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„Untergehen oder Weiterschwimmen!“ Eisbären-Doppelpacker Ronning gleicht die Serie aus – bei Mannheims Overtime-Sieg hat Matthias Plachta den richtigen Riecher

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Auseinandersetzung während des Spiels zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers - © Marco Leipold / City-Press
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Bonn. (PM MagentaSport) Zweimal Serienausgleich, zweimal 2:0: Die Viertelfinal-Playoffs in der Penny DEL haben allerhand zu bieten.

Die Eisbären Berlin rehabilitieren sich nach dem 1:5 in Spiel 1 gegen die Straubing Tigers. Der amtierende Meister gewinnt sein Heimspiel knapp mit 2:1 – dank eines Doppelpacks von Ty Ronning. „Eisbären wissen, wie man schwimmt“, betonte der Kanadier nach Spiel 1 trotz der Pleite – nun bleibt er im Sprachbild: „Wir haben echtes Eisbären-Hockey gespielt, und wir werden weiterrollen, den Zug am Laufen halten. Insgesamt ist das eine großartige Mannschaft, gegen die wir spielen. Es heißt: Untergehen oder Weiterschwimmen.“ Straubings Tim Brunnhuber gibt hingegen zu: „Dass wir so einen Start wie beim letzten Mal nicht hinlegen, war natürlich klar. Dass Berlin um einiges besser spielen wird, war uns auch klar. Wir haben es phasenweise nicht geschafft, das Level zu matchen.“

Das dramatischste Spiel des Abends findet in Bremerhaven statt. Dort gleichen die Fischtown Pinguins 2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 4:4 aus, verlieren in der Overtime dennoch gegen die Adler Mannheim und liegen in der Serie nun 0:2 zurück. Mannheims Matthias Plachta hat derweil den richtigen Riecher, wie Siegtorschütze Zach Solow hinterher verrät: „Plachta hat schon unzählige Spiele bestritten, er weiß, wovon er spricht. Er sagte zu mir: ‚Zach, sei bereit. Es wird kommen.‘ Und genau das ist dann auch passiert.“

Am deutlichsten gewinnt der EHC Red Bull München. Beim 6:1 in Ingolstadt gleichen sie die Serie aus. Schon bei der 5:6-Niederlage in Spiel 1 gelang den Münchnern fast die große Aufholjagd nach einem 0:4-Rückstand. „Sie haben den Schwung aus Spiel 1 mitgenommen, den sie sich gegen Ende der Partie erarbeitet hatten“, beobachtet Ingolstadts Coach Mark French: „Wir wurden in vielen Situationen überrascht. Im 1. Spiel sind wir viel besser mit ihrem Druck umgegangen.“

Das Duell der Kölner Haie gegen die Schwenninger Wild Wings ist derweil erneut lange offen, doch wieder entscheidet der Hauptrunden-Meister die Partie für sich – 4:2 heißt es am Ende. Während Wild Wings Trainer Steve Walker das Puck-Management seines Teams als „fürchterlich“ bezeichnet, bemängelt Kölns Trainer Kari Jalonen zu viel Passivität seines Teams nach der 3:2-Führung: „Ich mag es nicht, wenn wir uns zurückziehen. Das sind nicht die Dinge, die passieren sollen.“

Nachfolgend die wichtigsten Stimmen vom DEL-Freitag präsentiert von MagentaSport.

Am Sonntag geht es weiter mit Spiel 3 aller Viertelfinal-Playoffs, beginnend mit den Straubing Tigers gegen die Eisbären Berlin – live ab 13.45 Uhr bei MagentaSport.

Eisbären Berlin – Straubing Tigers 2:1 (Serie: 1:1)

Ty Ronning gleicht die Serie mit einem Doppelpack für die Eisbären Berlin aus. Der Kanadier bringt den amtierenden Meister gleich zweimal in Führung und steht damit jetzt bei 29 Toren in 31 Playoff-Spielen für Berlin. Die Eisbären geben nach dem 1:5 in Spiel 1 die passende Antwort.

Ty Ronning, Doppeltorschütze für die Eisbären Berlin: „Ein echter Kampf, ein viel besserer Start als im letzten Spiel. Wir haben echtes Eisbären-Hockey gespielt, und wir werden weiterrollen, den Zug am Laufen halten. Insgesamt ist das eine großartige Mannschaft, gegen die wir spielen. Es heißt: Untergehen oder Weiterschwimmen.“
Ronning über den Unterschied zum 1:5 in Spiel 1: „Ich würde sagen: Leidenschaft. Ein bisschen mehr Schwung. Beim letzten Spiel weiß ich nicht, ob wir vielleicht ein bisschen nervös waren.“

