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Krefeld. (MK) Licht und Schatten bei den Krefeld Pinguinen am Wochenende. Dem ersten Saisonsieg in Iserlohn folgte am Sonntag eine ernüchternder 0:7 Pleite gegen... Trainersuche in Krefeld vor dem Abschluss – Russische Sportjournalistin soll Direktorin der internationalen Marketing- und PR-Abteilung werden

Sergey Saveljevs – © Screenshot Krefeld Pinguine 2021

Krefeld. (MK) Licht und Schatten bei den Krefeld Pinguinen am Wochenende. Dem ersten Saisonsieg in Iserlohn folgte am Sonntag eine ernüchternder 0:7 Pleite gegen die Kölner Haie.

Geschäftsführer Sergey Saveljev nahm am Montagmittag zur aktuellen Lage Stellung, denn es tut sich etwas bei den Pinguinen. Nicht nur in Sachen Trainersuche, sondern auch im Bereich Marketing. Der Klub von der Westparkstraße möchte sich im Marketingbereich als eine internationale Plattform etablieren. Aber der Reihe nach.

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Mihails Svarinskis hatte die Mannschaft der Pinguine unter Interimstrainer Boris Blank am Freitag mit 6:3 den ersten Saisonsieg in Iserlohn eingefahren. „Es war eine richtig schwere Entscheidung. Ich kann nicht sagen, dass er etwas richtig falsch gemacht hat. Wahrscheinlich hat seine taktische Strategie nicht ganz zu dieser Mannschaft gepasst“, so Sergey Saveljev rückblickend auf die Zusammenarbeit mit Svarinskis. Die Negativserie von neun sieglosen Spielen sprach sicherlich nicht für den Nachfolger von Glen Hanlon (63), der ja ursprünglich den Posten des Headcoaches innehatte, aber kurz vor dem Saisonstart Krefeld auf eigenen Wunsch verlassen hatte.

Der neue starke Mann hinter der Bande soll am Dienstag oder Mittwoch vorgestellt werden. Es gibt zwei finale Kandidaten. Man scheint also schon sehr weit zu sein bei der Trainersuche. Das Anforderungsprofil beinhaltet, dass der zukünftige Bandenchef noch nicht in Deutschland gearbeitet haben soll, wie Saveljev etwas überraschend verriet. Warum das so sein soll, wollte er allerdings (noch) nicht preisgeben. Der neue Headcoach sollte mit einer kriselnden Mannschaft arbeiten können, ein Team aufrichten können und diese Fähigkeiten auch schon nachgewiesen haben. Wenn alles klappt und die Corona-Regularien auch bestanden sind, dann könnte der neue Headcoach kommende Woche Montag beim Derby in Düsseldorf erstmals hinter der Bande stehen.

Hinten, von links, Krefelds Interimstrios: Boris Blank, Sergey Savlejev und Igor Gross – © Sportfoto-Sale (JB)

Personell könnte sich auch noch etwas im Kader tun. „Alle Spieler, die kommen könnten, werden U23 Spieler sein“, verriet Saveljev. Ein heißer Kandidat soll der noch in Straubing spielende Maximilian Gläßl sein. Der Verteidiger bringe eine entsprechende Härte mit, wie Saveljev verriet. Nicht völlig ausgeschlossen ist, dass es noch einen Abgang geben könnte.

Weiterhin erarbeiten die Pinguine ein neues Marketingkonzept. Ein Teil darin ist auch eine neue Mitarbeiterin. Maria Bass (31) soll den Pinguinen vor allem auch auf interanationalem Parkett hilfreich sein. „Sie wird zukünftig Direktorin unserer Marketing- und PR-Abteilung sein. Sie ist ein großer Profi, hat auch schon unter anderem bei Zenit St. Petersburg, SKA St. Petersburg, in der MHL Organisation (russische Juniorenliga) und für TSN gearbeitet. Maria wird für mindestens eineinhalb Jahre kommen, genau wie unser Headcoach. Wichtig ist für uns, dass wir für die Sponsoren eine Plattform schaffen, auf der wir ein attraktives Produkt anbieten. Dadurch sollen sich wieder mehr Sponsoren zu uns hingezogen fühlen, wodurch dann auch wieder ein positiver Kreislauf entstehen soll“, so Saveljev. Brass soll demnach das internationale Feld beackern, während Mitarbeiter Fabian Herzog die nationalen und regionalen Sponsoren betreuen soll. Insgesamt sollen mindestens drei Mitarbeiter im Marketingbereich für die Pinguine tätig sein.

Der Kontakt zwischen Maria Bass und den Pinguinen entstand übrigens schon frühzeitig in einer Phase, als man erste Überlegungen hegte, wie man das Interesse des russischen Marktes wecken könnte. Ursprünglich sollte Bass für „Match TV“ (Russischer Sportkanal) eine Reportage über die Pinguine machen. Corona bedingt kam es dazu aber nicht. Der Kontakt und die Ideen wurden aber schnell vertieft, wodurch es dann jetzt letztendlich zur Zusammenarbeit kam.

Es tut sich also einiges bei den Krefeld Pinguinen. Die in den kommenden Tagen zu erwartenden Entscheidungen werden sicherlich von großem Interesse sein, da es sich ja um längerfristig angedachte Entscheidungen handeln soll.

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