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Nürnberg. (STM) Es war die passende Antwort nach den beiden schlechten Auftritten gegen Ingolstadt und Schwenningen. Nach sechzig intensiven und spannenden Minuten konnten sich... „Unser Torhüter war heute überragend“ – Ice Tigers belohnen sich mit drei wichtigen Punkten gegen die Adler

Nürnbergs #31 Niklas Treutle (links unten) versucht den Puck abzudecken, währen Mannheims #13 Stefan Loibl (links hinten) und #11 Taro Jentzsch (rechts vorne) versuchen das Tor zu schießen. – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Es war die passende Antwort nach den beiden schlechten Auftritten gegen Ingolstadt und Schwenningen.

Nach sechzig intensiven und spannenden Minuten konnten sich die Ice Tigers über einen glücklichen, aber keineswegs unverdienten 3-2 Heimsieg gegen die Adler Mannheim freuen. Die Tore erzielten Reimer, MacLeod und Schmölz.

Es war ein ungewöhnlich sonniger Herbsttag in Nürnberg, die Menschen zog es nach Draußen um die vermutlich letzten Sonnenstrahlen zu ergattern. Dass die Ice Tigers sich trotzdem über eine Saisonrekordkulisse von 5169 Zuschauer freuen konnten, lag sicher nicht an den zuletzt wenig erfreulichen Auftritten gegen Ingolstadt und Schwenningen, sondern am Gegner. Gegen kaum ein Team zieht es mehr Zuschauer in die Arena als gegen die Adler aus Mannheim. Auch heute entwickelte sich wieder ein packendes Duell, zweier Teams, deren Ansatz kaum unterschiedlicher sein könnte.

Auf der einen Seite das Team von Tom Rowe, bei dem Stefan Ustorf versucht, seit zwei Jahren mit sehr überschaubaren Budget ein möglichst wettbewerbsfähiges Team zusammenzustellen, dessen Kern junge Spieler aus Deutschland bilden, gepaart mit etwas Erfahrung auf den Ausländerpositionen. Auf der anderen Seite die Mannheimer Adler, die jede Saison aus dem Vollen schöpfen können und bei denen das Beste auf dem Spielermarkt gerade gut genug ist.

Wie eng ein Spiel dieser beiden Mannschaften dennoch sein kann, konnte man am heutigen Nachmittag in Nürnberg bestaunen, obwohl sich der Start der Ice Tigers wieder denkbar schlecht gestaltete. Wie schon am Freitag in Schwenningen mussten sie früh einem Rückstand hinterherlaufen. Tim Wohlgemuth fälschte einen Schuss von Katic gekonnt ab (2.). Während man am Freitag das Spiel bereits im ersten Drittel verlor, hatten die Nürnberg heute die passende Antwort parat und schafften es zudem, endlich einmal von der Strafbank wegzubleiben.

Der Schuss von Tyler Sheehy an die Latte war das Startsignal für die Angriffsbemühungen der Ice Tigers (5.), die wenig später das erste Mal jubeln konnten. Kapitän Patrick Reimer war es, der mit einem Schlagschuss den sichtlich überraschten Arno Tiefensee im Tor der Gäste zum Ausgleich bezwingen konnte (8.). Der Ausgleich beflügelte das Nürnberger Spiel spürbar, wenig später vergab Danjo Leonhardt frei vor dem Tor den möglichen Führungstreffer (16.).

Den besorgte dann Gregor MacLeod mit einer feinen Einzelleistung, sein Schuss landete unhaltbar links oben im Eck (18.). „Wir hatten einen guten Start, nach dem Ausgleich war das Momentum auf der Seite der Ice Tigers, die eindrucksvoll gezeigt haben, dass sie ein sehr heimstarkes Team sind“, so Bill Stewart.

So ging es mit einer knappen Führung der Ice Tigers in die erste Pause, ehe im Mitteldrittel die Adler besser ins Spiel kamen und mit aller Wucht auf den Ausgleich drängten. Die Ice Tigers aber verteidigten geschickt, ganz ausschalten konnten sie die Adler mit ihrer individuellen Klasse aber natürlich nicht.

Matt Donovan scheiterte an Treutle (24.), der auch wenig später einen Alleingang von Stefan Loibl entschärfte (29.), ehe erneut Matt Donovan dem Ausgleich nahe war (33.). Mit etwas Glück und einem starken Niklas Treutle aber überstanden die Ice Tigers die Druckphase der Adler und legten im Schlussdrittel endlich wieder den Vorwärtsgang ein. Im Überzahl landete ein Schuss von Shaw zunächst am Pfosten, dann am Schoner von Tiefensee, über Linie ging der Puck aber nicht (41.).

Mannheims #4 Korbinian Holzer mit der versorgten Wunde am Kinn. – © ISPFD

In der Folgezeit gelang es den Ice Tigers aber wieder besser als im zweiten Drittel, die Gäste vom eigenen Tor fernzuhalten. Verbissen bestritten Nürnberger jeden Zweikampf, warfen sich in die Schüsse und beackerten jeden Zentimeter Eis. „Uns halben in den letzten zwanzig Minuten die gefährlichen Aktionen in der Offensive gefehlt, aber Nürnberg hat das auch sehr geschickt verteidigt“, so Bill Stewart.

In den Schlussminuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Die Adler nahmen Tiefensee für einen sechsten Feldspieler vom Eis, den Treffer aber erzielten die Ice Tigers. Daniel Schmölz stellte auf 3-1, ehe Tim Wohlgemuth zwanzig Sekunden vor dem Ende den einzigen Fehler des überragenden Niklas Treutle zum 3-2 nutzte. Die Adler nahmen sofort eine Auszeit, der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen.

„Das war heute eine starke Teamleistung, wir haben mit viel Leidenschaft gespielt gegen ein Team, dass sehr tief besetzt ist und viel offensives Talent hat. Unser Torhüter war heute überragend und auch in der eigenen Zone war unser Spiel wieder deutlich besser“, so der sichtlich zufriedene Tom Rowe

So belohnten sich die Ice Tigers mit drei Punkten nach einer ganz starken Vorstellung. Weiter geht es bereits am Dienstag in Bremerhaven. „Das ist eine starke Mannschaft, wir müssen in den ersten Minuten hellwach sein, sonst kann es ein ungemütlicher Abend werden“ so Tom Rowe. Zumindest der heutige Abend dürfte für seine Spieler recht gemütlich sein.

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