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Malmö. (MR) Im Bruderduell am letzten Tag der Gruppenrunde konnte Tschechien die Slowakei mit 4:1 besiegen (2:0 / 2:1 / 0:0) und zog damit...

2014_IIHF_U20_World_ChampionshipMalmö. (MR) Im Bruderduell am letzten Tag der Gruppenrunde konnte Tschechien die Slowakei mit 4:1 besiegen (2:0 / 2:1 / 0:0) und zog damit ins Viertelfinale ein.
Die Tschechen benötigten nach der gestrigen Niederlage gegen Deutschland unbedingt einen Sieg, um nicht ihrerseits in die Abstiegsrunde zu müssen. Sie legten ihre Abitionen gleich deutlich dar und schossen früh eine 2:0 Führung heraus (Pastrnak nach nur 18 Sekunden und Kase, 4. Min.). Den Slowaken schien heute so gar nichts zu gelingen, und sie zeigten das Spiel, das sich das deutsche Team in der eigenen Begegnung mit den Slowaken erhofft hatte – ungeordnet und wenig eingespielt.  Auch mehrere Powerplays gereichten ihnen nicht zum Vorteil. Der ebenfalls frühe Treffer im Mittelabschnitt (Prochazka, 22.) brachte die Tschechen endgültig auf die Siegerstraße. Der Torhüterwechsel bei den Slowaken brachte nur kurzfristig Ordnung und Auftrieb, denn noch vor der Spielmitte machte Sidlik mit dem 4:0 in Powerplay den Sack zu (27.). Da fiel dann auch der Platzverweis gegen Tschechiens Marcel nicht weiter ins Gewicht, zumal die Slowaken sich in dieser Zeit  ebenfalls dezimierten. Mit einem Last-Minute-Treffer meldeten sie sich zwar zum Drittelende zurück (Kolena, 40.), doch der Umschwung blieb aus, und der Schlussabschnitt änderte nichts mehr am Ausgang des Spiels.
Im Parallelspiel traf Gastgeber Schweden auf Russland. Dort blieb es bis in die Schlussminuten spannend, nachdem Russland einen 0:2 Rückstand aufgeholt hatte, ehe de la Rose die Kelle zum Siegtreffer in die Schussbahn hielt (58.).
Abends ging es beim Prestige-Duell USA – Kanada nicht nur um die Ehre sondern auch ganz handfest um den Gruppensieg – obwohl USA bisher keinen Punkt abgegeben hatte in diesem Turnier, hätte Kanada bei einem Sieg die Nase vorn. Obwohl von der überwiegenden Mehrheit der 3882 Zuschauern unterstützt, konnte Team Kanada zunächst wenig Akzente setzen. Die Amerikaner schossen sich ein und Zach Fucale im kanadischen Kasten warm, während die nördlichen Nachbarn sehr viele Meilen auf dem Eis zurücklegten. Auch war das Penaltykilling der Amerikaner sehr gut, und Riley Barber konnte in eigener Unterzahl den Führungstreffer um den Pfosten drücken (24.). Doch Kanada hatte nun mehr vom Spiel, Jonathan Drouin setzte seinen Sprint nur an den Pfosten (29.). Eine tolle Vorarbeit von Anthony Mantha, der vor dem Tor zu Fall gebracht die Scheibe noch weiterleiten konnte, nutzte Nic Petan zum Ausgleich (33.). Im Schlussabschnitt drehten die Kanadier das Spiel mit zwei schnellen Toren (McDavid, 44., Lazar, 47.). Die USA versuchte nochmals das Tempo und den Druck zu erhöhen, doch Kanada hielt dagegen und hatte in Zach Fucale einen sicheren Rückhalt. Knapp drei Minuten vor Ende hatte dieser aber dann doch das Nachsehen, als ihm die Scheibe aus der Fanghand fiel und der Amerikaner Stefan Matteau schneller reagieren konnte als der Verteidiger. Eine Auszeit, die Herausnahme des Goalies für den 6. Feldspieler brachte dem Titelverteidiger aber nicht mehr den gewünschten Erfolg.
Kanadas Goalie Zach Fucale, der standing Ovations bekam, wollte nicht sich selbst herausgestellt haben und gab hinterher zu Protokoll, dass es eine tolle Teamleistung gewesen sei, aber auch ein hartes Stück Arbeit.
Im Parallelspiel mussten noch Finnland und die Schweiz ihr letztes Gruppenspiel absolvieren. Hier ging es um nichts mehr, die Gruppenplatzierung stand bereits vorher fest. Dennoch wurde es auch hier spannend – die Schweizer legten vor, Finnland glich zum Ende des ersten Drittels aus. Im mittleren Abschnitt konnten die Eidgenossen direkt zwei Treffer vorlegen, ehe Finnland in diesem und zu Beginn des Schlussabschnittes heran- und zum Ausgleich kam. Am Ende wurde mit harten Bandagen gekämpft, doch auch wechselseitige Überzahlen brachten keine Ergebnisänderung, sodass nach torloser Overtime das Penaltyschiessen entscheiden musste. Hier traf erst der insgesamt 12. Schütze: Claude Paschoud erzielte für Team Schweiz den Gamewinner.
Damit sehen die nächsten Begegnungen wie folgt aus:
am 2. Januar treffen erst Deutschland und Norwegen im ersten Relegationsspiel aufeinander, im Viertelfinale spielen USA gegen Russland, Finnland gegen Tschechien, Kanada gegen USA und Schweden gegen Slowakei.

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