Schönheide. (PM Wölfe) Vor 814 Zuschauern im Wolfsbau Schönheide standen die Schönheider Wölfe am Samstagabend im dritten Finalspiel der Regionalliga Ost-Saison 2025/2026 gehörig unter Druck.
Nach zwei Niederlagen am letzten Wochenende ging das Team von Coach Sven Schröder mit einem 0:2-Serienrückstand in die Partie und zeigte noch einmal eine engagierte und kämpferisch starke Leistung. Am Ende mussten sich die Wölfe jedoch auch im dritten Vergleich den Akademikern vom FASS Berlin mit 2:5 (0:2, 0:0, 2:3) geschlagen geben. Damit sicherten sich die Hauptstädter mit einem klaren 3:0-Seriensieg zum dritten Mal in Folge nach 2024 und 2025 die Meisterschaft.
Die Partie begann aus Sicht der Hausherren denkbar ungünstig. Bereits in der 5. Spielminute brachte Gregor Kubail die Gäste mit 1:0 in Führung. Nur knapp drei Minuten später erhöhte Dennis Thielsch in Überzahl auf 2:0 für FASS Berlin (8.). Ein früher Doppelschlag, der den Wölfen zunächst zusetzte. Doch anstatt sich hängen zu lassen, kämpfte sich Schönheide zurück ins Spiel und übernahm zunehmend die Kontrolle. Vor allem im zweiten Drittel erspielten sich die Wölfe ein deutliches Übergewicht und Chancenplus, scheiterten jedoch immer wieder am gut aufgelegten Berliner Schlussmann Marks Slavinskis-Repe, der mit mehreren starken Paraden die Führung seiner Mannschaft festhielt.
Mit Beginn des Schlussabschnitts keimte neue Hoffnung auf. Gerade einmal 15 Sekunden waren gespielt, als Tomas Rubes den verdienten Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Die Wölfe waren nun endgültig im Spiel angekommen und drängten auf den Ausgleich. Doch wie schon in den Spielen zuvor zeigte sich FASS Berlin eiskalt. Nur knapp zwei Minuten später stellte Daniel Volynec mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her (43.). Ein Nackenschlag für die Gastgeber, die weiterhin alles investierten, sich aber für ihren Aufwand nicht ausreichend belohnten. In der 52. Minute erhöhte Moritz Miguez in Überzahl auf 4:1 – eine Vorentscheidung in dieser Partie. Doch die Wölfe zeigten Moral und verkürzten ihrerseits nur wenig später ebenfalls im Powerplay durch David Novotny auf 2:4 (54.). In der Schlussphase setzte Schönheide alles auf eine Karte. Torhüter Kevin Kopp wurde mehrfach zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen, um vielleicht doch noch einmal heranzukommen. Doch die Gäste verteidigten konsequent und nutzten schließlich die letzte Aktion. Erneut Dennis Thielsch traf zehn Sekunden vor dem Ende ins leere Tor zum 5:2-Endstand.
Auch wenn das Ergebnis der Finalserie mit 3:0 für FASS Berlin deutlich ausfällt, spiegeln die Resultate nicht die teils engen und intensive Finalspiele wider. In allen drei Begegnungen waren es Kleinigkeiten, individuelle Fehler und die Effizienz vor dem Tor, die den Unterschied machten, genau wie es beide Trainer im Vorfeld prognostiziert hatten.
Aus Sicht der Schönheider Wölfe bleibt festzuhalten, die Mannschaft hat eine starke Saison gespielt und auch im Finale bis zur letzten Sekunde alles gegeben. Letztlich fehlte in den entscheidenden Momenten die nötige Durchschlagskraft sowie das Quäntchen Glück. Die Enttäuschung über die verlorene Finalserie ist verständlich, doch die Leistung der Wölfe verdient großen Respekt. Mit Einsatz, Leidenschaft und Teamgeist hat sich Schönheide als würdiger Finalteilnehmer präsentiert.
Glückwunsch an FASS Berlin zum verdienten Meistertitel und gleichzeitig Anerkennung an die Wölfe für eine starke Saison 2025/2026.
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