Krefeld. (RS) Die Krefeld Pinguine empfingen am 52. Spieltag die Bietigheim Steelers zu einem Duell, das sportlich kaum noch Bedeutung hatte.
Krefeld stand bereits als Hauptrundenmeister fest, die Steelers hatten Platz fünf sicher und wussten längst, dass im Viertelfinale das Baden‑Württemberg‑Derby gegen die Ravensburg Towerstars wartet. Entsprechend entwickelte sich ein kontrolliertes, phasenweise abwartendes Spiel zweier Teams, die ihre Strukturen wahren und Verletzungen vermeiden wollten. Die Begegnung war von wenigen wirklich zwingenden Torchancen geprägt.
Bietigheim fand besser in die Partie. Ein früher Fehlpass von Leonhard Korus brachte Tamás Kánya in Abschlussposition, doch sein Schuss verfehlte das Tor. Kurz darauf scheiterte Pawel Dronia an Danny aus den Birken, der die Pinguine vor einem frühen Rückstand bewahrte. In der fünften Minute schlug Brett Kemp zu, dessen verdeckter Schuss den Weg ins Krefelder Tor fand. Auch im ersten Überzahlspiel blieben die Steelers gefährlich, Eckl und Fischer hatten gute Möglichkeiten. Krefeld fand erst gegen Drittelende etwas besser ins Spiel, blieb aber ungewohnt unstrukturiert im Angriff.
Im zweiten Drittel steigerten sich die Pinguine. David Cerny hatte in der 24. Minute die erste große Chance, kurz darauf prüfte Daniel Bruch den Bietigheimer Schlussmann. Der Druck nahm zu, und in der 25. Minute fiel der Ausgleich. Nach Videobeweis bestätigten die Schiedsrichter, dass Mathew Santos die Scheibe von hinter dem Tor um den Pfosten gedrückt hatte. Krefeld war nun besser im Spiel, doch die Steelers blieben gefährlich. Nuss und Kánya verpassten knapp, und in der 38. Minute traf Cole Fonstad im Powerplay zur erneuten Führung. Kurz darauf prüfte Kemp noch einmal aus den Birken, der sein Team im Spiel hielt.
Im Schlussdrittel versuchte Krefeld, das Tempo zu erhöhen, ohne jedoch die ganz großen Chancen zu kreieren. Newton scheiterte in der 43. Minute an Florian Mnich, und zwei Überzahlspiele brachten zwar mehr Scheibenbesitz, aber keinen Treffer. Santos hatte in der 48. Minute die beste Möglichkeit, doch Mnich parierte stark. In den letzten Minuten setzte Trainer Thomas Popiesch alles auf eine Karte und nahm aus den Birken früh für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Die Steelers verteidigten jedoch kompakt und ließen kaum gefährliche Abschlüsse zu.
Am Ende stand ein 2:1‑Auswärtssieg für Bietigheim, das damit zum zweiten Mal in dieser Saison in der Yayla‑Arena gewann.
Trainerstimmen zum Spiel
Endergebnis:
Krefeld Pinguine – Bietigheim Steelers 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)
Aufstellungen:
Krefeld Pinguine: aus den Birken (Sattler) – Köhler, Dybowski; Buschmann, Konze; Mebus, Korus – Gogulla, Newton, Santos; Müller, Matsumoto, Bruch; Weiß, Suess, Payerl; Zengerle, Cerny.
Trainer: Thomas Popiesch.
Bietigheim Steelers: Mnich (Nachtmann) – Uplegger, Schüle; Dronia, Sturm; Hochreiter, Jiranek; Kauhanen – Dostie, Fonstad, Fischer; Eckl, Kemp, Dugan; Ludin, Kanya, Reisnecker; Judin, Scheck, Nuss.
Trainer: Alexander Dück.
Statistik:
Tore: 0:1 (04:53) Kemp (Dugan/Schüle), 1:1 (24:58) Santos (Konze/Mebus), 1:2 (37:22) Fonstad (Uplegger/Dugan) PP5-4
Strafminuten: Krefeld 4, Bietigheim 8
Schiedsrichter: Gawlik/Klijberg
Zuschauer: 6.805
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