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Nürnberg. (STM) Eine verdiente 0-2 Heimniederlage mussten die Nürnberg Ice Tigers zu Hause im Derby gegen den ERC Ingolstadt hinnehmen. Ein Doppelschlag zu Beginn... Tom Rowe: „Gerade von unseren sogenannten Leistungsträgern kam heute eindeutig zu wenig“ – Ice Tigers unterliegen im bayerischen Derby

Ingolstadts #74 Travis St.Denis (mi.) trifft hier zum 0-1 für die Gäste. Links Nünbergs Torwart #72 Leon Hungerecker – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Eine verdiente 0-2 Heimniederlage mussten die Nürnberg Ice Tigers zu Hause im Derby gegen den ERC Ingolstadt hinnehmen.

Ein Doppelschlag zu Beginn des zweiten Drittels entschied das Spiel zu Gunsten der Gäste. Die Ice Tigers waren zwar über die komplette Spielzeit sehr bemüht, insgesamt war es gerade offensiv zu wenig, was den Nürnbergern gelang. So warteten die 5103 Zuschauer vergeblich auf ein Tor der Ice Tigers.

Man konnte es kaum glauben auf Nürnberger Seite, als Charlie Gerard am Freitag Abend in Düsseldorf 55 Sekunden vor dem Ende aus fast unmöglichem Winkel zum 2-1 Siegtreffer getroffen hatte. Wer die jubelnden Spieler auf der Nürnberger Bank sah, konnte erahnen, welche Last den Ice Tigers nach neun Niederlagen Folge von den Schultern abgefallen war. Die drei Punkte verschafften den Ice Tigers zumindest ein wenig Luft im Abstiegskampf und sollte vor allem auch die Köpfe der Spieler freimachen.

So nahm Tom Rowe keine personellen Veränderungen gegenüber dem Freitag wahr, einzig der erkrankte Niklas Treutle kehrte auf die Bank zurück. Mit dem Schwung aus Düsseldorf sollte im Derby gegen der ERC Ingolstadt der zweite Sieg an diesem Wochenende gelingen. Sechzig Minuten später war wieder Ernüchterung am Kurt-Leucht-Weg eingekehrt.

Zwar hatten die Ice Tigers die erste Chance an diesem Nachmittag, als Ryan Stoa völlig frei vor Garteig scheiterte (2.), damit hatten die Ice Tigers ihr offensives Pulver für lange Zeit verschossen. In der Folgezeit übernahmen die Gäste aus Ingolstadt das Kommando, waren eindeutig das bessere Team, ohne sich dabei scheinbar völlig verausgaben zu müssen.

Die Panther brachten den Puck schnell aus der eigenen Zone, ließen Puck und Gegner laufen und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor von Leon Hungerecker, der im ersten Drittel Schlimmeres verhindern konnten. So war das torlose Remis nach zwanzig Minuten noch das beste aus Sicht der Ice Tigers und deren Fans auf den Rängen, die zu Beginn des zweiten Drittels einen denkbar schlechten Start ihrer Mannschaft mit ansehen mussten.

Gerade einmal zwanzig Sekunden waren absolviert, da nutzte St. Denis eine Unaufmerksamkeit der Nürnberger Defensive, lief auf und davon und brachte im Fallen irgendwie den Puck an Leon Hungerecker vorbei (21.). Und es kam noch besser für Panther. Ehe sich die Ice Tigers nach dem Rückstand sortieren konnten, legte Ingolstadt nach. Philipp Krauß fälschte einen Schuss von Edwards gekonnt zum 0-2 ab (22.).

Die Ice Tigers versuchten sich zu wehren, aber es gelang ihnen offensiv einfach zu wenig gegen gut organisierte Panther. Auch eine doppelte Überzahl über fast zwei Minuten blieb ungenutzt, ohne dass es allzu gefährlich für Michael Garteig wurde. „Es gibt so entscheidende Phasen in einem Spiel, die doppelte Unterzahl war so eine. Wir haben das gut überstanden und das Momentum war auf unserer Seite“, so Mark French. So wurde es auf den Rängen in den ersten beiden Dritteln nur einmal richtig laut, als die Kameras Patrick Reimer eingefangen hatte, der seinen ehemaligen Kollegen einen Besuch abstatte. Bei der Leistung seiner Ice Tigers dürfte ihm aber auch die Freude vergangen sein.

Zu überlegen waren die Panther in den ersten beiden Dritteln, zu chancenlos waren die Ice Tigers, gerade auch in den engen Zweikämpfen behielten die Gäste fast immer die Oberhand. So blieb den Nürnberger nur noch die Hoffnung, im Schlussdrittel mit einem Tor den Weg zurück ins Spiel zu finden. Einstellung und Einsatz stimmten bei den Ice Tigers, Torchancen waren aber über weite Strecken die Spiels Mangelware.

Nürnbergs Trainer Tom Rowe – © ISPFD


Auch im Schlussdrittel versuchten es die Ice Tigers, aber Ingolstadt ließ wenig zu, blockten auffällig viele Schüsse und machten in der defensiven Zone kaum Fehler. So war ein Schuss von Lobach an die Unterkante der Torlatte für lange Zeit die einzig nennenswerte Nürnberger Chance (52.). Auf der Gegenseite verhinderte Hungerecker spektakulär gegen Njenhuis die vorzeitige Entscheidung (54.).

Kurz vor dem Spielende nahm Tom Rowe den gut spielenden Hungerecker vom Eis, am verdienten Sieg des ERC Ingolstadt änderte das aber nichts mehr. So mussten die Ice Tigers nach dem Sieg in Düsseldorf eine weitere bittere Niederlage einstecken. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, aber ab dem zweiten Drittel haben wir uns nicht mehr an unseren Plan gehalten, gerade von unseren sogenannten Leistungsträgern kam heute eindeutig zu wenig. Wenn wir so spielen, wird es für uns schwer. Wir müssen das Spiel einfach halten und viel laufen, das haben wir heute nicht gemacht“ so das Fazit von Tom Rowe.

Bleibt zu hoffen, dass es nicht wieder neun Spiele dauert, ehe es wieder Grund zum Jubeln gibt. Weiter geht es für die Ice Tigers am Freitag gegen die Adler Mannheim.






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