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Stuttgart. (PM SEC) Der Stuttgarter Eishockey-Club feiert dieser Tage sein 25-jähriges Bestehen. Er kann dabei auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken, die von vielen Erfolgen... Stuttgarter Eishockey-Club begeht 25-jähriges Jubiläum

Stuttgart. (PM SEC) Der Stuttgarter Eishockey-Club feiert dieser Tage sein 25-jähriges Bestehen.

Er kann dabei auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken, die von vielen Erfolgen aber auch Niederlagen geprägt ist. Er schaffte vor allem eins: Kontinuität in der oft turbulenten Eishockey-Geschichte in der Landeshauptstadt. Das gilt vor allem für die Nachwuchsarbeit, die bis heute für die 309 Mitglieder im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht.

Eishockey in Stuttgart lebte nicht gerade von Kontinuität. Wer die geschichtliche Entwicklung der schnellen Mannschaftssportart in Stuttgart recherchiert, stößt auf viele Vereine, die oft nur für wenige Jahre aktiv waren. So verzeichnet die Chronik in den Jahren 1984, 1991 und 1996 jeweils eine Einstellung des Spielbetriebs und die Auflösung des Vereins.
Und so stand auch bei der Gründung des Stuttgarter Eishockey-Clubs am 22.12.1996 die Suche nach einer schnellen Nachfolgelösung im Fokus. Wenn der damals gegründete Stuttgarter Eishockey-Club (SEC) heute auf 25 Jahre zurückblicken kann, so ist das im Vergleich zu zahlreichen traditionsreichen Sportvereinen in Stuttgart eine kurze Periode – für einen Eishockeyverein in Stuttgart ist das aber eine durchaus beachtenswert lange Zeit.

Nun war auch die Zeit des SECs nicht von Krisen befreit. Sorge machte hier vor allem die erste Mannschaft und oft auch zu ambitionierte Ziele. So startete man im Jahr 2000 mit den „Stuttgart Wizards“ den Angriff auf die Oberliga, für die man sich auch 2002 qualifizieren konnte. Der Ausflug in die dritte Liga des deutschen Eishockeys endete aber zäh vier Jahre später mit dem Abstieg und der Insolvenz der Spielbetriebs-GmbH. Ein Neuanfang gelang durch eine Spielgemeinschaft mit Bietigheim, die als „Stuttgart Rebels“ startete. 2009 wurde die Spielgemeinschaft beendet, seitdem spielen die Stuttgart Rebels als erste Mannschaft des SEC ununterbrochen in der Regionalliga Süd-West.

Heute zählt der Verein 309 Mitglieder, insgesamt 136 Kinder und Jugendliche spielen in den sechs Nachwuchsmannschaften, darunter 28 Mädchen. Dazu kommen mit den Stuttgart Rebels und der Landesligamannschaft zwei Teams der Senioren. Der Einstieg der Kinder erfolgt in der Laufschule, wo sie das Schlittschuhlaufen erlernen und spielerisch an das Eishockey herangeführt werden. Mit dem Wechsel in die Spielklasse der Kleinstschüler (bis 9 Jahre) startet dann der Spielbetrieb – im Kinderbereich nur auf dem kleinen Spielfeld und mit anderen Regeln als bei den Senioren. Im weiteren Verlauf entwickeln sich die Fähigkeiten der Kinder und die Spielregeln nähern sich immer mehr der Regeln der Seniorenmannschaften an, die dann vollständig ab dem 18. Lebensjahr greifen. 2019 hat sich der SEC für das Fünf-Sterne-Programm des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) qualifiziert und unterstreicht damit die hohe Bedeutung einer qualifizierten Nachwuchsausbildung für den Verein.

In den vergangenen Jahren dürfte der SEC rund 1600 Heimspiele bestritten haben. Zusammen mit elf Übungsleitern betreut heute ein hauptamtlicher Trainer den SECNachwuchs, der aktuelle Headcoach Thomas Schneeberger ist der siebte in der Geschichte des Vereins. Die Stuttgart Rebels als erste Mannschaft sind aktuell in ihrer sechzehnten Saison. Zweimal – nämlich 2009 und 2010 – waren sie Meister der Regionalliga. In den sechzehn Jahren haben sie mit 8 Trainern ca. 300 Spiele bestritten. Die meisten Jahre war übrigens Marc-Stephen Wied dabei, der ganze zwölf Jahre für die Rebels auf dem Eis war und dabei 262 Spiele absolvierte. Diese Zahl dürfte nur noch Tim Becker knacken – zumindest wenn man auch seine Zeit bei den Stuttgart Wizards mitzählt: 301 Spiele kann er für sich verbuchen – dazu kommen noch weitere während seiner Zeit im Nachwuchs.
Die Zahl dürfte so schnell kein anderes Vereinsmitglied knacken.

Wie wird es beim Stuttgarter Eishockey-Club weitergehen? Die letzte Saison wurde abgebrochen, die aktuelle ist weiterhin stark vom Corona-Virus geprägt. Aber aktuell läuft der Spielbetrieb in allen Altersklassen. Die Rebels spielen in der aktuellen Saison oben in der Regionalliga mit – aktuell steht die Mannschaft von Trainer Jakob Vostarek auf dem dritten Tabellenplatz, die Qualifikation für die Play-Offs ist sicher. Finanziell ist man vorsichtiger geworden, was sich gerade in der Corona-Zeit als Vorteil erweist. Für die Zukunft wünscht man sich vor allem eine dritte Eishalle, da Eiszeiten heute bereits für die bestehenden Mannschaften zu knapp sind und weitere Angebote wie z. B. die Teilnahme an der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) des DEB oder eine eigenständige Frauenmannschaft nicht denkbar sind. Und das Ziel, mit den Rebels in die Oberliga aufzusteigen, hat man weiterhin. Nur ist man sich in der Zwischenzeit bewusst, dass dies nur auf einer soliden sportlichen und finanziellen Basis gelingen kann. Denn nur so können den ersten fünfundzwanzig Jahren der Vereinsgeschichte mindestens noch genau so viele zukünftige Jahre folgen.

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