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Nürnberg. (STM) Es war kein guter Auftritt der Nürnberg Ice Tigers an diesem Abend. Im vierten Heimspiel der Saison kassierten die Nürnberger völlig verdient... Tom Rowe: „Unterm Strich war das kein gutes Spiel von uns“ / 1-4 gegen Schwenningen – erste Heimniederlage für die Ice Tigers

Goalie 72-Leon Hungerecker (NIT) wehrt den Puck mit der Stockhand ab – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Es war kein guter Auftritt der Nürnberg Ice Tigers an diesem Abend.

Im vierten Heimspiel der Saison kassierten die Nürnberger völlig verdient die erste Heimniederlage. Beim 1-4 gegen die Schwenninger Wild Wings fanden die Ice Tigers über weite Strecken des Spiels kein Mittel gegen die konzentriert spielenden Gäste aus dem Schwarzwald. Den einzigen Nürnberger Treffer erzielte Charlie Gerard zum zwischenzeitlichen 1-2.

Es war bisher nicht die Saison auf fremden Eis für die Nürnberg Ice Tigers. Vier Auswärtsspiele, vier Niederlagen, so las sich die ernüchternde Bilanz bisher. Während man in den ersten drei Spielen untern Strich chancenlos war, stimmte zumindest der Auftritt am Dienstag in München etwas positiver. Über zwei Drittel hinweg waren die Ice Tigers das bessere Team, gingen aber allzu sorglos mit ihren Chancen um, ehe man am Ende der Qualität des deutschen Meisters nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Da konnte man schon von Glück sprechen, dass es heute wieder in der heimischen Arena gegen die Wild Wings Schwenningen um Punkte ging, konnte man doch alle drei bisherigen Heimspiele für sich entscheiden. Tom Rowe konnte auf alle Spieler zurückgreifen, auch Jack Dougherty gab nach seiner Verletzung in Augsburg sein Comeback. Im Tor bekam erneut Leon Hungerecker den Vorzug.

Lange währte die Freude auf ein erneutes Heimspiel aber nicht. Gerade einmal vierzehn Sekunden waren gespielt, da gingen die Gäste mit dem ersten Schuss bereits in Führung. Ein abgefälschter Schuss landete genau auf dem Schläger von Reisnecker, der völlig frei zum 0-1 vollendete. Auch in der Folgezeit wurde es nicht besser auf Nürnberger Seite. Schwenningen genügte eine konzentrierte Vorstellung um das Geschehen auf dem Eis zu dominieren.

Offensiv fanden die Ice Tigers überhaupt kein Mittel und defensiv wirkte das Team von Tom Rowe sehr fahrig, gewann wenig Zweikämpfe und konnte sich bei Leon Hungerecker bedanken, der den ein oder anderen Fehler seiner Vorderleute ausbügelte. Schwenningen machte sofort Druck, wenn die Ice Tigers im Puckbesitz waren und die Gäste machten geschickt die Räume eng. Erst spät im ersten Drittel hatten die Ice Tigers die erste klare Torchance an diesem Abend, aber Fox scheiterte frei vor Eriksson (16.).

Auch im zweiten Drittel wurde es zunächst nicht besser, ganz im Gegenteil. Ein furchtbarer Pass von Jack Dougherty in der eigenen Zone ermöglichte es den Wild Wings nachzulegen. Am Ende war es ausgerechnet Phil Hungerecker, der seinen Bruder zum 0-2 überwand (24.). Die Ice Tigers waren sichtlich verunsichert, auch das bisher so erfreuliche Powerplay funktionierte bisher nicht. Aber die Nürnberger versuchten irgendwie einen Weg zurück in die Partie zu finden und belohnten sich für ihren Einsatz und Willen. Eine feine Einzelleistung von Charlie Gerard brachte die Ice Tigers auf die Anzeigetafel. Mit einem herrlichen Schuss, hoch in die kurze Ecke, stellte Gerard auf 1-2 (37.).

Mit dem Anschlusstreffer im Rücken kamen die Ice Tigers mit viel Schwung aus der Kabine, Daniel Schmölz hatte im Powerplay die Chance auf den Ausgleich, aber Eriksson war zur Stelle (41.). Der Torhüter der Wild Wings rückte immer mehr in den Mittelpunkt. Wenig später bewahrte er sein Team erneut vor dem Ausgleich. In Unterzahl tauchte Fox alleine vor Eriksson auf, scheiterte aber beim Versuch, Eriksson mit einem Beinschuss zu verladen (47.).

Als es danach aussah, als könnten die Ice Tigers dem Spiel noch eine späte Wendung geben, schlugen die Wild Wings zu. Daniel Neumann vollendete einen Konter zum 1-3 (51.). Die Ice Tigers steckten auch diesen Rückschlag weg, nahmen bereits 3:30 Minuten nach einer Auszeit Leon Hungerecker vom Eis, den Treffer aber erzielte Schwenningen. Karachun traf zum 1-4 Endstand (58.). „Wir hatten zuletzt ein paar Spiele verloren und wollten heute vor allem die so wichtigen Kleinigkeiten richtig machen. Wir haben defensiv sehr gut gespielt, haben viele Schüsse geblockt. Das war eine gute Antwort meiner Mannschaft auf die letzten Spiele. Im Schlussdrittel wurde das Spiel noch einmal sehr eng, aber wir haben zum Glück im richtigen Moment das wichtige dritte Tor nachgelegt“, so Steve Walker nach Spielschluss.

Tom Rowe hingegen zollte dem Gegner für eine starke Vorstellung zurecht Respekt. „Schwenningen hat sehr stark gespielt und völlig verdient auch das Spiel gewonnen. Einsatz und Wille haben bei meiner Mannschaft gestimmt, aber unterm Strich war das kein gutes Spiel von uns“.

Weiter geht es für die Ice Tigers am Sonntag in Frankfurt. Nach der ersten Heimniederlage wäre es ein guter Zeitpunkt, die ersten Punkte auswärts einzufahren.






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