Home Deutschland DEL Tigers entdecken das Powerplay für sich beim 4:1 gegen eine undisziplinierte DEG – Bacashihua bleibt ein Tiger auch 2013/14
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Tigers entdecken das Powerplay für sich beim 4:1 gegen eine undisziplinierte DEG – Bacashihua bleibt ein Tiger auch 2013/14

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Endstation Bacashihua - Straubings neuer Goalie wird auch in der kommenden Saison das Tor der Tigers hüten - © by Eishockey-Magazin (EF)
Endstation Bacashihua – Straubings neuer Goalie wird auch in der kommenden Saison das Tor der Tigers hüten – © by Eishockey-Magazin (EF)

Straubing. (ma). Die schöne stille Zeit zwischen den Feiertagen genießen. Während es sich viele mit Tee bei Kerzenschein gemütlich machen, ging es im wahrsten Sinne des Wortes in Straubing richtig zur Sache. Mit Düsseldorf kam nicht nur der Tabellenletzte nach Niederbayern sondern auch noch die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga. Das bedeutet in Straubing traditionell, dass alle Alarmglocken läuten und das wohl auch zu recht. Denn zwei der vier Siege nach regulärer Spielzeit in dieser Saison konnte die DEG gegen Straubing einfahren. Zwar waren beide Spiele knapp mit 6:7 und 2:3 an die Düsseldorfer gegangen, jedoch spricht man im Lager der Tigers von zwei unnötigen Niederlagen. Die Rheinländer brachten noch zur Verstärkung ca. 300 Fans mit, denen es auch zu keiner Zeit langweilig wurde. Viele Zweikämpfe und Auseinandersetzungen gab es während des gesamten Spielverlaufs. Im ersten und letzten Abschnitt sammelten beide Kontrahenten 114 von den insgesamt 126 Strafminuten. Nur der Mittelabschnitt sorgte für eine kleine Verschnaufpause. Spielerisch gelang der DEG nicht viel, was sich in einigen Aktionen auch in Frust ummünzte. Die Tigers, die vor zwei Tagen bereits im Powerplayspiel in Ingolstadt zugeschlagen hatten, fanden Gefallen daran die numerische Überlegenheit auszunutzen. Dennoch ging man auch bei weiteren 5-3 Situationen leer aus, aber die drei Überzahltreffer waren allesamt schön herausgespielt. Die Siegchancen der Tigers stiegen aber auch durch das Fehlen des Stammkeepers Bobby Goepfert, der durch den jungen Björn Linda vertreten wurde. Der noch unerfahrene Goalie machte seine Sache recht ordentlich und zeigte gute Paraden, wie auch sein Gegenüber Jason Bacashihua, der aber nur halb so viele Schüsse abwehren musste.

Bevor es richtig rund ging, tasteten sich beide Teams erst einmal ab. In der neunten Minute hatte Rene Röthke die erste große Möglichkeit. Danach war erst einmal Schluss mit lustig. Eine Auseinandersetzung folgte auf die nächste und zum Teil wurde es richtig eng auf der Strafbank. Beide Teams schenkten sich nichts und während in anderen Stadien bereits das zweite Drittel lief, diskutierten die Schiedsrichter immer noch mit den Kapitänen beider Teams. Tore wurden auch geschossen und zwar auf Seiten der Tigers, die das Überzahlspiel für sich entdeckten. Gleich zweimal konnten sie die Überlegenheit ausnutzen. Zuerst war Tyler Beechey bei 5-3 erfolgreich und nur 88 Sekunden später Rene Kramer bei 5-4 Überzahl. Diesen zwei Tore Vorsprung nahmen die Tigers mit in die Kabine.

