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Tilburg Trappers verlängern ihre Saison mit der WM – und siegen auch hier nach Belieben Tilburg Trappers verlängern ihre Saison mit der WM – und siegen auch hier nach Belieben
Tilburg. (MR) Nachdem die Tilburg Trappers zum dritten Male in Folge die deutsche Oberligameisterschaft gewonnen hatten, konnte ein Großteil der Trappers-Spieler eine weitere Woche... Tilburg Trappers verlängern ihre Saison mit der WM – und siegen auch hier nach Belieben

Tilburg. (MR) Nachdem die Tilburg Trappers zum dritten Male in Folge die deutsche Oberligameisterschaft gewonnen hatten, konnte ein Großteil der Trappers-Spieler eine weitere Woche Eishockey anhängen: sie bildeten das Gerüst der Niederländischen Nationalmannschaft, die sich seit vergangenem Montag bei der Weltmeisterschaft in der Div. 2 Gruppe A mit den Teams aus Australien, Serbien, Belgien, Island und China misst. Da die WM in Tilburg stattfand, war es für 15 Spieler auch noch ein Heimspiel, sogar in ihre angestammte Kabine ging es.

Bislang hatten die Gastgeber nach drei Spieltagen eine blütenreine Weste und Aufsteiger China, Island und Serbien „geputzt“. Aber auch Australien hatte seine Aufgaben gegen Island, Belgien und China fehlerfrei gelöst und folgte dem Absteiger der Vorsaison auf den Fersen. Am letzten Wochenende stand nun für die Niederlande die Begegnung mit dem Nachbarn Belgien auf dem Programm. Es wurde ein ziemlich einseitiges Spiel, die homogene Truppe der Oranjes legte im Startabschnitt gleich einmal vier Tore vor. Dann passte in eigener Unterzahl ein Befreiungsschuss von der eignen Grundlinie genau in den Knick, ehe Belgien zur Spielmitte auch endlich auf den Würfel kam. Die Hausherren allerdings zeigten sich um einiges abgeklärter und vor allem treffsicherer als der Nachbar, der auf den einen oder anderen Torgaranten in diesem Jahr verzichten musste. Am Ende wurde es bitter und zweistellig, mit 2:10 blieb Belgien dem großen Nachbarn deutlich unterlegen.

Australien gegen Serbien: nichts für schwache Nerven

Abends sollte auch Australien im Vergleich mit den Serben die weiße Weste behalten, ehe es am letzten Spieltag zum Aufstiegsduell zwischen den Niederlanden und Australien kommen sollte. Die Serben jedoch spielten nicht mit und legten ihrerseits zunächst zwei Tore vor. Hier war aber das Schiedsrichtergespann durch ein nicht unbekanntes Phänomen etwas mit beteiligt: im Startabschnitt wanderten nur Australier auf die Strafbank, sehr zum lautstark geäußerten Unmut ihrer Anhänger. Zur Spielmitte allerdings hatte Australien das kampfbetonte Spiel ausgeglichen, konnte es wenig später gar drehen. Am Ende schien den Serben ein wenig die Luft auszugehen, doch mit einem Kraftakt in eigener Unterzahl erzielte Marko Sretovic das zwischenzeitlich 3:4 für Serbien, und ohne Goalie 10 Sekunden vor der finalen Sirene fiel auch noch der Ausgleich! Eine turbulente Overtime brachte keine Ergebnisänderung, beim anschließenden Penaltyschießen war es der jeweils letzte (5.) Schütze, der für die Entscheidung sorgte: nachdem Australiens Beau Taylor getroffen hatte, konnte Marko Brkusanin diesmal nicht gleichziehen, denn Australiens Schlussmann Anthony Kimlin ließ sich nicht überwinden, und Australien holte sich mit 5:4 zumindest zwei Punkte ab.

Zwischenstand vor dem letzten Spieltag

Da mittags die bisher punktlosen Isländer auch gegen Aufsteiger China in einem diffusen Spiel keinen Weg gefunden hatten, stand Island bereits als Absteiger fest. Für Australien musste auf jeden Fall ein Sieg her, um den Gastgebern noch in die Aufstiegssuppe zu spucken.

