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Düsseldorf/Ratingen. (MR) Im zweiten Ratinger Heimtest der Düsseldorfer EG mussten die Iserlohn Roosters Federn lassen, die DEG gewann vor 1154 Zuschauern mit 5:2 (1:0...

Torwart Bobby Goepfert und Daniel Kreutzer verhindern eine Torchance des einschussbereiten Mike York – © by Eishockey-Magazin (DR)

Düsseldorf/Ratingen. (MR) Im zweiten Ratinger Heimtest der Düsseldorfer EG mussten die Iserlohn Roosters Federn lassen, die DEG gewann vor 1154 Zuschauern mit 5:2 (1:0 / 3:0 / 1:2) und zeigte schnelles und kämpferisches Eishockey.

Auch wenn die Gastgeber hinten öfter ins Schwimmen und durch ein Strafenplus mehrfach in Unterzahl gerieten, im Schlussdrittel auch längere Zeit gar mit zwei Spielern weniger agieren mussten, zeigten sie ein ansehnliches Spiel. Iserlohn konnte zu wenig aus den Fehlern der Gegner machen. DEG-Verteidiger Bernhard Ebner war heute der beste Feldspieler und konnte auch den ersten Treffer markieren (6. Min.) – über Torsteher Bobby Goepfert braucht man sicher kein Wort mehr zu verlieren, der ist einfach der Fels in der Brandung. Für Youngster Alex Preibisch war heute eine Premiere, er durfte sein erstes Spiel nach seiner Verletzung im Frühjahr bestreiten und das im Dress der DEG (von 1 oder 2 Kurzeinsätzen in der Saison 2009/10 einmal abgesehen, sein Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse), und in der vierten Reihe konnte er mehrfach seine immense Schnelligkeit zeigen. Die Trikots der Roosters helfen leider nicht gut bei der Spieler-Erkennung, da sie keine Nummer auf der Vorderseite haben!

Der mittlere Abschnitt begann mit Verspätung, weil die Schiedsrichter fehlten, was auch nicht alle Tage vorkommt. Die Strafe gegen die Sauerländer, die noch auf der Uhr stand, konnte seitens der DEG nicht genutzt werden, wie überhaupt das Penaltykilling der Gäste heute besser war als das Powerplay Düsseldorfs. Vom Bully weg konnte aber Drew Paris, der heute sonst mehr durch schlechte Pässe auf sich aufmerksam machte, den zweiten Treffer für Rot-Gelb erzielen, als die Roosters wieder komplett waren (25.). Zwischendurch zeigten Brittigs Jungs wieder Genie und Wahnsinn, verdaddelten die Scheibe im eigenen Drittel leichtfertig, um dann auf der anderen Seite wieder Kabinettstückchen zu zeigen, oder doch aus bester Position über die Scheibe zu hauen. Nachdem Michael Wolf an Goepfert gescheitert war, legte auf der anderen Seite Henry Martens das Spielgerät Richtung langen Pfosten, wo Verteidiger Alex Henry in die Bahn und die Scheibe ins Tor rutschte (36.). Dass Martens anschließend Youngster Marcel Kahle (ex DEG-DNL) das Fliegen lehrte, brachte ihm die wohlverdiente Ruhepause in der Kühlbox. Goepfert in letzter Instanz wusste aber Kurzdistanzschüsse zu blocken, zu begraben und Hoch-Weitschüsse zu fangen, Dieter Orendorz zielte neben das Tor. Als Wirbelwind Catenacci Martinsens Schuss in die Maschen verlängerte zum 4:0 (40.), wurden von den rot-gelben Stehplätzen Vergleiche zwischen den Roosters und den Füchsen Duisburg (OL) angestellt…

Mark Ardelan traf zum zwischenzeitlichen 4:1 für Iserlohn – © by Eishockey-Magazin (DR)

Eine Reststrafe gegen die Roosters im letzten Abschnitt brachte erneut keine Ergebnisänderung. Nach 3 ½ Minuten humpelte Iserlohns Thomas Holzmann vom Eis und zog eine Blutspur hinter sich her – eine Schlittschuhkufe hatte seinen Schuh (und nicht nur diesen) aufgeschlitzt. Gute Besserung! Nach der Düsseldorfer Auszeit (als Aufatmen nach zwei schlechten Pässen zu Icings) schien man sich auf ein bisschen Haken und Beinstellen verständigt zu haben, auch wurde Iserlohn stärker, wollte im Schlussabschnitt noch etwas reißen. So ließ sich die Reihe um Tino Boos regelrecht schwindlig spielen, doch Wolfs verdeckter Schuss landete sicher in Goepferts Fanghand. Dann wurde es eng auf den Strafbänken, unter tatkräftiger Mithilfe des Schiedsrichtergespanns Lennart / Klau füllte sich vor allem die DEG-Strafbank, dass zeitweise dort 4 Spieler saßen. Bei vermehrtem Platz (4-3) auf dem Eis gelang den Gästen der erste Treffer (Ardelan, 50.), doch die restliche Strafzeit, dann sogar mit 5 gegen 3 Feldspieler verlief folgenlos. Ein Verlegenheitsschuss von Daniel Kreutzer rutschte Sebastien Caron über die Fanghand (54.). Die letzte Strafe gegen Düsseldorf war gerade abgelaufen, Iserlohn noch in der Aufstellung, als Goepfert einen Strahl vom linken Bullykreis passieren lassen musste (Giuliano, 59.).

Dass sich Gruppen sogenannter Fans nach dem Spiel auf dem Parkplatz nur mit Polizeieinsatz trennen ließen, war dann der weniger schöne und vor allem unnötige Abschluss dieses kurzweiligen Hockeyabends.

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