Kassel. (PM Huskies) Eine Achterbahn der Gefühle boten die Kassel Huskies ihren Fans am heutigen Sonntag.
Am Ende musste man sich den Lausitzer Füchsen mit 3:4 n.V. geschlagen geben. Zuvor lagen die Schlittenhunde bereits nach dem ersten Abschnitt mit 0:3 zurück. Nach tollem Kampf hatte man die Partie in die Verlängerung gebracht, dort jedoch nach 74:41 Minuten den K.O. kassiert.
Dabei kamen die Huskies eigentlich ordentlich in die Partie. Weidner hatte direkt zu Beginn die erste dicke Chance und auch Andrew Bodnarchuk setzte per Schlagschuss ein Ausrufezeichen (1.). Die Huskies hatten das Spiel gut im Griff. Valenti und Braun hatten weitere gute Chancen, scheiterten jedoch am erneut tadellosen Morrone im Lausitzer Kasten (beide 9.). Ausgerechnet in eigener Überzahl kamen die Schlittenhunde ins Straucheln. Nicht nur, dass sie kaum nennenswerte Torchancen kreierten, nein, zu allem Überfluss verlor Wilde als letzter Mann an der blauen Linie die Scheibe. Tom Knobloch startete durch, verlud Maurer und besorgte die von rund 150 Gästefans bejubelte Führung (12.). Nur Sekunden später hätte Knobloch beinahe nachgelegt, scheiterte jedoch ebenso an Maurer wie Keck im Break an Morrone auf der Gegenseite (beide 13.). Die Huskies agierten in dieser Phase unstrukturiert – und wurden prompt bestraft: Nach einem schlechten Wechsel war Hans Detsch in der Defensive auf sich allein gestellt, zog im direkten Duell gegen John Broda den Kürzeren und musste mit ansehen, wie der Puck zum 0:2 hinter Maurer einschlug (19.). Und damit nicht genug: handgestoppte 13 Sekunden später jubelten die Gäste schon wieder. Wieder war es Tom Knobloch, der goldrichtig gestanden hatte und einen Abpraller zum 0:3-Pausenstand einnetzte (19.).
Im zweiten Drittel hatten die Nordhessen dann endlich wieder zu ihrem Spiel gefunden. Weidner ließ die beste Möglichkeit auf eine frühe Antwort liegen, als er am bereits auf dem Eis liegenden Morrone scheiterte (23.). Doch dann war der Lausitzer Zerberus endlich mal nicht zur Stelle. Einen der seltenen Abpraller des kanadischen Keepers nutzte Dominic Turgeon und drückte den Puck zum 1:3 über die Linie (28.). Plötzlich war wieder Energie im Kasseler Spiel. Und kurz vor der Pause wurde es richtig laut in der Halle: Schütz versuchte es einfach mal mit einem Schlenzer von der blauen Linie und sein Schuss fand den Weg an Morrone vorbei ins Netz – 2:3. Die Huskies waren zurück in der Partie (39.)!
Im Schlussabschnitt drückten die Huskies dann auf den Ausgleich. Weißwasser agierte clever, nahm der Partie das Tempo und hielt die Huskies lange vom eigenen Tor fern. Schütz versuchte es aus der Distanz (45.) und auch Rutkowski hatte den Ausgleich auf dem Schläger (46.). Auch Keck fehlte bei einem feinen Lupfer die letzte Präzision (48.). Doch dann schlugen die Huskies im Powerplay zu: Wilde bekam im hohen Slot die Scheibe und jagte sie ohne Umschweife in die Maschen – 3:3 (48.). Der Ausgleich war verdient, aber hart erarbeitet. In der Folge drängten die Huskies auf die komplette Wende, doch Morrone sagte „Nein!“.
In der Verlängerung mussten die Huskies dann gleich mehrfach in Unterzahl agieren. Simon Schütz kassierte nach einem harten Check eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Doch die fünfminütige Unterzahl verteidigten die Mannen von Todd Woodcroft ebenso souverän weg wie die zweiminütige Strafe gegen Maciej Rutkowski kurz darauf. Dass die Verteidigungsarbeit Körner kostet, merkte man den Huskies deutlich an – und so kam es letztlich fast folgerichtig, dass Kyle Havlenas Schlenzer von der blauen Linie in der 75. Minute den Schlusspunkt unter die Partie setzte.
Tore:
0:1 Knobloch (SHG – 12. Min.)
0:2 Broda (19. Min.)
0:3 Knobloch (D’Aoust – 19. Min.)
1:3 Turgeon (Daugavins – 29. Min.)
2:3 Schütz (Valenti, Braun – 39. Min.)
3:3 Wilde (PP – Keck, Benson – 48. Min.)
3:4 Havlena (GWG – Tripcke, Jahnke – 75. Min.)
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