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Bad Tölz. (PM Löwen) Spannung ist derzeit bei den Löwenspielen garantiert. Die Buam verlieren mit 2:3 nach Verlängerung in Crimmitschau, kommen erneut zu einem... Tölz: Ein Fleißpunkt für die gezeigte Moral

Lubor Dibelka – © Sportfoto-Sale (SD)

Bad Tölz. (PM Löwen) Spannung ist derzeit bei den Löwenspielen garantiert.

Die Buam verlieren mit 2:3 nach Verlängerung in Crimmitschau, kommen erneut zu einem späten Ausgleich und sichern sich so zumindest einen Punkt an einem schweren Auswärtsstandort. Die Tölzer Löwen begannen wieder stark. Wie schon in Bayreuth waren sie im ersten Drittel die bessere Mannschaft. Ein aggressiver Forecheck, viele intelligente Sprints und eine gute Positionsverteilung auf dem Eis sorgten für eine Überlegenheit der Schwarz-Gelben. Doch die Buam konnten sich erneut nicht belohnen, liefen stattdessen wieder einem Rückstand hinterher. Mathieu Lemay schickte Scott Feser auf die Reise, der neben dem Oberkörper von Jimmy Hertel ein kleines Loch zur Führung nutzte. Wenig später hätten Thomas Merl und Markus Eberhardt ausgleichen und das Spiel sogar drehen können, stattdessen war es im Mitteldrittel erneut ein Konter der Eispiraten, der den Löwen mitten ins engagierte Herz stach. Dominic Bohac konnte eine hohe Scheibe nicht abfangen, das nutzte Vincent Schlenker per Alleingang zum 2:0 für die Eispiraten.

Die Westsachsen in diesem Abschnitt besser im Spiel, aber auch Bad Tölz weiter mit Chancen. Thomas Merl hatte eine gute Möglichkeit, vergab auch den Nachschuss selbst. So war es erneut ein dickes Brett, das die Buam im Schlussdrittel zu bohren hatten. Doch erneut stimmte die Moral. Die Löwen finden in den letzten Minuten immer nochmal Körner, die sie in Offensive ummünzen können. Mathieu Lemay setzte zwar mit seinem Bauerntrick ein erstes Zeichen, aber auch Thomas Merl hätte mit seinem Lattenschuss treffen können. Die Scheibe fiel hinter Gracnar auf Höhe der Torlinie herunter, aber Schlenker konnte wohl noch wenige Millimeter vor dem gültigen Bereich für seinen Schlussmann retten. Auf der Gegenseite eine ähnliche Situation, als Markus Eberhardt seinem Goalie bei Filip Reisneckers Versuch tatkräftig zur Seite stand.

So kam es in den Schlussminuten zum absoluten Showdown – spätestens, als Reisnecker für ein Haken auf die Strafbank musste und die Löwen mit zwei Mann mehr auf dem Eis waren. Brady vergab, Merl ebenso, aber der Kapitän Philipp Schlager fand eine Lücke im Eispiraten-Tor, das bis zu diesem Zeitpunkt wie vernagelt schien. Als Lubor Dibelka 13 Sekunden vor Ende zum Ausgleich traf, dürfte sich der eine oder andere Löwenfan an das vergangene Heimspiel erinnert haben – auch damals traf der 38-jährige kurz vor Schluss zum Punktgewinn. Leider war es das nicht mit Gemeinsamkeiten zum Duell gegen die Eislöwen, denn auch diesmal dauerte es keine Minute, bis sich der Gegner den Zusatzpunkt sicherte. Scott Timmins konnte nach 15 Sekunden alleine auf Hertel zulaufen und legte die Scheibe am Schlussmann vorbei.

Crimmitschau gewann das Spiel, Bad Tölz – erneut – ein großes Fleißsternchen.

3:2! Timmins sichert Eispiraten den Zusatzpunkt
Westsachsen schlagen Tölzer Löwen mit 3:2 nach Verlängerung

Crimmitschau. (PM Eispiraten) Die Eispiraten Crimmitschau haben am heutigen Freitagabend zwei Zähler gegen die Tölzer Löwen eingefahren.

Mit einem frühen Tor in der Overtime sicherte Scott Timmins seinen Farben den Zusatzpunkt, nachdem sich im Sahnpark bereits ein ungewolltes Déjà-vu ereignete. Erst 13 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit stellte Bad Tölz nämlich auf 2:2 und nahm den Hausherren die Chance auf drei Punkte – ein ähnliches Szenario wie bereits zur Derbyniederlage am Dienstag.

