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Helsinki. (PM ÖEHV) Mit dem 5:3-Erfolg über Großbritannien Montagabend schrieb Österreichs Herreneishockey Nationalteam als Wintersportart ein frühzeitiges Sommermärchen. Topresultate gegen sämtliche Eishockey-Großmächte, der erste... Teamspirit und Vorbereitung: Zwei Eckpfeiler des österreichischen Erfolges

ÖEHV Teamchef Roger Bader – © DEB / City-Press

Helsinki. (PM ÖEHV) Mit dem 5:3-Erfolg über Großbritannien Montagabend schrieb Österreichs Herreneishockey Nationalteam als Wintersportart ein frühzeitiges Sommermärchen.

Topresultate gegen sämtliche Eishockey-Großmächte, der erste Sieg in der Geschichte über Tschechien und am Ende in einem wahren Krimi gegen Großbritannien der geschaffte Klassenerhalt. Head Coach Roger Bader stand direkt in der Stunde des Triumphs Rede und Antwort, spricht über sein 100. Länderspiel, die Entwicklung des Teams, das Geheimrezept und die verdiente Klassenerhalts-Party.

Roger, kurz vor dem Großbritannien-Spiel meintest du, dein 100. Länderspiel bedeutet dir nur dann etwas, wenn man dieses Spiel auch gewinnt. Was bedeutet dir jetzt dieses Jubiläum?
Roger Bader:
„Nachdem wir gewonnen haben, freue ich mich jetzt über die Zahl 100. Es zeugt von Kontinuität wenn man 100 Länderspiele absolvieren kann, sei es als Spieler oder als Trainer. Das ist sehr speziell.“

Wie lautet dein Fazit zu dieser WM? Wie hat sich das Team entwickelt seit dem ersten Teamcamp in Linz Anfang April?
Roger Bader:
„Das Team hat sich irrsinnig gut entwickelt. Wir haben einige Wochen mit der Mannschaft gearbeitet und sie hat Woche für Woche Fortschritte gemacht. Das hat sich schon angedeutet bei diesen Topgegnern die wir vor dieser Weltmeisterschaft hatten. Das Schweden-Spiel in Wien, dann das Ostrava-Turnier, aber auch die Deutschland-Partie, wie die Mannschaft mit Selbstvertrauen spielt, auch gegen überlegene Gegner. Das haben wir weitergezogen zur WM selbst. Ich kann mich an Weltmeisterschaften erinnern, wo wir gegen Schweden 7:0, 8:0 verloren haben und nicht den Hauch einer Chance hatten. Jetzt hat die Mannschaft immer seine Chance geglaubt. Das war ein Prozess über einige Wochen, in denen die Spieler einzeln und als Gruppe ganz enorm Fortschritte gemacht hat.“

Ausschließlich Topergebnisse, darunter der historische 2:1-Sieg über Tschechien und der geschaffte Klassenrehalt dank des 5:3 über Großbritannien. Was war das Geheimrezept?
Roger Bader:
„Mehrere Dinge natürlich. Zum einen hatten wir in der Vorbereitung Zeit eine Mannschaft zu entwickeln. Es hat uns sicher auch geholfen, dass Salzburg in einer kurzen Phase Meister wurde und die Spieler früh bei uns einsteigen konnten in den ganzen Prozess. Das hat geholfen. So hatten wir bis auf Marco Kasper nahezu das WM-Team schon ab Camp drei beisammen. Das zweite ist sicher die Auswahl der Spieler, die nicht einfach nur gute Eishockeyspieler sind und auch physisch in der Lage sind auf diesem Niveau zu spielen, sondern es sind auch sehr gute Typen mit guten Charakteren. Wir hatten einen irrsinnig guten Teamspirit und ich glaube auch gegen Großbritannien hat man das gesehen. Ohne diesen Teamspirit hätten wir diese Partie vielleicht nicht mehr gedreht. Aber weil dieser Zusammenhalt in der Mannschaft so gut war, ist das sicher ein Geheimnis dieses Erfolges.“

Wie wird dieser Erfolg gefeiert?
Roger Bader:
„Ich bin mir sicher die Spieler haben nicht nur Kaffee getrunken. Sie sollen feiern, das haben sie sich verdient. Wir hatten so ein großes Programm in dem die Spieler immer nur ein, zwei Tage frei hatten zwischen den Camps und auch bei der WM selbst hatten wir mit sieben Spielen in zehn Tagen so ziemlich das schwerste Programm. Wir hatten nicht viele Möglichkeiten den Spielern komplett die Chance zu geben, dass sie wirklich über längere Zeit regenerieren konnten, und darum ist es mit Sicherheit hoch verdient, wenn sie diesen Erfolg feiern.“

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