Nürnberg (STM) Die Straubing Gegner sind alles andere als der Lieblingsgegner der Nürnberg Ice Tigers in dieser Saison.
Auch im dritten Aufeinandertreffen zogen die Ice Tigers den Kürzeren. Wieder war es ein Tor in den Schlussminuten, dass das Spiel zu Gunsten der Gäste entschied. Bei der 2-3 Heimniederlage vor 7038 Zuschauern trafen Karrer und Barratt für die Ice Tigers.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag empfingen die Nürnberg Ice Tigers die Straubing Tigers zum bayerischen Derby in Nürnberg. Mit drei Siegen in Folge hatte das Team mit Mitch O´Keefe in den letzten Tagen vor Weihnachten Fahrt aufgenommen und sich so zwei freie Tage erarbeitet. Heute bot sich die Gelegenheit, den ersten Sieg gegen Straubing in dieser Saison einzufahren. Beim letzten Aufeinandertreffen in Nürnberg verloren stark ersatzgeschwächte Ice Tigers das Spiel in den Schlussminuten.
Heute waren es umgekehrte Vorzeichen, die Gäste vom Pulverturm reisten nur mit sechs Verteidigern und zehn Stürmern an. Aber auch die Ice Tigers mussten kurzfristig auf den erkrankten Will Graber verzichten, der am Dienstag sein Comeback in Augsburg feierte. Graber war zwar schon im Stadion, musste dann aber mit Fieber passen. Tyler Spezia bekam eine Pause, Justus Böttner kehrte angeschlagen aus Augsburg zurück. Auch im Tor nahm O`Keefe einen Wechsel vor, Evan Fitzpatrick stand von Beginn an zwischen den Pfosten.
Es entwickelte sich von Beginn an ein packendes und temporeiches Spiel, beide Mannschaften schienen die Feiertage gut überstanden zu haben. Cole Maier hatte die erste Chance an diesem Nachmittag, sein Schuss verfehlte das Tor nur knapp (8,). Auf der Gegenseite prüften Leonhardt (10.) und Madden (12.) den aufmerksamen Fitzpatrick. Mit dem ersten Powerplay gingen die Gäste in Führung. Die Ice Tigers hatten kurz die Orientierung in der eigenen Zone verloren, Alex Green traf zum 0-1 (14.).

Die Ice Tigers hatte die passenden Antwort parat. Nach Zuspiel von Greg Meireles stoppte Julius Karrer den Puck zunächst mit dem Schlittschuh und traf dann gekonnt in die lange Ecke zum Ausgleich (16.). Kurz vor dem Drittelende wären die Ice Tigers in Überzahl fast noch in Führung gegangen, Haukeland parierte stark gegen Meireles.
Auch im Mitteldrittel war es über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel, die Gäste wurden immer dann gefährlich, wenn sie mit Geschwindigkeit durch die normale Zone kamen. Den nächsten Treffer erzielten aber die Ice Tigers. Wieder war es die Paradereihe um Evan Barratt, die erfolgreich war. Nach einem offensiven Puckverlust der Straubing Tigers schaltete Brett Murray am schnellsten und schickte Barratt auf die Reise, der Haukeland gekonnt zum 2-1 überwand (25.).
Auf der Gegenseite war es wieder der ehemalige Nürnberger Danjo Leonhardt, der aussichtsreich an Fitzpatrick scheiterte (30.). Wenig später erarbeitete sich Charlie Gerard den Puck im Forecheck, scheiterte dann aber allein vor Haukeland mit er Rückhand (34.). Ein dritter Treffer hätte den Ice Tigers gutgetan, so blieben die Gäste trotz der kurzen Bank im Spiel. Auch im Schlussdrittel war Straubing gut im Spiel und drängte auf den Ausgleich. Wade Allison hatte eine erste Chance (44.), Nick Halloran scheiterte nach einem Puckverlust von Barratt allein vor Fitzpatrick (49.).
Zwischenzeitlich scheiterte Ustorf mit einem Direktschuss an Haukeland (48.). Wenig später belohnten sich die Gäste für ihre offensiven Bemühungen. Bei angezeigter Strafe gegen die Ice Tigers war es Marcel Brandt, der humorlos zum verdienten 2-2 einschoss (51.). Auch die folgenden Minuten gehörten den Gästen, denen der Ausgleich zusätzliche Kräfte zu verliehen schien. Den Ice Tigers half auf ein spätes Powerplay nicht mehr, ganz im Gegenteil, nach einem Puckverlust in der eigenen Zone schockte Tim Fleischer die Nürnberger Fans mit dem 2-3 (59.).
Die Ice Tigers nahmen eine Auszeit und Fitzpatrick vom Eis, aber es sollte kein spätes Comeback mehr geben. Am Ende hatten sich die Straubing Tigers mit einem couragierten Auftritt die Punkte auch verdient. Für die Ice Tigers geht es bereits in zwei Tagen in Berlin weiter. „Wir müssen in Berlin wieder zu Punkten kommen. Ich war heute mit den ersten beiden Dritteln zufrieden, mit dem Einsatz und unserer Struktur, im dritten Drittel kam Straubing dann mit viel Energie und hat uns das Leben schwer gemacht“.
Craig Woodcroft hingegen sprach von einem „Charaktersieg“ und war sichtlich zufrieden mit seinem Mannschaft. „Es war ein gutes Spiel, sehr eng und hart umkämpft. Wir müssen aktuell mit einer kurzen Bank auskommen und haben unser Spiel etwas umgestellt, versuchen Energie an den richtigen Stellen zu sparen. Es war ein wichtiger Sieg gegen einen guten Gegner“.
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