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Nürnberg. (STM) Ein Wechselfehler kurz vor Ende der Verlängerung kostete den Ice Tigers den möglichen Sieg und das Ende ihrer Niederlagenserie. So entschied Carter... Tom Rowe: „Unsere Mannschaft ist absolut intakt, keiner lässt sich hängen“ – Ice Tigers erarbeiten sich einen Punkt – Wechselfehler entscheidet das Spiel in Overtime

Nürnbergs Trainer Tom Rowe ist nach der Strafzeit gegen sein Team in der Verlängerung verärgert. – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Ein Wechselfehler kurz vor Ende der Verlängerung kostete den Ice Tigers den möglichen Sieg und das Ende ihrer Niederlagenserie.

So entschied Carter Rowney kurz vor dem Ende vor 4445 Zuschauern das Spiel zu Gunsten der Löwen Frankfurt. Trotz der 2-3 Heimniederlage war es ein ordentlicher Auftritt der Ice Tigers, die so aber trotz einer zwischenzeitlichen 2-0 Führung weiter auf einen Sieg warten müssen. Die Treffer für die Ice Tigers erzielten Fleischer und Kechter.

Es kein lohnender Ausflug für die Nürnberg Ice Tigers am Freitag in den hohen Norden nach Bremerhaven. Trotz einer ordentlichen Leistung verloren die Nürnberger am Ende mit 1-3 gegen die Fishtown Pinguins und mussten damit die achte Niederlage in Folge einstecken. Durch die gleichzeitigen Siege von Augsburg und Düsseldorf rutschten die Ice Tigers damit auf den vorletzten Tabellenplatz.

Da auch die Iserlohn Roosters heute überraschen in Berlin gewinnen konnten, waren die Ice Tigers heute gegen die Löwen Frankfurt enorm untern Zugzwang. Eine weitere Niederlage hätte den Vorsprung auf Iserlohn auf zwei Punkte schmelzen lassen Tom Rowe nahm einige Änderungen vor, Leon Hungerecker kehrte zwischen die Pfosten zurück und Evan Barratt musste heute auf der Tribüne Platz nehmen. Zu dürftig waren die Leistungen von Barratt in den letzten Wochen, offensiv kaum ein Faktor, defensiv sehr anfällig.

Es war ein sehr zerfahrenes erstes Drittel mit vielen kleinen Fouls und reichlich Strafzeiten auf beiden Seiten, Spielfluss kam er selten auf. Trotzdem waren die Ice Tigers das aktivere Team, mit viel Einsatz und Leidenschaft wollte man die Löwen früh unter Druck setzen. Das gelang auch, nach einem leichten Puckverlust von Lajunen bediente Kislinger den völlig freien Fleischer, der überlegt zum 1-0 einschoss (13.).

Von den Löwen war bis dahin offensiv wenig zu sehen, ein Konter über Schwartz brachte war die erste nennenswerte Chance der Gäste an diesem Abend (15.). Danach gab es wieder reichlich Strafzeiten auf beiden Seiten, gerade die Löwen präsentierten sich sehr undiszipliniert im ersten Drittel. So endete das erste Drittel mit einer doppelten Überzahl der Ice Tigers, die auch zu Beginn des zweiten Drittels noch Bestand hatte. Am Ergebnis änderte das aber zunächst nichts.

Kurz nachdem die Löwen wieder komplett waren, schlugen die Ice Tigers das zweite Mal an diesem Abend zu. Roman Kechter überraschte Cannata mit einem Schuss in die kurze Ecke (25.). Die Freude hielt aber nicht lange an, kurz darauf kamen auch die Gäste aus Frankfurt auf die Anzeigetafel. Cody Kunyk schloss einen Konter mit einem platzierten Schuss zum 2-1 Anschlusstreffer ab (26.).

Die Gäste waren nun deutlich besser in der Partie, spielten schnell aus der eigenen Zone und hatten viel Zug zum Tor. Auch das Powerplay funktionierte bei den Löwen. Nach einer Strafzeit gegen Braun war es erneut Cody Kunyk, der mit einem wuchtigen Direktschuss für den 2-2 Ausgleich sorgte (37.). Die Ice Tigers zeigten bis dahin ein ordentliches Spiel, investierten viel, schafften es aber nicht, den Vorsprung in die zweite Pause zu transportieren.

So mussten die letzten zwanzig Minuten zeigen, ob die Ice Tigers endlich ihre Negativserie würden brechen können. Einsatz und Wille stimmten weiter bei den Nürnbergern, zu klaren Chancen kam man aber zunächst nicht, auch das Powerplay wollte an diesem Abend nicht in Schwung kommen. Zudem konnte man bei den Ice Tigers nach acht Niederlagen in Folge eine gewisse Verunsicherung spüren, keiner wollte den entscheidenden Fehler machen und dafür verantwortlich sein, am Ende wieder ohne Punkte dazustehen.

Da auch die Löwen den entscheidenden Treffer nicht landen konnten, ging es nach sechzig spannenden, aber keinesfalls hochklassigen Minuten in die Verlängerung. Dort brachte ein Wechselfehler die Ice Tigers in eine bedrohliche Situation, nach einer Bankstrafe agierten die Ice Tigers in Unterzahl. „Das war eine denkbar schlechte Entscheidung der Schiedsrichter, über das komplette Spiel hat man die engen Wechsel laufen lassen, dann wird so eine Szene in der Verlängerung geahndet“, war Tom Rowe sichtlich unzufrieden mit der Entscheidung der Unparteiischen. Und die Ice Tigers mussten sofort den Preis für die zweifelhafte Entscheidung bezahlen. 29 Sekunden vor dem Ende beendete ein Treffer von Carter Rowney das Spiel und verlängerte die Niederlagenserie der Ice Tigers.

Nürnbergs #73 Roman Kechter vor Frankfurts Torwart #35 Joe Cannata (li.) zu Fall – © ISPFD


„Es war ein sehr enges Spiel, wir wollten von Anfang an bereit sein, aber Nürnberg war stark. Nach dem 0-2 hat uns der schnelle Treffer zum 1-2 wieder Leben eingehaucht. Zum Glück hat unser Torwart heute sehr stark gehalten und das Powerplay hat gut funktioniert. Ich bin sehr zufrieden mit den beiden Punkten, das Spiel hätte auch anders ausgehen können“, so das Fazit von Matti Tiilikainen.

Tom Rowe hingegen war die Frustration deutlich anzusehen: „Wir hatten einen guten Start, die ersten beiden Drittel waren gut von uns. Leider konnten wir die doppelte Überzahl nicht nutzen. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, unsere Einstellung hat gestimmt. Umso bitterer ist es dann natürlich, das Spiel auf diese Weise zu verlieren. Aber unsere Mannschaft ist absolut intakt, keiner lässt sich hängen. Ja, es ist schwer, aber wir werden da rauskommen“.






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