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Iserlohn. (MK) Es war wohl DER Aufreger am Freitag in der DEL: Nach 44:07 Minuten unterbrachen die Referees das Match in Iserlohn beim Stand... Update! Videobeweis erhitzt die Gemüter bei den Fischtown Pinguins – DEL räumt bedauerlichen Fehler ein

Thomas Popiesch (Cheftrainer Bremerhaven) – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Es war wohl DER Aufreger am Freitag in der DEL: Nach 44:07 Minuten unterbrachen die Referees das Match in Iserlohn beim Stand von 1:3 für Bremerhaven, um eine Szene per Videobeweis zu überprüfen. Es ging um einen Schuss von Iserlohns Casey Bailey im Powerplay.

Es dauerte minutenlang, bis die Schiedsrichter Roman Gofman und Benjamin Hoppe den vermeintlichen Treffer in einer sehr unübersichtlichen Szene letztlich für Iserlohn anerkannten. Selbst auf den öffentlichen TV-Bildern war für die neutralen Beobachter der Treffer, wenn überhaupt, nur extremst schwer zu erkennen. Aber die „Streifenhörnchen“ mussten sich ja sicher sein, so der spontane Tenor unter den Zuschauern. Somit wurde nach langem Studium der Bilder die Uhr auf 43:37 Minuten zurückgesetzt und der Spielstand auf der Stadionuhr hieß nun 2:3. Der Rest des Spiels ist bekannt: Iserlohn drehte das Match und gewann am Ende knapp mit 5:4.

Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch gab sich während der Pressekonferenz nach dem Spiel noch eher zugeknöpft. „Es ist natürlich schwierig. Gerade wenn ich jetzt im Kabinengang das eine oder andere Videobild bekomme, dann wird meine Laune natürlich nicht unbedingt besser. Aber es würde jetzt die Leistung von Iserlohn schmälern, um darauf einzugehen“, so Popiesch in seinem ersten Statement. Auf Nachfrage zu der „Videobeweis-Szene“ erklärte er dann: „Ich habe schon sehr viel Geld bezahlt in der DEL und will eigentlich noch nächstes Jahr in Urlaub fahren. Von daher verkneife ich mir jeglichen Kommentar.“

Das sagte Thomas Popiesch nach dem Spiel auf der Pressekonferenz





Wie im Nachgang bekannt wurde, sollen die Referees den technischen Aufnahmeleiter von MagentaSport während der Überprüfung des Videos gebeten haben das technisch beste Bild der Übertorkamera darzustellen. Das würde auch die sehr lange dauernde Überprüfung erklären. Offenbar war das den Unparteiischen zur Verfügung gestellte deutlichere Bild ein wichtiges Hilfsmittel bei der Entscheidungsfindung. Unabhängig davon wird die Leitung des Schiedsrichterwesens den gesamten Vorgang nochmals aufarbeiten. Ein möglicher Bremerhavener Protest dürfte vermutlich wenig Aussichten auf Erfolg haben, da es sich um eine Tatsachenentscheidung handelt und Schiedsrichter laut Regelwerk eine auf dem Eis getroffene Entscheidung per Videobeweis nur widerrufen können, wenn sie den Puck eindeutig im Tor erkennen.

So verständlich der Bremerhavener Arger, insbesondere unter Betrachtung einer Video-Fehlentscheidung zu Ungunsten der Pinguins in der letzten Saison, auch ist: Nach dem Anschlusstreffer lagen die Norddeutschen noch mit 3:2 in Führung und den weiteren Spielverlauf mit drei weiteren Gegentoren sollten sich die Norddeutschen schon selbst ein Stück weit ankreiden.

Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch muss seine sich noch während der Pressekonferenz selbst auferlegte „Schweigepflicht“ wenig später abgelegt haben. In der Nordsee Zeitung wird er offensichtlich sehr emotional wie folgt zitiert: „Das ist grob fahrlässig. Das ist ja nicht einfach nur mal so eine Fehlentscheidung, das ist bösartig. Wenn andere Leute sowas in ihrem Beruf machen, kostet sie das ihren Job.“ Und weiter heißt es in dem Artikel: „Jeder Volldepp hat gesehen, dass der Puck an der Latte war. Da gibt es keine zwei Meinungen.“

Man darf gespannt sein, wie das DEL-Schiedsrichterwesen den Fall nach der Aufarbeitung abschließend bewerten wird. Der Ärger bei den Fischtown Pinguins ist jedenfalls unüberhörbar groß.


DEL Statement zum Spiel Iserlohn gegen Bremerhaven

Die Schiedsrichter Roman Gofman und Benjamin Hoppe – © Sportfoto-Sale (JB)


DEL überprüft Videobeweis-Entscheidung im Spiel Iserlohn Roosters gegen Fischtown Pinguins Bremerhaven

Neuss. (DEL.org) Am gestrigen Freitag (06.01.23) kam es im Spiel zwischen den Iserlohn Roosters und den Fischtown Pinguins Bremerhaven zu einer Fehlentscheidung, durch welche ein Tor der Heimmannschaft aus Iserlohn trotz Videobeweis fälschlicherweise anerkannt wurde. Dabei ging der Schuss in Minute 16:23 im dritten Drittel gegen die Latte, nicht ins Tor.

Die Umstände der Entscheidungsfindung wurden im Nachgang und in Rücksprache mit allen Beteiligten durch die Liga detailliert geprüft. Ein technischer Defekt kann ausgeschlossen werden. Das gesichtete Bildmaterial aus den vorhandenen Perspektiven reichte nach Wahrnehmung der Schiedsrichter aus, um die Entscheidung auf dem Eis zu widerlegen und auf Tor zu entscheiden. Auf dem Eis hatten die Schiedsrichter zunächst auf kein Tor entschieden.

Die Schiedsrichter sowie die Ligagesellschaft bedauern den Fehler sehr.

Nach dem Spiel reichte Bremerhaven Protest gegen die Wertung der Partie ein. Diesem Protest kann nicht entsprochen werden, da auch bei der Bewertung des Videos eine Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter vorlag. Dies ist kein Protestgrund im Sinne der Spielordnung der PENNY DEL.


Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters - Fischtown Pinguins Bremerhaven
© Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)
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