
Krefeld. (RS) Im fünften Halbfinalspiel der Best-of-Seven-Serie zwischen den Krefeld Pinguinen und den Ravensburg Towerstars präsentierten sich die Gäste aus Oberschwaben mit einem veränderten Auftreten.
Von Beginn an setzten sie auf einen kontrollierten Spielaufbau aus einer stabilen Defensive heraus – ein Kontrast zu den beiden vorangegangenen Spielen in Krefeld.
Zwar begannen die Pinguine mit ihrer gewohnt druckvollen Offensive, doch Ravensburg ließ kaum Raum. Immer wieder liefen sich die Krefelder an der blauen Linie fest. Bereits in der vierten Minute konnte Mathew Santos hinter das Tor von Felix Bick ziehen und Robbie Czarnik anspielen, der inmitten dreier Pinguine zu viel Platz erhielt und flach zum 1:0 verwandelte. Krefeld kam zu einigen Abschlüssen, doch die besseren Chancen verbuchten die Gäste, wie etwa Fabio Sarto in der neunten Minute, dessen Versuch jedoch von Bick entschärft wurde.
Im Mittelabschnitt wurde das Spiel deutlich intensiver. Jon Matsumoto legte früh auf Lucas Lessio ab, der Sharipov ausspielte und zum Ausgleich traf. In der 25. Minute erhielt Sarto nach einem harten Check eine große Strafe mit Spieldauer. Nur wenige Sekunden später folgte Czarnik auf die Strafbank, sodass Krefeld eine doppelte Überzahl erhielt. Matsumoto nutzte das Getümmel vor dem Tor und bugsierte die Scheibe zur Führung über die Linie. Die anschließende Überzahl wurde jedoch nicht mehr konsequent ausgespielt, und Czarnik traf in Unterzahl sogar den Pfosten. Kurz darauf musste Lessio nach einem Foul an Santos für 2+2 Minuten auf die Strafbank, doch die Krefelder Unterzahlformation überstand die Druckphase, wobei Adam Payerl an Bick scheiterte. In der 38. Minute nutzte Santos erneut seine Übersicht, schnappte sich einen abgefälschten Schuss und überwand Bick über die Fanghand. In der Schlussminute des zweiten Drittels folgte der nächste Rückschlag für die Gastgeber: Nach einer vergebenen Krefelder Chance entwickelte sich ein schneller Gegenzug über Czarnik, der Santos bediente – dieser ließ Bick erneut keine Chance und stellte auf 3:2 für Ravensburg.
Die Towerstars legten zu Beginn des letzten Drittels nach. Ein Schuss von der blauen Linie wurde von Jan Nijenhuis vor dem Tor unhaltbar abgefälscht und brachte die Gäste mit zwei Toren in Front. Doch Krefeld antwortete prompt: Max Newton überwand Sharipov und verkürzte auf 3:4. Die Hoffnung der Seidenstädter währte bis in die Schlussminuten. In der 58. Minute eroberte Erik Karlsson an der Krefelder Spielerbank die Scheibe, zog in die Mitte und legte mustergültig für Czarnik auf, der mit seinem zweiten Treffer den 5:3-Endstand markierte.
Mit diesem Auswärtssieg sichern sich die Ravensburg Towerstars den dritten Erfolg in der Serie und führen nun mit 3:2. Für die Krefeld Pinguine bedeutet dies, dass sie im sechsten Spiel in Ravensburg unbedingt gewinnen müssen, um das Saisonende abzuwenden und ein entscheidendes siebtes Spiel zu erzwingen.
Endergebnis:
Krefeld Pinguine – Ravensburg Towerstars 3:5 (0:1, 2:2, 1:2)
Stand Halbfinalfinalserie
Krefeld Pinguine – Ravensburg Towerstars 2:3
Aufstellungen:
Krefeld Pinguine: Bick (Schulte) – Raabe, Vandane; Adam, Riefers; Buschmann, Söll – Lessio, Newton, Hirano; Weiß, Matsumoto, Müller; Cerny, Kretschmann, Fischer; Kuhnekath, Hops, Schütz.
Trainer: Thomas Popiesch.
Ravensburg Towerstars: Sharipov (Wiens) – Pfaffengut, Sezemsky; Mass, Jung; Ketterer, Eichinger; Gorgenländer – Czarnik, Karlsson, Santos; Dietz, Payerl, Nijenhuis; Latta L, Latta N, Hauf; Mühlbauer, Rollinger, Sarto.
Trainer: Bohuslav Subr.
Statistik:
Tore: 0:1 (03:36) Czarnik (Santos), 1:1 (23:20) Lessio (Matsumoto/Vandane), 2:1 (26:39) Matsumoto (Vandane/Müller) PP5-3, 2:2 (37:07) Santos (Karlsson/Sezemsky), 2:3 (38:45) Santos (Czarnik/Sharipov), 2:4 (40:27) Nijenhuis (Jung/Dietz), 3:4 (42:42) Newton (Lessio), 3:5 (57:12) Czarnik (Karlsson)
Strafminuten: Krefeld 4, Ravensburg 9 + Spieldauer Sarto
Schiedsrichter: Klein/Laudan.
Zuschauer: 7.036
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Stimme zum Spiel
Thomas Popiesch, Headcoach Krefeld „Unsere Leistung war ein Auf und Ab. Wir waren gerade am Anfang zu schläfrig. Beim 1:0 sind wir mit zu viel Tempo in den Angriff gefahren und kamen ungeordnet zurück. Das lässt sich auf das gesamte Drittel übertragen. Wir waren nicht nah genug an den Gegnern und hatten keinen Zugriff. Ab dem zweiten Drittel wurde es zwar besser. Da ging es Hin und Her. Aber hintenraus ist auch klar, dass wenn du Ravensburgs Top-Reihe fünf solcher Chancen gibst, dann werden sie die nutzen. Da waren wir in dieser Phase nach dem 2:1 einfach viel zu offen. Wir haben dann zudem auf der einen Seite eine gute Chance mit einer Einzelaktion und kassieren dann hinten das Tor, weil wir nicht richtig absichern. Das war heute unser größtes Problem, dass wir in der Defensive einfach nicht energisch genug waren. Man kann nicht jedes Spiel fünf oder sechs Tore schießen, um das Spiel zu gewinnen. Das ist ab und zu machbar, aber man sollte eher auf die Verteidigung wertlegen. Heute haben wir dort aber keine gute Arbeit geleistet. Wir müssen das abhaken. Am Freitag geht es weiter. Bisher waren in Ravensburg alles Spiele eng. Wir müssen dort defensiv besser stehen und die Chancen, die wir auch heute im letzten Drittel hatten, auch nutzen.“
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