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Rapperswil. (PM Lakers) Die Lakers machen vorwärts mit dem Projekt für eine Trainingshalle. An einer gemeinsamen Medienkonferenz mit der Stadt Rapperswil-Jona zum Masterplan Lido... Trainingshalle der Lakers nimmt Formen an

© SC Rapperswil Media/PR

Rapperswil. (PM Lakers) Die Lakers machen vorwärts mit dem Projekt für eine Trainingshalle.

An einer gemeinsamen Medienkonferenz mit der Stadt Rapperswil-Jona zum Masterplan Lido präsentierten sie erstmals konkrete Pläne, Zahlen und Fakten.

Die Trainingshalle soll auf dem Areal des heutigen Ausseneisfelds südlich der St.Galler Kantonalbank Arena entstehen. Die Lakers treten dabei als Bauherr auf und übernehmen die Finanzierung. Gerechnet wird mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 9 Millionen Franken. Der Stadtrat wird der Bürgerschaft für die Errichtung der Halle an der Bürgerversammlung vom 6. Juni einen Investitionskredit in der Höhe von 1,8 Mio. Franken unterbreiten. Damit soll laut Mitteilung der Stadt «der dringend erforderliche Bedarf an Trainingsmöglichkeiten insbesondere für den Nachwuchs der Lakers rasch gedeckt werden.» Neben dieser Beteiligung an den Gesamtkosten wird die Stadt für die Betriebskosten aufkommen, die gegenüber dem heutigen Ausseneisfeld aufgrund der wesentlich längeren Betriebszeiten von neu 9-10 Monaten anstelle der heutigen 4 Monate um 350’000 Franken pro Jahr steigen werden.

Steter Zulauf zum Eissport

In einem Nutzungsvertrag zwischen der Stadt und den Lakers wird festgelegt, wie die Eisbelegung künftig für die Lakers, den Eislaufclub ECRJ und die Öffentlichkeit geregelt wird. Dass eine Trainingshalle dringend benötigt wird, zeigt unter anderem der Zulauf zum Eissport, der in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat: Ab der Saison 2024/25 laufen insgesamt 27 Teams unter dem Label Lakers, 20 davon im Nachwuchsbereich. Über 400 Kinder und Jugendliche spielen Eishockey oder besuchen die Hockeyschule, über 200 Mitglieder zählt mittlerweile der Eislaufclub ECRJ. Pro Saison organisieren die Lakers zudem mehr als 500 Spiele und Turniere. Dieses Wachstum ist im Grundsatz äusserst erfreulich, hat aber dazu geführt, dass für den Nachwuchs viel zu wenig Eis zur Verfügung steht, um alle Bedürfnisse abdecken zu können.

Trainingshalle für den Nachwuchs

Dass eine Trainingshalle auch in der Bevölkerung weitestgehend unbestritten ist, zeigt auch ein Blick zurück. Bereits in der Sportstättenstrategie 2001 der Stadt wird der Bau einer Trainingshalle als Absicht festgehalten. Die Bürgerschaft sagte in der Folge zweimal deutlich Ja zu einer Trainingshalle – beide Projekte wurden aber nie realisiert. Ohne Trainingshalle ist der Bereich Breitensport bei den Lakers zumindest gefährdet. Geschäftsführer Markus Bütler und Verwaltungsratspräsident Guido Brühwiler betonten an der Medienkonferenz denn auch, dass die Trainingshalle zu 100 Prozent ein Projekt zugunsten des Nachwuchses ist. Die bei den Lakers jährlich anfallenden Kosten für Unterhalt, Verzinsung und Amortisation betragen zusätzlich zum Beitrag der Stadt nochmals CHF 350’000.00 und bezeugen das starke Bekenntnis.

Die Lakers haben das Dossier Trainingshalle in den letzten Monaten vorangetrieben. Das vorliegende Projekt beinhaltet eine neue Eisfläche auf 26m x 58m, was den Normen für offizielle Spiele für Nachwuchs- und Breitensportteams entspricht. Die Halle bildet in der Aussenansicht eine optische Einheit mit der bestehenden Arena. So besteht die Fassade aus dem gleichen Material wie bei der grossen Halle und das asymmetrische Satteldach hat die gleiche Neigung wie die St.Galler Kantonalbank Arena. Im Inneren der Halle befindet sich auf 6 Metern über der Eisfläche ein Obergeschoss mit einer Fläche von 1300 m2, die für einen grossen Athletikbereich und 4 Garderoben mit den dazugehörigen sanitären Einrichtungen genutzt wird. Auf der gesamten Dachfläche entsteht eine PV-Anlage, die eine Jahresleistung von 500’000 kW/h hat. Aufgrund dieser Leistung mit dem zu erwartenden Energieverbrauch wird mit der Trainingshalle mehr Energie erzeugt als verbraucht.

Weitere Schritte nötig

Die baulichen Veränderungen im «Areal Lido» bedingen eine Anpassung des bestehenden Sondernutzungsplans, welcher aktuell zwischen der Stadt und dem Kanton im Rahmen einer Vorprüfung beurteilt wird. In den nächsten Monaten wird dazu ein Mitwirkungsverfahren durchgeführt. Noch sind bis zur Realisierung also einige Hürden zu nehmen. Sobald der Sondernutzungsplan vorliegt – voraussichtlich im Spätsommer – wird die Lakers Sport AG die Baueingabe vornehmen. Nach erfolgter Baubewilligung rechnen die Lakers mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten. Bei optimalem Verlauf könnte die neue Trainingshalle also im Herbst 2027 ihre Tore öffnen.

Bei der Präsentation des Masterplans «Areal Lido» informierten die Behörden zudem, dass die Eisinfrastruktur im Lido voraussichtlich noch mindestens 20 Jahre weiter betrieben werden kann. Danach soll gemäss Masterplan der Eisbereich in den Norden der Oberseestrasse verlagert werden. Zurzeit erarbeitet die Stadt zudem den Baukredit für die baulichen Massnahmen in der St.Galler Kantonalbank Arena für die Restnutzungsdauer von mindestens 20 Jahren. Die Bürgerschaft hat im März 2023 den entsprechenden Projektierungskredit genehmigt. Der Baukredit dafür soll der Bürgerversammlung im Dezember dieses Jahres unterbreitet werden.

Anmerkung: Bei den Illustrationen handelt es sich um Visualisierungen




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