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Berlin. (MK / PM EBB / MagentaSport) Zum zweiten Mal war in dieser Spielzeit Berlin keine Reise für die Iserlohn Roosters wert. Nach der... Strukturiert, systemtreu und effektiv: Starke Eisbären lassen den Roosters keine Chance

Auseinandersetzung zwischen Matt White (Berlin) und Joel Lowry (Roosters) – © Florian Pohl/City-Press

Berlin. (MK / PM EBB / MagentaSport) Zum zweiten Mal war in dieser Spielzeit Berlin keine Reise für die Iserlohn Roosters wert. Nach der 4:2 Niederlage Ende Januar unterlagen die Sauerländer auch am Sonntagabend in der Hauptstadt mit 5:2.

Berlin legte los wie die Feuerwehr. Pföderl bediente Noebels im Slot, der sich nicht lange bitten ließ und nach gerade einmal 105 Sekunden zum 1:0 trocken einnetzte. Die Eisbären setzten die Gäste weiter unter Druck und schienen da weiterzumachen, wo sie beim 5:1 Sieg in Bremerhaven aufgehört hatten. Allerdings schlugen die Roosters exakt drei Minuten nach dem Berliner Führungstreffer zurück. Riefers scheiterte mit seinem Konter zunächst an Niederberger im Kasten der Eisbären, aber im Nachsetzen brachte er die Scheibe zum 1:1 über die Linie. Die Hauptstädter blieben zunächst das aktivere Team. Noebels Pfostentreffer (5.), Foucault in Überzahl (9.) und White (12.) verfehlten aber den zweiten Treffer. Auf der Gegenseite verzog Iserlohns Bailey (13.) einen Konter neben das Tor. Boychuks harter Bandencheck gegen Whitney wurde mit der ersten Strafe gegen die Eisbären geahndet. Im Powerplay kassierte Tuomie die nächste Berliner Strafe, wodurch sich für 56 Sekunden sogar ein doppeltes Überzahlspiel für die Gäste ergab. Letztendlich aber sprang nicht viel mehr als Greniers Schusschance gegen gut gestaffelt verteidigende Eisbären heraus. Lowry (16.) aus der zentralen Position für die Roosters und Eisbär Foucault (19.) hatten die letzten erwähnenswerten Chancen im Anfangsdrittel.

Im Mittedrittel blieb Baileys frühe Strafe (21.) ohne Folgen für die Gäste aus dem Sauerland. Auf der anderen Seite taten sich die Roosters während der Strafe gegen Ramage (25.) schwer in ihre Powerplayformation zu finden. Wieder vollzählig profitierten die Hausherren von einem Wechselfehler der Roosters. Boychuk (27.) zog davon und verwandelte seinen Konter stark zum 2:1 für Berlin. Das Team von Headcoach Serge Aubin störte die Gäste früh im Spielaufbau und blieb das dominantere Team. Boychuk (31.) und Tuomie (35.) vergaben weitere Großchancen für die in diesem Drittel stark aufspielenden Berliner.

Die Hausherren blieben dem dritten Treffer auch nach der zweiten Pause näher als Iserlohn dem Ausgleich. McKiernan brachte mit einem Schuss vom äußeren Bullykreis ins rechte Eck dann in der 43. Minute auch die Berliner Überlegenheit auf die Anzeigetafel. Die Roosters bemühten sich nach dem Gegentreffer wieder mehr Akzente in der Offensive zu setzen. All ihre Bemühungen waren aber mit sehr viel Aufwand gegen die sehr strukturiert und systemtreu spielenden Eisbären verbunden. Für die Vorentscheidung im Spiel sorgte Deprés, der in der 48. Minute fast mühelos aus der zentralen Position auf 4:1 stellte. Boychuk (52., Lattentreffer) und White (56.) verfehlten den fünften Berliner Treffer. Iserlohns Interims-Headcoach Brad Tapper „opferte“ Keeper Jenike erstmals rund viereinhalb Minuten vor dem Ende für einen sechsten Feldspieler und signalisierte seinem Team damit klar, dass er dieses Match nicht frühzeitig abschenken wollte. Bailey (57.) traf nur den Pfosten und als Pföderl eine Strafe für die Eisbären kassierte schien zumindest noch einmal ein Hach von Spannung in der Luft zu liegen. Sechs Sekunden saß Pföderl auf der Sünderbank, als Whitney zum 4:2 Anschlusstreffer einnetzte. Boychuks „Empty-Net“ beseitigte aber 146 Sekunden vor dem Ende alle Zweifel am letztlich hochverdienten Berliner Sieg.