 

Den zweiten Abschnitt gingen beide Teams etwas disziplinierter an, wobei die Düsseldorfer weiterhin unnötige Strafzeiten produzierten. Davon profitierte Straubings Bester: Blaine Down. Er erzielte Powerplaytreffer Nummer drei an diesem Abend. Nach ihm folgte der ebenfalls enorm auffällige Tyler Beechey mit dem ersten Treffer, der nicht in Überzahl erzielt wurde. Beechey scheint grundsätzlich ein Auge für den freien Raum zu haben, denn er steht oftmals goldrichtig. Mit gütiger Mithilfe der Schiedsrichter, die wahrlich keinen leichten Stand hatten, erzielten die Düsseldorfer das 4:1 durch Rome in Überzahl. Blaine Down saß in der Kühlbox nachdem er zuvor einem Gegenspieler die Scheibe abluchste und dafür zwei Minuten Strafzeit bekam. Begründung war Beinstellen. Aber die Schiris korrigierten im zweiten Drittel auch einen eigenen Fehler, was auch nicht unerwähnt bleiben soll und Respekt verdient. Durch die bis dahin drei erzielten Powerplaytreffer fiel es gar nicht mehr so auf, dass die Tigers eine weitere fast zweiminütige doppelte Überzahl vergeigten.

Im Schlussabschnitt wendeten sich beide Teams wieder mehr dem Nahkampf zu. Großchancen bis auf die in Überzahl blieben aus. Ein Spielfluss wollte auch nicht mehr richtig zu Stande kommen. So wurden die Zuschauer noch mit ein paar Keilereien für ihr kommen belohnt.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Jason Bacashihua wurde von Stadionsprecher Peter „The Voice“ Schnettler gebeten nach dem Spiel noch auf dem Eis zu bleiben, denn überraschenderweise verkündete er die Vertragsverlängerung von Jason Bacashihua. Diese Worte aus dem Mund von Schnettler wurden von den Fans frenetischer gefeiert, als alle vier Tore zuvor im Spiel. Aufgrund der Klasse von Jason Bacashihua scheint dies eine sehr gute Entscheidung der Tigers-Führung zu sein, denn man kann hier bereits jetzt schon von einem guten Fang sprechen.

Stimmen zum Spiel:

 

Dan Ratushny (Straubing Tigers): „Mein Team hat in Unterzahl und Überzahl gut gespielt. In einigen Phasen waren wir diszpliniert und darauf können wir aufbauen.“

Christian Brittig (Düsseldorfer EG): „Die Schussstatistik spricht für sich (41-22). Wir haben drei Unterzahltore bekommen und dann wird es für eine junge Mannschaft natürlich schwer zurückzukommen. Bei 5-5 haben wir sehr ordentlich gespielt und mit dem Einsatz meiner Mannschaft und wie sie auch im Rückstand gekämpft hat bin ich sehr zufrieden. Es ist ein schweres Jahr für uns,aber wir müssen diese jungen Spieler weiterhin ausbilden.“

Aufstellung:

Straubing Tigers: Bacashihua – Elfring, Lewis; Osterloh, Brückner; Kramer, Ortolf –

Down, Beechey, Sparre; Schönberger, Meunier, Germyn; Stewart, Hussey, Röthke; Endraß, Hundhammer, Keil

 

Düsseldorfer EG: Linda – Gödtel, Ebner; Woidtke, Zanetti; Henry, Klingsporn; Martens, Paris – Kreutzer, Martinsen, Rome; Bostrom, Turnbull, Ridderwall; Preibisch, Mondt, Hofland

Schiedsrichter:

HSR: Klau – Krawinkel

LSR: Erdle – Höck

Straubing Tigers – Düsseldorf EG: 4:1 (2:0, 2:1, 0:0)

Tore:
1:0 (13:23) Beechey (Meunier, Down) PP2

2:0 (14:51) Kramer (Röthke, Stewart) PP1

3:0 (23:11) Down (Beechey, Lewis) PP1

4:0 (30:41) Beechey (Lewis, Osterloh)

4:1 (33:57) Rome (Mondt) PP1

Strafen: 36 + 10 + 10 – 40 + 10 + 10 + 10

Disziplinarstrafen: Hussey und Röthke – Martinsen, 2 x Henry

Zuschauer: 5739

Stars:

*** Down (Straubing)

** Beechey (Straubing)

* Röthke (Straubing)

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