*innen nach Offenburg, Basel oder Villingen-Schwenningen reisen – Erst dort befinden sich die nächsten Eisflächen.

Doch es würde noch viel mehr auf der Strecke bleiben als schlichte Freizeitbetätigungen: Die Freiburger Eishalle, vormals Franz-Siegel-Halle, beherbergt den EHC Freiburg – Die Profi-Eishockeymannschaft, die aktuell in der zweithöchsten deutschen Spielklasse spielt, und das sehr erfolgreich. Doch was viele nicht wissen: Die Herren sind nicht die Einzigen, die diesem spannenden Sport nachgehen: Mittlerweile schnüren auch eine Damen-Mannschaft (ab nächster Saison im Ligabetrieb), ein Para-Team (ein Sport, der mit und ohne Handicap, jeden Alters und jeden Geschlechts betrieben werden kann), 7 Betriebs- und Hobbymannschaften und 7 Nachwuchsteams ihre Schlittschuhe in Freiburg. Vor allem den über 200 Kindern und Jugendlichen aller Altersklassen würde mit der Hallenschließung ihre sportliche Heimat genommen werden. Aber auch die pro Saison über 85.000 Eishockey-Fans, die Eisstockschützen (die unter anderem jährlich eines der größten internationalen Turniere der Eisstockwelt mit über 60 Mannschaften nach Freiburg bringen) und die Eiskunstläufer*innen der ESG Freiburg bangen um ihre Leidenschaft. Zudem würde der allseits beliebte „Publikumslauf“ für Hobby-Schlittschuhläufer (jährlich 80.000) und ein wichtiges Ausflugsziel für Schulklassen und Kindergärten wegfallen.

Es steht also gerade viel auf dem Spiel für die über 200.000 Enthusiasten des Freiburger Eises und deshalb ist das Engagement des Pro Eissport Südbaden e.V. eine absolute Herzensangelegenheit. Der Verein wird von Mitgliedern aus jedem Bereich und Verein der Eisflächennutzer*innen unterstützt und möchte alle Kräfte bündeln, um ihren Stimmen genug Kraft zu geben, alle Ohren und die Verantwortlichen zu erreichen. Der Wunsch des Vereines ist es, die Bevölkerung über den Ist-Zustand und vor allem über die Hintergründe des nahenden Endes des südbadischen Eissportes zu informieren.

Und natürlich ist es das erklärte Ziel der Mitglieder, ihren Beitrag für den dringend benötigten Eishallen-Neubau zu leisten. Es ist wichtig, dass eine neue moderne Halle einige Voraussetzungen erfüllt, um allen Eissportlern*innen gerecht werden zu können. Beispielsweise wären eine gute Anbindung an den ÖPNV, ausreichend Parkmöglichkeiten, Barrierefreiheit und ein ganzjähriger Eisflächenbetrieb von enormem Vorteil. Und natürlich sollte der Neubau, passend zur „Green City“ Freiburg, unter Nutzung energetischer Synergien nachhaltig ökologisch verträglich sein. Der wichtigste Punkt wäre jedoch eine zweite Eisfläche, die mit dem herrschenden Eiszeitenbedarf bereits fast komplett ausgelastet wäre – Denn alle Beteiligten benötigen dringend mehr Eis- und Trainingszeiten, als sie aktuell mit nur einer Eisfläche erhalten können. Man könnte hiermit vielfältige Perspektiven eröffnen, denn in Freiburg wird von erfolgsversprechenden Zukunftsvisionen geträumt: Der EHC würde gerne irgendwann wieder in der höchsten deutschen Eishockey-Liga spielen, wofür eine Kapazität von mindestens 5.000 Zuschauern*innen Pflicht wäre.

Der Nachwuchsbereich könnte ausgebaut werden, so dass noch mehr Kinder und Jugendliche auf dem Eis eine sportliche Heimat finden und mit häufigerem Training daran arbeiten können, an Meisterschaftserfolge aus der Freiburger Vergangenheit anzuknüpfen. Ein erklärtes Ziel ist es, wieder ein 1b-Team ins Leben zu rufen, in dem die ältesten Freiburger Jugendlichen das Amateur- bzw. Perspektivteam für die erste Mannschaft des EHC Freiburg bilden und die jungen Cracks aus dem eigenen Nachwuchs so optimal an den Profisport herangeführt werden können. Dank der in den letzten Jahren immer erfolgreicher werdenden deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, spätestens seit der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang/Südkorea, erfreut sich der Sport in Deutschland steigender Beliebtheit in der Bevölkerung. (Der 4. Platz bei der Weltmeisterschaft im Mai und Juni diesen Jahres in Riga/Lettland bestätigte den Aufwärtstrend der deutschen Equipe.) Das Para-Eishockeyteam, das in der höchsten deutschen Spielklasse antritt, könnte dank einer zweiten Eisfläche endlich Heimspiele in Freiburg bestreiten (aktuell finden diese mit der eingegangenen Spielgemeinschaft in Berlin statt). Mit einer größeren Menge an freien Eiszeiten hätten auch mehr Schulen und Kindergärten in Freiburg und der Umgebung die Möglichkeit, in ihrem Schulsportprofil Ausflüge, Wintersporttage und sogar regelmäßige AGs anzubieten. Zudem gäbe es die Möglichkeit, neue Sportarten auf dem gefrorenen Nass zu etablieren, wie Shorttrack, Curling und Eistanz. Es könnten in allen Sportarten große internationale Turniere ausgetragen und Freiburg insgesamt als Eissport-Leistungszentrum weit über die südbadischen Grenzen hinaus bedeutsam werden.

Zudem wünscht sich Pro Eissport Südbaden eine transparente Darstellung der Finanzierungskalkulation unter Einbeziehung von renommierten Stadionbauern von Seiten der Stadt Freiburg. Immerhin gibt es in der deutschlandweiten Eissportwelt viele tolle Beispiele von Vereinen, die in den letzten Jahren neue Eishallen errichtet haben.

Der Verein hat viele kreative engagierte Ideen und benötigt nun dringend die Unterstützung von möglichst vielen Menschen, um aufzeigen zu können, wie groß der Bedarf einer neuen Eissporthalle in Freiburg und im gesamten Umland ist – EINE Halle für ALLE. Weitere und ausführlichere Informationen sind auf der Homepage www.pro-eissport-suedbaden.de zu finden.

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