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Österreichs U18 Herreneishockey Nationalteam absolviert in Ferlach ein Sommercamp unter der Leitung des neuen Head Coaches Philipp Pinter. Ziel ist es, die potentiellen Teamspieler... U18 Nationalteam Herren: Head Coach Philipp Pinter gibt beim Sommercamp in Ferlach die Richtung vor

Coach Philipp Pinter, und Marco Pewal (AUT) and their team. Photo: GEPA pictures/ Walter Luger

Österreichs U18 Herreneishockey Nationalteam absolviert in Ferlach ein Sommercamp unter der Leitung des neuen Head Coaches Philipp Pinter. Ziel ist es, die potentiellen Teamspieler für die nächstjährige WM in Bled zu sichten und ihnen einen neuen Teamspirit zu vermitteln.

Schwitzen für den gemeinsamen Erfolg im Hochsommer. Draußen hat es in der südlichsten Stadt Österreichs 31 Grad im Schatten, drinnen in der neuen Ganzjahres-Eishalle von HTC Eissport ist es fein kühl. Nicht jedoch für die jungen Cracks auf dem Eis, denn ab der ersten Minute der ersten Eis-Einheit fordern Head Coach Philipp Pinter und sein Assistant Coach Patrick Harand vollsten Einsatz. Unterstützung bekommen die beiden Coaches von den VSV-Goalies Jean-Philippe Lamoureux und Ali Schmidt, die bei den jungen Keepern mit ihrer Erfahrung im spezifischen Torhütertraining für den Feinschliff sorgen sollen.

Das Sommercamp in Ferlach dient den neuen U18-Betreuern zum ersten Kennenlernen der potentiellen Spieler, die für das Team, das vom 10. bis 16. April 2023 die WM Division IB in Bled in Angriff nimmt, in Frage kommen. Nach dem Klassenerhalt bei der letzten WM in Asiago ist der Blick nach vorne gerichtet, ein neuer Teamspirit soll Einzug in die Kabine halten: „In diesem Jahrgang gibt es viele interessante Spieler, die wir in den kommenden Monaten genau beobachten und auch sichten werden. Ziel ist es, eine schlagfertige Truppe zusammenzustellen, in der alle in die gleiche Richtung arbeiten“, so Pinter bei seiner Bestellung zum U18 Head Coach im Juni.

Fitness als Grundvoraussetzung für Teamerfolg

Und genau das ist in Ferlach von Beginn an zu spüren. Vor der ersten Einheit auf dem Eis wurden die einberufenen Spieler auf dem Fußballplatz des ATUS Ferlach einem Fitness-Test unterzogen, um den Fitness-Level der Spieler zu überprüfen. Eine gute Fitness ist für Pinter die Grundvoraussetzung, um auf internationaler Ebene mithalten zu können und auch, um den von ihm vorgegebenen Gameplan über 60 Minuten ausführen zu können: „Wir versuchen, Leute zu finden, die die innere Motivation haben, besser zu werden, die ein Ziel vor Augen haben und die verstanden haben, dass ohne Fitness nichts geht!“

Der 37-Jährige – selbst ausgebildeter Strength & Conditioning Coach – erinnert an die in den letzten zwei Jahren von NHL-Klubs gedrafteten Spieler wie Marco Rossi, Marco Kasper, Vinzenz Rohrer, Thimo Nickl und Benjamin Baumgartner, die Vorbild für die nachfolgenden jungen Spieler sein müssen: „Die verfolgen alle ehrgeizig ihr Ziel, die arbeiten so hart an sich, die sind bereit, extra Schichten einzulegen.“

Head Coach Pinter forciert ein temporeiches, geradliniges Spiel

Pinters Philosophie, wie sein Team zukünftig Eishockey spielen soll, basiert auf der Entwicklung beim U20-Nationalteam: „Wir wollen das gleiche Eishockey spielen, wie wir das in den letzten sechs Jahren bei der U20 praktiziert haben. Das ist auch basierend auf Roger Baders Philosophie, dass wir bei den Nachwuchs-Nationalteams eine rote Linie durchziehen. Wir wollen – wie international üblich – Druck auf dem ganzen Eis ausüben, wir wollen ein sehr temporeiches Spiel, wir wollen als ein sehr lauffreudiges Team auftreten.“
Der neue Teamchef möchte in den nächsten Monaten bis zur WM eine Struktur in die Mannschaft bringen: „Wir wollen ein geradliniges Spiel, natürlich wollen wir mit der Scheibe spielen, also die Puckkontrolle haben, den Spielrhythmus diktieren und ein erfrischendes Eishockey zeigen, mit sehr viel Herz und Leidenschaft spielen. Es soll aber auf jeden Fall auch eine Struktur erkennbar sein, dass wir wissen, dass wir eine kompakte Truppe sind!“