Show down am Sonntag

Mittags ging es zwischen Belgien und China nur noch um die Verteilung der „Blechplätze“ 4 und 5. Belgien wollte sich mit einem zweiten Sieg zumindest versöhnlich vom Turnier verabschieden, doch es war eines der Spiele, die man beliebig hätte fortsetzen können, ohne das Tor zu treffen. Da half es auch nicht, wenn man versuchte, aus den Chinesen Sushi zu machen… Hinzu kam dann – wie bereits am Vortag – ein kurioses Eigentor, sodass am Ende ein 2:5 aus Belgischer Sicht und damit Platz 5 in der Endabrechnung stand.

Australien freut sich über Platz zwei in Tilburg - © by EH-Mag. (DR)

Australien freut sich über Platz zwei in Tilburg – © by EH-Mag. (DR)

Wer hat noch mehr Körner im Tank?

Das war die Gretchenfrage vor dem Aufstiegsduell zwischen Australien und den Niederlanden. Die Frage wurde aber ganz schnell beantwortet: Nach Toren von van der Schuit (2), Smid und van Oorschot gingen die Oranjes mit 4:0 in die erste Pause. Es folgten die Treffer 5 und 6 im mittleren Durchgang, und bis dahin hatte die Statistik ganze 6 Torschüsse der Männer von Down under gezählt. Der siebte Schuss traf dann zur Spielmitte endlich sein Ziel. Was die Niederländer aber nicht weiter störte: war man kurzfristig etwas nachlässig gewesen, konnte man auch ganz schnell die Zügel wieder ein wenig aufnehmen. Das Ende vom Lied war ein bedauernswerter Anthony Kimlin, der sein bestes gab, aber letztlich 9 der 66 Schüsse passieren lassen musste. Das war dann auch Kimlins Aussage bei seiner Auszeichnung zum besten Spieler des Spiels. Für Australien konnte einzig noch Thomas Powell einen zweiten Treffer erzielen. Nach kurzem Durchschnaufen war aber doch überwiegend Freude auf den Gesichtern der Australier zu sehen, dass sie wie im Vorjahr das Turnier mit der Silbermedaille abschließen konnten. Und die Niederlande greifen im nächsten Jahr wieder in der Div. 1 Gruppe B an.

Absteiger Island muss bis zuletzt ausharren

Auch das ist bitter, wenn man nichts mehr reißen kann und trotzdem noch bis zum allerletzten Spiel beim Turnier bleiben muss. So ging es Island, deren letztes Spiel gegen Serbien am Abend stattfand. Nach ausgeglichenem Startabschnitt fand Island trotz vieler Strafen gegen die Serben nicht zu einem Sieg, kassierte in den Schlussminuten gar ein Tor in doppelter Überzahl, wobei hier Islands Goalie Dennis Hedström absolut nichts machen konnte, denn er saß auf der Bank. Dass er am Ende des Turniers als bester Spieler Islands ausgezeichnet wurde, dürfte für Hedström ein schwacher Trost gewesen sein. Das Spiel endete übrigens 5:2 für Serbien, deren Bronzeplatz aber auch schon vor diesem Spiel festgestanden hatte.

Das Endklassement und die besten Spieler jeder Mannschaft

  1. Niederlande – Kilian van Gorp (Sturm)

  2. Australien  – Anthony Kimlin (Tor)

  3. Serbien  – Nemanja Vucurevic (Sturm)

  4. China  – Pengfei Zhang (Verteidigung)

  5. Belgien  – Sam Verelst (Sturm)

  6. Island  – Dennis Hedström (Tor)

Allen Teams eine gute und sichere Heimkehr, eine erfolgreiche neue Saison und bis zur nächsten Weltmeisterschaft, dann mit Kroatien, Australien, Serbien, China, Belgien und Spanien, möglicherweise in Belgrad / Serbien.

Foto: Aufsteiger in die Div. IB – Niederlande – © by EH-Mag. (DR)

Michaela-Ross

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