Ohne den erkälteten Willy Rudert ging es für die Eispiraten, die nach der Derbyniederlage am Dienstag einiges wieder gutmachen wollten, in das Heimspiel gegen die Tölzer Löwen. Der Tabellenelfte aus Bayern erwischte jedoch den etwas besseren Start und stellte Goalie Luka Gracnar oftmals mit verdeckten Schüssen vor schwere Aufgaben. Ein schnell vorgetragener Angriff brachte dann nach sechs Minuten aber die Führung für die Mannen in rot-weiß-schwarz. Mario Scalzos Aufbaupass lenkte Mathieu Lemay elegant weiter auf Scott Feser, der seinen Gegenspieler entwischte und vor Jimmy Hertel eiskalt blieb – 1:0 (6.).

Beide Mannschaften taten sich in der Folge aber weiter schwer. Sowohl bei den Crimmitschauern als auch bei den Tölzern schlich sich immer wieder der Fehlerteufel ein, wirkliche Großchancen ergaben sich aber weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Stramme Eispiraten-Pässe auf das lange Eck fanden zumeist keinen Abnehmer, Luca Gläser scheiterte mit seiner guten Möglichkeit an Hertel. Folgerichtig ging es mit einer knappen Führung für die Westsachsen in die erste Pause.

Die Eispiraten, die zu Beginn des Mitteldrittels zunächst eine Überzahl, dank einem konsequenten Penalty Kill, unbeschadet überstanden, wurden aber stärker und in ihrem Angriffsspiel zwingender. Immer wieder musste Jimmy Hertel sein ganzes Können zeigen, hatte nach 25 gespielten Minuten allerdings keine Chance zur Abwehr. Kapitän Vincent Schlenker setzte sich im Laufduell mit einem Gegenspieler durch und schlenzte den Puck über die Fanghand des Torhüters zum 2:0 (25.). Die Mannschaft von Marian Bazany hatte in der Folge etwas mehr vom Spiel, wenn auch die Tölzer mit einer kurzen Druckphase noch einmal brandgefährlich wurden. Luka Gracnar entschärfte, gemeinsam mit der aufmerksamen Hintermannschaft der Pleißestädter, aber die besten Möglichkeiten der Buam, die den Hausherren trotz kurzer Bank einiges abverlangten und auch körperlich immer präsenter wurden.

Das körperlich robuste Spiel diente auch im Schlussdrittel als Stilmittel der Tölzer Löwen, die sich trotz des Rückstandes nicht aufgaben und immer wieder den Weg zum Tor von Luka Gracnar suchten. Der slowenische Nationaltorhüter wurde nun immer öfter geprüft. Hinzu kam ein nichtgegebenes Tor der Gäste, welches die Bemühungen der Gaudet-Schützlinge noch einmal unterstrich. Die Crimmitschauer waren hingegen auf schnelle Konter und Gegenstöße aus und kamen so auch zu guten Gelegenheiten. Ein weiteres Tor sollte den Westsachsen aber nicht gelingen.

Es brachen die Schlussminuten an, die keine guten Erinnerungen weckten. Bereits am Dienstag verspielten die Westsachsen zwei wichtige Zähler gegen die Dresdner Eislöwen. Und es ereignete sich tatsächlich ein Déjà-vu. Filip Reisnecker musste den Gang in die Kühlbox antreten und die Tölzer witterten im Powerplay und zusätzlichem Feldspieler ihre Chance. Philipp Schlager war es, der den Puck in das Tor der Pleißestädter hämmerte und seine Farben in der 59. Minute zurück ins Spiel brachte – 2:1. Lubor Dibelka schlüpfte dann in die Rolle des Spielverderbers. Mit seinem Rebound erzielte er lediglich 13 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 2:2 (60.).

Ein Punkt war bereits verspielt, doch die Eispiraten schüttelten den späten Treffer der Löwen schnell ab. Lediglich 15 Sekunden waren in der Overtime gespielt, als Scott Timmins zum immens wichtigen 3:2 einschoss (61.). Der Kanadier bekam einen Steilpass an der Bande gerade so unter Kontrolle, ließ sich folglich von niemanden aufhalten und schob sehenswert zum Overtimesieg seiner Mannschaft ein. Die Crimmitschauer behalten so immerhin zwei Punkte im Sahnpark – eigentlich zu wenig, hatte man gut 59 Minuten bereits schadlos über die Bühne gebracht und erneut eine komfortable Führung spät aus den Händen gegeben.

Torfolge (1:0, 1:0, 2:2, 1:0)
1:0 Scott Feser (Mathieu Lemay, Mario Scalzo) 05:47
2:0 Vincent Schlenker (Patrick Pohl, Ty Wishart) 24:47
2:1 Philipp Schlager (Ian Brady, Lubor Dibelka) 58:56 – EA – PP1
2:2 Lubor Dibelka (Tyler McNeely, Cam Spiro) 59:47 – EA
3:2 Scott Timmins (Mathieu Lemay) 60:15 – OT
Zuschauer: 0

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