Bad Tölz. (PM Löwen, Philipp Schmitz) Mit einer konzentrierten Leistung und konsequenter Zweikampfführung buchten die Tölzer Löwen im entscheidenden Spiel fünf gegen Hamm ihr Viertelfinalticket.
Mit 6:2 (1:0, 4:0, 1:2) ließen die Buam vor 2399 Zuschauern nichts anbrennen und können sich nun auf einen alten Bekannten freuen: die Tilburg Trappers! Die Serie startet am Freitag in den Niederlanden, am Sonntag trifft man sich in der Hacker-Pschorr Arena zu Spiel zwei.
Die Stimmung kochte schon von Beginn an auf den Rängen, mit der Zeit übertrug sich die Energie dann auch aufs Eis. Spätestens als Michael Schuster und Florian Kästele Pontus Wernerson Libäck kurz hintereinander an die Wand fuhren, war die Marschroute klar. Axel Kammerer startete am Dienstagabend mit vier Reihen, wobei er nach einem Check gegen den Kopf kurzzeitig auf Simon Manhart verzichten musste. Der Rookie kam jedoch nach ein paar Minuten wieder zurück. Spielerisch war auch das fünfte Aufeinandertreffen zunächst extrem eng. Nicolas Sauer, Sandro Schönberger und Michael Keränen vergaben gute Chancen. Auf der anderen Seite war vor allem die Reihe um die beiden Schweden mit ihrem hohen Tempo gefährlich. Im ersten Powerplay der Partie dauerte es nicht lange, bis Topi Piipponen per Direktschuss seine Löwen in Führung brachte (17.). Danach wurde es ungemütlich: Sahanoglu und Schulz gerieten zunächst aneinander, etwas später erwischte Florian Kästele im Vorbeifahren Kyle Hagen, der zu Boden ging. Die Aktionen gipfelten in der nächsten großen Strafe dieser Serie. Leon Schulz checkte Dominik Daxlberger gegen Kopf und Nacken, wodurch für den Hammer das Spiel nach Videobeweis beendet war. Den Großteil des Powerplays nahmen die Buam mit ins zweite Drittel. Daxlberger konnte nach kurzer Behandlungspause weiterspielen.
Die fünfminütige Überzahl konnten die Löwen dann gleich doppelt nutzen. Christoph Fischhaber arbeitete die Scheibe 38 Sekunden nach Wiederanpfiff über die Linie (21.). Nicolas Sauer schoss mit Ablauf der Strafe gleich das nächste Tor (25.). Kurz danach wurde es vor Enrico Salvarani brenzlig, doch Michael Schuster, der vorne und hinten zu finden war, checkte Moritz Israel kurzerhand um. Die Buam hatten klar das Momentum auf ihrer Seite, gaben den Eisbären kaum Zeit und machten hinten kompromisslos zu. Der angesprochene Schuster eroberte wenig später im Angriffsdrittel die Scheibe, wodurch Christoph Fischhaber per Tip-In der nächste Treffer gelang (35.). Keine Minute später nutzte Topi Piipponen eine Unaufmerksamkeit im Aufbau der Gäste, sah Keränen an seiner Seite und legte quer (36.). Mit vielen Nickeligkeiten ging das Drittel zu Ende.
Hamm legte einen guten Start ins letzte Drittel hin und konnte durch den zielstrebigen Thomas Zuravlev den ersten Treffer markieren (41.). Kurz darauf wurde es bei Kyle Hagen knapp, der mit Hilfe des Pfostens kein Gegentor kassierte. Sekunden später war er nach einem guten Pass von Nicolas Sauer auf Sandro Schönberger, der vor dem Tor lauerte, machtlos (44.). Die Buam schalteten einen Gang runter, Hamm warf nochmal alles nach vorne. Beinahe wären die Buam mit lediglich zwei Strafminuten ausgekommen, doch Maximilian Spöttel ließ zu lange das Bein gegen Jona Dannöhl stehen. In der Folge sprachen die Schiedsrichter eine Spieldauerstrafe aus. In Überzahl gelang Moritz Israel, der gut nachsetzte, das 6:2 (59.). Die Uhr lief runter und die Hacker-Pschorr Arena darf sich auf den nächsten Gegner freuen: die Tilburg Trappers!
| Auch interessant: Kader & Gerüchte DEL 2026/2027 |





Leave a comment