Für beide Teams geht es am kommenden Mittwoch in der Nord-Division weiter. Berlin reist nach Köln und die Roosters empfangen Krefeld.

Stimmen zum Spiel

Torsten Ankert bei MagentaSport: „Im Große und Ganzen hat Berlin besser gespielt als wir. Am Anfang haben wir ein paar gute Strafzeiten der Berliner gekillt. Das lief eigentlich gut. Berlin hatte trotzdem ein bisschen mehr vom Spiel. Sie sind relativ früh in Führung gegangen. Danach kommen wir zurück und dann sind wir im zweiten Drittel durch den Wechselfehler mit 3:1 in Rückstand gegangen. Berlin ist eine Topmannschaft, die das dann auch gut runterspielt. Aber da muss im Großen und Ganzen mehr von uns kommen“.

Zachary Boychuk über den Sieg bei MAgentaSport: „Wir waren in der Defensive sehr gut. Nach der kleinen Niederlagenserie haben wir uns auf uns konzentriert und gesagt, dass wir besser werden müssen. Die letzten Spiele waren super. Wir haben unsere Chemie zurück und konnten ein paar Siege holen.“ Das Erfolgsrezept ist „die Tiefe im Kader. Wir bekommen immer mehr… Wir bekommen vier gute Linien raus und beide Powerplay-Teams suchen das Tor. Ich mag die Mannschaft momentan sehr und hoffentlich können wir an der Spitze bleiben und gut gegen die Südgruppe spielen. Mal sehen, was dann in den Playoffs passiert.“

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mit dem Sieg bin ich natürlich zufrieden. Es war ein gutes, solides Spiel heute. Wir sind gut gestartet und das 1:0 kam für uns auch zur richtigen Zeit. Dann haben wir etwas zu verspielt agiert, uns nach dem Ausgleich aber auch wieder zusammengerissen. Mit der 2:1-Führung haben wir das Spiel relativ gut runtergespielt und als Mannschaft gut funktioniert.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel war ziemlich lange ausgeglichen. Man hat im Mitteldrittel gemerkt, dass das nächste Tor entscheidend sein kann. Ich denke auch, dass das Spiel da gewonnen wurde. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt da und haben das wichtige Führungstor geschossen. Danach haben wir defensiv sehr gut und kompakt gespielt. Es freut mich natürlich, auch einmal wieder getroffen zu haben. Das Tor heute macht mich noch unberechenbarer für den Gegner.“

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Das Spiel war nicht ganz so deutlich, wie das Ergebnis vermuten lässt. Es war eine enge Partie, wir haben unser Spiel aber über die gesamte Spielzeit durchgezogen. Ich spiele sehr gerne mit Simon Després zusammen. Wir ergänzen uns sehr gut und ich hoffe, es geht so weiter. Ich freue mich auch für ihn, dass er sein erstes Tor für die Eisbären geschossen hat. Mit Blick auf den engen Spielplan gegen die Mannschaften aus dem Süden, sind die letzten Spiele in der Nord-Gruppe sehr wichtig, um unseren Vorsprung in der Tabelle zu vergrößern.“

Endergebnis:
Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)
Aufstellungen:
Eisbären Berlin:
Niederberger (Ancicka) – Müller, Ramage (A); Wissmann (A), Hördler (C); Després, McKiernan – Noebels, Reichel, Pföderl; Olver, Streu, Tuomie; White, Boychuk, Foucault, Hänelt, Kinder, Mik – Trainer: Serge Aubin
Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) – O’Connor (A), Baxmann; Riefers, Ankert (C); Johnston, Reinhart; Buschmann – Weidner, Jentzsch, Raedeke; B. Aubin, Sutter (A), Lowry; Bailey, Grenier,
Whitney; Proske, Fleischer, Lautenschlager – Trainer: Brad Tapper

Tore:
1:0 – 01:45 – Noebels (Pföderl, Wissmann) – EQ
1:1 – 04:45 – Riefers (Whitney) – EQ
2:1 – 26:54 – Boychuk (Niederberger) – EQ
3:1 – 42:35 – McKiernan (Tuomie, Olver) – EQ
4:1 – 47:58 – Després (Pföderl, Reichel) – EQ
4:2 – 56:52 – Whitney (O’Connor, Bailey) – PP1
5:2 – 57:34 – Boychuk (Foucault, White) – EN

Strafen: Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 6 (4, 2, 0) Minuten
Schiedsrichter: Aleksi Rantala, Christopher Schadewaldt (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

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