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Nürnberg. (STM) Es war ein toller Eishockeynachmittag an diesem Sonntag in Nürnberg. Dank einer überzeugenden Leistung bezwangen die Ice Tigers die Grizzlys Wolfsburg vor... Tom Rowe: „Alle vier Reihen hatten ihren Anteil an diesem Sieg“ – Starke Ice Tigers bezwingen Wolfsburg

Nürnbergs Trainer Tom Rowe (re.) bei einer Auszeit kurz vpr Spielende. – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Es war ein toller Eishockeynachmittag an diesem Sonntag in Nürnberg.

Dank einer überzeugenden Leistung bezwangen die Ice Tigers die Grizzlys Wolfsburg vor 4148 Zuschauern mit 3-2. Daniel Schmölz erzielte im Schlussdrittel den Siegtreffer, die weiteren Tore für die Ice Tigers erzielten Leonhardt und Fox.

Es war vermutlich die beste Saisonleistung, die die Ice Tigers an diesem Sonntag ihren Fans präsentierten. Über volle sechzig Minuten überzeugte das Tom Rowe mit nicht nur mit Einsatz und Leidenschaft, sondern war auch läuferisch und spielerisch absolut auf Augenhöhe mit den Gästen aus Wolfsburg, die in den letzten Jahren immer zum Besten gehörten, was die DEL zu bieten hatte.

Auch bereits am Freitag zeigten die Ice Tigers kein schlechtes Auswärtsspiel bei den Adlern Mannheim, aber Ende war es aber zu wenig, um etwas Zählbares mit nach Franken zu nehmen. Die Adler nutzten ihre Chancen eiskalt, während die Ice Tigers einfach vor dem Tor nicht konsequent genug waren und sich in der eigenen Zone den ein oder anderen Fehler zuviel genehmigten.

So waren die Ice Tigers heute vor heimischen Publikum unter Zugzwang, wollte man den Anschluss in der Tabelle nicht verpassen, zumal am nächsten Wochenende zwei weitere Auswärtsspiele anstehen. Mit den Grizzlys Wolfsburg kam allerding ein ambitionierter, wie gleichermaßen, unangenehmer Gegner nach Nürnberg.

Tom Rowe musste auf die beiden langzeitverletzten Hayden Shaw und Julius Karrer verzichten, der den Ice Tigers nach einer schweren Verletzung in den nächsten drei Monaten fehlen wird. So wurde ein Platz im Kader frei, den Lukas Ribarik als dreizehnter Stürmer einnahm. Den Start zwischen den Pfosten bekam erneut Leon Hungerecker.

Die Ice Tigers benötigten kurz, um in die Partie zu kommen, waren dann aber in den ersten zwanzig Minuten. In einem schnellen und guten DEL-Spiel war wieder die Chancenverwertung ein Thema. Im Powerplay scheiterte Gerard frei vor Strahlmeier mit einem Direktschuss (3.), auch später war es der starke Torhüter der Gäste, der den Ice Tigers das Leben schwer machte. Elis Hede scheiterte ebenso an Strahlmeier (8.), wie wenig später Cole Meier, der in Unterzahl alleine auf Strahlmeier zulief, aber den Puck den traf (19.).

Wolfsburgs #44 Nolan Zajac (li.) und Nürnbergs #13 Ryan Stoa (re.) – © ISPFD


Besser machten es die Grizzlys zu Beginn des zweiten Drittels, als die Nürnberger Verteidiger den aufgerückten Matt White übersahen, der Hungerecker mit einem platzierten Schuss über die Stockhand zum 0-1 überwand (22.). Wolfsburg hatte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt und beinahe hätte White noch einen zweiten Treffer nachgelegt, scheiterte aber am Pfosten (26.). Die Gäste waren nun deutlich besser in der Partie, das nächste Tor schossen aber die Ice Tigers. Im Powerplay war es Danjo Leonhardt, der für den verdienten 1-1 Ausgleich sorgte (29.).

Die Freude währte aber nicht lange. Ganze neun Sekunden benötigten die Grizzlys, um wieder in Führung zu gehen. JC Beaudin täuschte lange einen Querpass an, zog dann aber selbst ab und erwischten Hungerecker in der kurzen Ecke (29.). Wieder liefen die Ice Tigers einem Rückstand hinterher, wieder schlugen sie zurück. Dieses Mal war es ein fantastischer Konter, eingeleitet mit einem kurzen Pass in der eigenen Zone, Stoa bediente Fox genau im richtigen Moment, der Strahlmeier gekonnt zum 2-2 überwand (36.). Wenige Sekunden vor Drittelende hatte Böttner noch die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber mit der Rückhand an Strahlmeier (40.).

Die Ice Tigers kamen mit viel Schwung aus der Kabine, man spürte, dass die Nürnberger unbedingt die drei Punkte einfahren wollten. Erstmals an diesem Abend gingen die Ice Tigers in Führung, Daniel Schmölz traf punktgenau aus dem Handgelenk in die lange Ecke (45.). Der Rückstand schien die Gäste wieder wachzurütteln, in den Folgeminuten wurde es ein paar Mal richtig gefährlich vor dem Tor der Ice Tigers.

Darren Archibald hatte die beste Möglichkeit, aber Leon Hungerecker gewann das direkte Duell (49.). Mit der Zeit konnten die Ice Tigers das Spiel wieder etwas beruhigen, ehe Mike Stewart den starken Strahlmeier vom Eis nahm und mit sechs Feldspieler doch noch den späten erzwingen wollte. Mit viel Einsatz und Leidenschaft aber brachten die Ice Tigers das Spiel am Ende auch verdient nach Hause und belohnten sich damit für eine tolle Leistung.

„Nürnberg hat verdient gewonnen, sie haben heute härter gearbeitet und mit mehr Willen und Leidenschaft gespielt. Wir hatten zu viele leichte Puckverluste in der neutralen Zone. Das 2-2 nach vierzig Minuten war ein gutes Resultat für uns, aber im letzten Drittel war Nürnberg besser“, hatte auch Mike Stewart lobende Worte für die Gastgeber.

„Das war ein starkes Spiel von uns heute, alle vier Reihen hatten ihren Anteil an diesem Sieg und mit Leon Hungerecker hatten wir einen Torhüter, der in den wichtigen Momenten zur Stelle war. Seit dem Auswärtssieg in Ingolstadt spielen wir deutlich besser, auch in der eigenen Zone wird es besser, aber hier wartet noch Arbeit auf uns. Unterm Strich waren das heute drei verdiente Punkte gegen einen starken Gegner“, so das Schlusswort von Tom Rowe.

Weiter geht es für die Ice Tigers am Freitag in Straubing, ehe es am Sonntag in München zum Duell mit dem amtierenden deutschen Meister kommt.






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