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Malmö. (MR) Im ersten Turnier-Spiel traf Team Germany mit Team Canada gleich auf ein Schwergewicht. Trotz einiger Nordamerika-Erfahrung der Deutschen waren sie erwartungsgemäß unterlegen...
Symbolcharakter: Kanadas Aaron Ekblad obenauf und Deutschlands Parker Tuomie auf dem Eis liegend - © by Eishockey-Magazin (DR)

Symbolcharakter: Kanadas Aaron Ekblad obenauf und Deutschlands Parker Tuomie auf dem Eis liegend – © by Eishockey-Magazin (DR)

Malmö. (MR) Im ersten Turnier-Spiel traf Team Germany mit Team Canada gleich auf ein Schwergewicht. Trotz einiger Nordamerika-Erfahrung der Deutschen waren sie erwartungsgemäß unterlegen und mussten sich am Ende mit 2:7 geschlagen geben (2:4 / 0:2 / 0:1).
Zunächst jedoch kam die Truppe von Ernst Höfner mit einem Ausrufezeichen aus der Kabine, nach nur 95 Sekunden zappelte die Scheibe bereits in den Maschen des Kanadischen Tores (Saeftel). Optisch jedoch waren die Ahornblattträger überlegen, sie kamen mit größter Leichtigkeit ins Angriffsdrittel. Marvin Cüpper im Deutschen Kasten konnte teils nur abprallen lassen, und Josh Anderson lupfte einen dieser Abpraller in den Giebel zum Ausgleich (7.), die zweite Strafe gegen Deutschland brachte Kanada den Ausgleich (Mantha, 11.), doch auch Deutschlands 1. Reihe konnte ein Powerplay gewinnbringend nutzen (Möser, 16.). Zum Drittelende hin ging es schnell, mit einem Doppelschlag (Mantha, 18. und Horvat, 19.) lag der Favourit zur Pause wieder mit 2 Toren vorn.
Auch wenn Deutschland weiterhin mutig kämpfte, nach vorne wollte kein weiterer Treffer gelingen. Hinten jedoch musste Cüpper im weiteren Spielverlauf noch drei Male hinter sich greifen, wobei dem fünften Treffer ein kapitaler Wechselfehler auf deutscher Seite vorausging, dass Sam Reinhart völlig alleineingelassen auf der Strafbankseite die Scheibe bekam und ins Angriffsdrittel spzieren konnte. Den ersten Schuss hatte Cüpper noch, doch Reinhart konnte sie noch um den Pfosten drücken (27.). Zur Drittelmitte legte Jonathan Drouin seinem Reihenkollegen Anthony Mantha den dritten Treffer zum zwischenzeitlichen 6:2 auf, ehe Nic Petan im Schlussabschnitt mit einem schönen Move Cüpper den 7. Treffer “einschenkte” (56.). Auf der anderen Seite gefielen vor allem die Draisaitl-Reihe und auch die Tiffels-Brüder. In dem zum Ende ruppiger werdenden Spiel sollten aber auch Markus Eisenschmid oder Lukas Laub den Kanadischen Goalie Jake Paterson nicht mehr überwinden können.

 

Ernst Höfner (Bundestrainer): „Wir haben einen guten Start erwischt. Aber wir sind realistisch, wir wissen, dass Kanada vor allem vor dem Tor extrem gefährlich und aggressiv ist und mit einer unglaublichen Intensität spielt. Es ist schwer sie über die gesamte Spielzeit aufzuhalten. Zwischendurch passieren immer Fehler mit denen man ihnen die Chance gibt ein extra Tor zu schießen. Wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen, es war nicht alles schlecht aber auch noch nicht alles gut. Morgen geht es bereits weiter.“

 