Tim Brunnhuber, Straubing Tigers: „Dass wir so einen Start wie beim letzten Mal nicht hinlegen, war natürlich klar. Dass Berlin um einiges besser spielen wird, war uns auch klar. Wir haben es phasenweise nicht geschafft, das Level zu matchen.“
Brunnhuber hofft in Spiel 3 wieder auf den Heimvorteil: „Das ist ein Hexenkessel bei uns. Jeder weiß es in der Liga. Wir sind extrem heiß, dass wir die Serie wieder auf unsere Seite ziehen.“

Fischtown Pinguins – Adler Mannheim 4:5 (OT) (Serie 0:2)

Ein Abend in der Eisarena Bremerhaven, der an Dramatik kaum zu überbieten ist. Nach dem 2:2 der Pinguins ziehen die Adler auf 4:2 davon. Doch Fischtown gelingt 2 Minuten vor dem Ende durch Colt Conrad der 4:4-Ausgleich. In der Overtime erzielt jedoch Zach Solow im Powerplay das 5:4 für Mannheim – auch Spiel 2 geht an die Adler.

Mannheims Siegtorschütze Zach Solow: „Das war ein wichtiges Powerplay in der Overtime. Das musst du einfach nutzen. Matthias Plachta hat schon unzählige Spiele bestritten, er weiß, wovon er spricht. Er sagte zu mir: ‚Zach, sei bereit. Es wird kommen.‘ Und genau das ist dann auch passiert.“

ERC Ingolstadt – EHC Red Bull München 1:6 (Serie 1:1)

(L-R) Fabio Wagner vom EHC Red Bull München, Myles Powell vom ERC Ingolstadt, Simon Wolf, Adam Brooks vom EHC Red Bull München und Kenny Agostino vom ERC Ingolstadt – © Bruno Dietrich / City-Press

Die Münchner gleichen die Serie auswärts auf beeindruckende Weise aus. Tobias Rieder, Chris DeSousa schießen im 1. Drittel ein 2:0 heraus, ehe Jeremy McKenna zu Beginn des Schlussdrittels erhöht. Auf das 1:3 hat der EHC durch Maxi Kastner und erneut Rieder die passende Antwort. Taro Hirose schießt mit dem 3. Powerplay-Tor sogar ein 6:1 heraus.

Münchens Goalie Simon Wolf, verrät, dass sein Torhüter-Kollege Antoine Bibea nicht verletzt ist, sondern er aus taktischen Gründen nicht im Kader stand: „Es war so ausgemacht, damit wir mit einem Import mehr spielen können.“

Mark French, Trainer ERC Ingolstadt, glaubt, dass München die Fast-Aufholjagd (5:6 nach 0:4) aus Spiel 1 nutzen konnte: „Sie haben den Schwung aus Spiel 1 mitgenommen, den sie sich gegen Ende der Partie erarbeitet hatten. Diesen Schwung haben sie in den ersten zehn Minuten genutzt. Wir wurden in vielen Situationen überrascht. Im 1. Spiel sind wir viel besser mit ihrem Druck umgegangen.“

Kölner Haie – Schwenninger Wild Wings 4:2 (Serie 2:0)

Nate Schnarr von den Kölner Haien feiert das Tor zum 1:1 – © Moritz Eden / City-Press

Die Haie gewinnen auch Spiel 2, obwohl Schwenningen die Kölner mächtig ärgert. Phil Hungerecker und Tyson Spink bringen die Wild Wings zweimal in Führung, doch Dominik Uher zum 2:2 und Nathan Schnarr zum 3:2 drehen die Partie. Für die Entscheidung sorgt Louis-Marc Aubry per empty-netter.

Kari Jalonen, Trainer Köln: „Ein sehr, sehr enges Spiel. Es war fast genauso wie in Schwenningen. Wir wollten die ganze Zeit über besser spielen. Im 1. Drittel haben wir nicht schlecht gespielt, lagen aber mit einem Tor zurück. Im 2. und 3. Drittel wollten wir etwas besser spielen. Ich finde, das ist uns gut gelungen.“
Dennoch nimmt Jalonen im Schlussdrittel zu viel Passivität seines Teams wahr: „Ich mag es nicht, wenn wir uns zurückziehen. Das sind nicht die Dinge, die passieren sollen.“

Steve Walker, Trainer Schwenningen: „Unser Puck-Management hat uns das Genick gebrochen. Du darfst den Puck in der Angriffszone nicht verlieren. Sie haben uns dafür bestraft. Das war das Entscheidende. Unser Puck-Management war fürchterlich.“

Eishockey live bei MagentaSport

PENNY DEL | Playoff-Viertelfinals

Sonntag, 29.03.2026
ab 13.45 Uhr: Straubing Tigers – Eisbären Berlin
ab 14.45 Uhr: Schwenninger Wild Wings – Kölner Haie
ab 16.15 Uhr: Adler Mannheim – Pinguins Bremerhaven
ab 18.45 Uhr: EHC Red Bull München – ERC Ingolstadt

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