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Malmö. (MR) Im ersten Halbfinale kämpfte Gastgeber Schweden das Team Russland 2:1 (1:0/0:0/1:1) nieder, deren Spieler sich am Ende als schlechte Verlierer zeigten; Finnland...
Finnlands Saku Kinnunen und Kanadas Curtis Lazar - © by Eishockey-Magazin (DR)

Finnlands Saku Kinnunen und Kanadas Curtis Lazar – © by Eishockey-Magazin (DR)

Malmö. (MR) Im ersten Halbfinale kämpfte Gastgeber Schweden das Team Russland 2:1 (1:0/0:0/1:1) nieder, deren Spieler sich am Ende als schlechte Verlierer zeigten; Finnland düpierte einfallslose Kanadier und steht nach einem verdienten 5:1 Erfolg (0:0/1:3/0:2) ebenfalls im Finale.

 

 
Die Halle war sehr gut gefüllt, und fast die Hälfte waren kanadische Fans, die die Schweden unterstützten, weil man sich allgemein ein Finale Schweden gegen Kanada gewünscht hatte. Dass es anders kam, lag nicht an den Scheden. Diese hatten zwar etwas Mühe mit den großgewachsenen Russen, die eben oftmals noch einen ebenso langen Stock in den Passweg stellten, konnten allerdings zum passenden Zeitpunkt eine Überzahl zur Führung nutzen (Forsberg, 20.). Im mittleren Abschnitt konnten auf beiden Seiten Chancen erarbeitet werden, doch vor allem Schwedens Goalie Oscar Dansk verhinderte einen Einschlag.

 

 

Elias Lindholm erhielt nach hohem Stock eine doppelte Strafe, die bis in den Schlussabschnitt hinein andauerte. Wäre den Russen hier ein Treffer gelungen, hätte das Spiel kippen können. Doch die Gastgeber überstanden diese vier Minuten schadlos. Gerade wieder komplett wurde Oskar Sundqvist mit langem Pass auf die Reise geschickt, er tanzte den Goalie aus und brachte so die Schweden weiter in Front (45.). Dass Damir Zhafyarov die Scheibe aus spitzem Winkel über die Goaliekelle hüpfen ließ (47.), machte das Spiel weiterhin spannend. Russland legte nun wütende Angriffe vor, zumindest über die nächsten fünf, sechs Minuten. Ab da übernahmen wieder die Gastgeber. Der russische Versuch, sich Auszeiten zu erschleichen, fiel dann doch auf und nahm ihnen kostbare Sekunden von der Uhr, die ein wenig vorgestellt wurde. 70 Sekunden blieben dem Team dann noch ohne Goalie und mit dem 6. Mann auf dem Feld, doch es nützte nichts mehr, selbst als Schweden noch eine Strafe kassierte. Einen Treffer kassierten sie nicht mehr. Wohl aber ein paar Faustschläge, als sich der Frust beim Verlierer entlud. Zuschauer: 11.725

 
Abends unterstützten fast ebensoviele Schweden das kanadische Team gegen Finnland. Doch die Kanadier waren nervös, und brachten gegen laufschwache Finnen kaum etwas Konstruktives Richtung Tor. Zu sich häufenden Abspielfehlern und Stellungsfehlern kam auch noch eine gewisse Ideenlosigkeit, sodass man mit einem 0:0 zur ersten Pause durchaus gut bedient war. Eine unrunde Bande ließ eine in die Rundung gespielte Scheibe völlig unerwartet auf der falschen Seite des Tores wieder herauskommen, sodass Kanadas Matt Duba zu weit weg von seinem Mann stand, der schnell schaltete und Goalie Zach Fucale ausspielte (Nikko, 25.).

 

 

Wenig später nutzte Artturi Lehkonen eine Überzahl zum zweiten Treffer für Finnland (27.). Dass sich Nic Petan mit einer Diszi für Meckern aus dem Spiel nahm, half der Mannschft wenig, die aber wieder Hoffnung schöpfte, als Jonathan Drouin am schnellsten schaltete und eine verwaiste Scheibe in die Maschen befördern konnte (32.). Dann jedoch stellte auch er sich ins Abseits bzw. in die Kühlbox nach einem Check gegen den Kopf. In diesem Powerplay traf der Finne Joni Nikko nur den Pfosten, wenig später aber war der Puck wirklich in den Maschen, daran konnte selbst die Videoaufzeichnung nicht rütteln (Ristolainen, 36.). Die Finnen bauten regelrecht eine Mauer an der eigenen blauen Linie auf, sodass Kanada auch im Powerplay einfach nicht durchkam. Nimmt man dann die ungenauen Pässe der Kanadier hinzu, war es fast zwangsläufig klar, dass sie hier den drei-Tore-Rückstand nicht aufholen sollten. Im Schlussabschnitt tanzte zwar Drouin in eigener Unterzahl den Gegner schwindelig, setzte den Schuss aber nur auf den Goalie. Den mit der Scheibe enteilenden Teuvo Teravainen konnte er erst kurz vor dem eigenen Tor einholen und mit dem Stock stoppen. Den fälligen Penalty verwandelte Teravainen souverän (57.). Als bei diesem 1:4 Zwischenstand Kanadas Goalie Fucale gute zwei Minuten vor der Schlusssirene seinen Kasten für den sechsten Feldspieler verließ, ging der Schuss nach hinten los, und im zweiten Versuch landete die Befreiung in den verwaisten Maschen (Teravainen, 60.).

 
Damit heißt Schwedens Gegner im Finale Finnland, während Kanada wie im Vorjahr gegen den 4. Platz kämpfen muss. Zuschauer: 11.544

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