 
Das Spiel GER – CAN 2:7 (2:4 / 0:2 / 0:1)
Tore: 1:0 (1:35) Saeftel (Palausch, Klöpper); 1:1 (6:21) Anderson (Gauthier, Dumba); 1:2 (10:41) Mantha (Lazar, Drouin) 5-4; 2:2 (15:59) Möser (Kahun) 5-4; 2:3 (17:36) Mantha (Pouliot, Drouin); 2:4 (18:29) Horvat (Reinhart); 2:5 (26:45) Reinhart (Morrissey, McDavid); 2:6 (31:28) Manth (Drouin, Pouliot); 2:7 (50:13) Petan (McDavid)
Schüsse: 24:30 (8:12/9:11/7:7)
Strafen: GER – 10; CAN – 6
Schiedsrichter: Rene Hradil (CZE) / Jozef Kubus (SVK)
Zuschauer: 1.861
Best Players: Markus Eisenschmid (GER) / Anthony Mantha (CAN)

Stimmen nach dem Spiel



 

Am Abend unterlagen in der Deutschland-Gruppe die Tschechen den USA mit 1:5 (0:2/0:2/1:1), während in der Gruppe der Schweden nachmittags Norwegen auf Schwergewicht Russland getroffen und mit 0:11 untergegangen war (0:5/0:5/0:1).
Abends fand dann die offizielle Eröffnung der U20-WM 2014 in der Malmö Arena statt mit dem Spiel Schweiz gegen Gastgeber Schweden. Gut 11.000 Zuschauer sahen ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel, in dem zunächst die Tore fast im Minutentakt fielen. Durch zwei frühe aufeinander folgende Überzahlspiele für die Eidgenossen, kamen diese besser in Schwung und konnten den ersten Treffer erzielen (Zangger, 6. Min.). Den Gastgebern reichte kurze Zeit später bereits eine angezeigte Strafe, um den Rückstand auszugleichen (Forsberg (nomen est omen), 7.). Nachdem Kevin Fiala mit schönem Move um den schwedischen Goalie herumgezogen war und die erneute Führung für die Schweiz erzielt hatte (9.), dauerte es ganze 20 Sekunden bis zum erneuten Ausgleich (Bengtsson, 9.). So ging es mit Torchancen und -schüssen hin und her, kurz vor der Sirene arbeiteten die Gastgeber vor dem schweizer Tor gut nach (Sundqvist, 18.) und konnten so mit einer knappen Führung in die Pause gehen.
Der mittlere Abschnitt wirkte etwas zerfahren, die besten Chancen hatten Andre Burakowsky, der mit einem weiten Pass bedient wurde, seinen Alleingang aber nicht im schweizer Kasten unterbrachte (23.), wie auch sein Landsmann Alexander Wennberg, der eine Beule ins Aluminium schoss, was auch im Video “kein Tor” blieb. Dass die Gastgeber im Schlussabschnitt früh eine Strafe kassierten, brachte das Spiel wieder auf Null, denn Fabrice Herzog konnte die Scheibe über die Linie arbeiten (42.) und hatte dafür nur 23 Sekunden benötigt. Doch auch die Tre Kronors konnten eine Strafzeit ausnutzen, durch Freund und Feind ging der Schuss von Christian Djoos in die Maschen (43.). Dieser Abschnitt zählte zwar mehr Torschüsse für die Eidgenossen, doch sie konnten das Spielgerät nicht unterbringen. Auch konnten sie sich im Powerplay nie mehr so wirklich festsetzen, und am Ende waren die Schweden das glücklichere Team, nachdem Wennberg um das Tor herumgezogen war, aus spitzem Winkel quergelegt und Andreas Johnson am Torkreis bedient hatte (58.). Da half auch die Herausnahme des schweizer Goalies nichts mehr.
Als beste Spieler wurden Mirko Müller (SUI) und Filip Forsberg (SWE) benannt.
Am Freitag sind nur zwei Spiele angesetzt: Slowakei – Deutschland und Finnalnd – Norwegen.

Impressionen vom WM Auftakt Schweden – Schweiz


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