Der Villacher, der als Spieler mit dem VSV einmal und mit dem EC Red Bull Salzburg zweimal österreichischer Meister wurde, möchte das U18-Team mit einem guten Fahrplan auf die WM in Slowenien vorbereiten. Dafür gilt es, auch neue Spieler zu beobachten: „In den nächsten Monaten werde ich viel mit den Vereinstrainern kommunizieren, natürlich auch viel selbst schauen, die Spieler beobachten und evaluieren, welche Spieler Teampotenzial haben. Im Eingangsmeeting habe ich auch gesagt, dass es für jeden Crack eine komplett neue Chance ist und dass sie sich jetzt beweisen können!“

Pinter und Harand suchen die richtigen Typen

Für Pinter und seinen Assistant Coach Patrick Harand sind charaktervolle Typen gefragt, die auch wichtige Rollen innerhalb der Mannschaft erfüllen: „Für uns ist bei der Sichtung wichtig, marschieren sie, stellen sie sich dem Wettbewerb, wollen sie gewinnen, haben sie diesen Biss und die Leidenschaft?“

Beim Training suchen Pinter und Harand immer wieder das direkte Gespräch mit den jungen Spielern. Die beiden ehemaligen Profispieler geben mit ihrer langjährigen Erfahrung während der intensiven und schweißtreibenden Übungen kurze Anweisungen und sorgen mit guten Ansprachen für die Vermittlung, was zu tun ist, den Sprung vom Nachwuchs in den Profibereich zu schaffen.
Obwohl die WM in Bled mit den Gegnern Slowenien, Italien, Südkorea, Polen und Estland erst in neun Monaten stattfindet, ist sie für den neuen Head Coach natürlich schon ein Thema: „Diese Länder haben eine gute Entwicklung genommen und sind teilweise auf der Überholspur, die schlafen nicht, die geben ordentlich Gas. Was wir bei vergangenen WMs gelernt haben, ist, dass man nicht zu weit voraus schauen darf während des Turniers. Du musst das Team auf jeden Gegner, egal wie er heißt, perfekt vorbereiten, du musst den Gameplan verfolgen und von Tag zu Tag schauen!“
Der erste Schritt für die Mission Aufstieg – vom Head Coach als Ziel definiert – wird in Ferlach bei hervorragenden Bedingungen gemacht. Philipp Pinter kommt bei der Ganzjahres-Eishalle ins Schwärmen: „Hut ab, was da herausgezaubert wurde. Wir haben perfekte Trainingsbedingungen, Eisfläche, Kraftkammer, Schusstraining-Möglichkeit, eine Halle der kurzen Wege auch mit dem Hotel. Wir fühlen uns sehr wohl, uns taugt auch das Flair!“

Direkt im Anschluss an das U18-Sommercamp startet am Montag, 25. Juli die Vorbereitung des U20 Herren Nationalteams auf die U20 WM in Edmonton, ebenfalls in der Eishalle Ferlach. Aufgrund zahlreicher COVID19-Fälle brach die IIHF vergangenen Dezember die U20 WM 2022 ab und lässt diese vom 9. August bis 20. August 2022 nachtragen. Philipp Pinter vertritt im August Teamchef Marco Pewal. Pinter war in den vergangenen fünf Jahren Assistenzcoach des U20 Nationalteams, kennt daher die Abläufe und wird im August von seinem Assistant Coach Patrick Harand unterstützt. Zu beiden U20 Weltmeisterschaften in diesem Jahr reist Sportdirektor Herren Roger Bader mit und füllt die Funktion des General Managers aus. Darüber hinaus steht er dem Coaching Staff beratend und unterstützend zur Seite.

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