
Rosenheim. (PM Starbulls) Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen hatte eine positive Reaktion von seinen Spielern gefordert – und die Mannschaft lieferte.
Der verdiente Lohn: der zweite Auswärtssieg der Saison und das gegen den zuletzt so stark auftrumpfenden Tabellenzweiten der DEL2, die Eispiraten Crimmitschau. Vom frühen Gegentreffer in der ersten Spielminute ließen sich die Grün-Weißen am Freitagabend nicht hinunterziehen. Taktisch und kämpferisch überzeugten sie auf ganzer Linie, spielerisch waren sie den Hausherren über die gesamte Spieldauer mindestens ebenbürtig. Stefan Reiter besorgte mit einem Powerplaytreffer den Ausgleich zum 1:1. In der Verlängerung tütete Dominik Daxlberger den Rosenheimer Zusatzpunkt ein.
Schlechter hätte die Partie im Crimmitschauer Sahnpark aus Rosenheimer Sicht nicht beginnen können. Eigentlich hatte Manuel Strodel das erste Bully gewonnen, trotzdem kamen die Hausherren in Scheibenbesitz. Die Starbulls bekamen keinen Zugriff, der Ex-Rosenheimer Thomas Reichel traf die Latte, auf Umwegen kam der Puck zu Ladislav Zikmund und der versenkte ihn aus kurzer Distanz unhaltbar zur Führung für die Westsachsen. Das Spiel war ganze 27 Sekunden alt …
Die Starbulls zeigten sich aber völlig unbeeindruckt, präsentierten sich bissig, kampfstark, taktisch clever. Das konsequente und gut strukturierte Rosenheimer Forechecking nervte die Gastgeber auffallend. Davon, dass der Tabellenzweite, der erst ein einziges von zuvor neun Heimspielen verloren hatte, gegen ein Team spielte, das in der Blitztabelle an diesem Freitagabend um kurz nach 20 Uhr auf den letzten Platz abgerutscht war, war nichts auszumachen. Phasenweise lagen sogar die spielerischen Vorteile auf Rosenheimer Seite. Lediglich klare Torchancen ließen auf sich warten. Sekunden vor der ersten Pause hatte Stefan Reiter den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aus guter Schussposition aber am sehr guten Eispiraten-Keeper Oleg Shilin.
Auch nach Wiederbeginn dominierten die Grün-Weißen und kamen rasch in den Genuss eines Überzahlspiels. C.J. Stretch visierte das offene kurze Eck an, Torwart Shilin rettete spektakulär (22.). Stefan Reiter besorgte per Schlagschuss das verdiente 1:1 (23.), Sebastian Streu unterstütze entscheidend durch seine Präsenz in der Schussbahn, die dem Crimmitschauer Schlussmann die Sicht nahm. Zwei weitere Überzahlsituationen im zweiten Spielabschnitt und eine im letzten Drittel konnten die Grün-Weißen nicht nutzen. In Unterzahl mussten sie nicht ein einziges Mal ran. Der Appell vom Cheftrainer, Strafzeiten zu vermeiden, fruchtete diesmal. Die Rosenheimer Zweikampfführung blieb bis Spielende intensiv, hart, aber geschickt.
Rosenheims Torwart Tomas Pöpperle spielte fehlerfrei. Gegen Hayden Verbeek (34.) und Ole Oleff (45.) zeigte er starke Paraden. Tatsächliche Crimmitschauer Druckphasen ließen die Starbulls nicht zu. Die Rosenheimer Fehlerquote im eigenen Drittel und im Spielaufbau fiel deutlich geringen aus, als zuletzt. Die wenigen Scheibenverluste konnte stets ein Mitspieler wieder ausbügeln. Der Führungstreffer für die Starbulls hätte kurz vor der zweiten Pausensirene fallen können, als Tyler McNeely auf Manuel Strodel zurücklegte, Torwart Shilin aber überragend parierte. Ehe das Spiel Mitte des dritten Drittels dann zerfahren wurde, war der zweite Rosenheimer Treffer mehrmals möglich. Strodel (48.), Daxlberger (49.) und Bastian Eckl (50.) scheiterten am starken Crimmitschauer Keeper.
In der Verlängerung blieben Torchancen zunächst aus, ehe Pöpperle gegen Tobias Lindberg retten musste (64.). Dann legte auf der anderen Seite der über die gesamte Spieldauer sehr präsente und engagierte Shane Hanna ideal für Dominik Daxlberger auf, der Rosenheimer Teamkapitän zog vom linken Bullypunkt aus dem Handgelenk ab und 43 Sekunden vor Ende der Overtime zappelte der Puck im Netz.
Dank des zweiten Auswärtssieges wächst das Rosenheimer Punktekonto auf 28 Zähler an. Nur zwei Punkte weniger hat der neue Tabellenletzte Eisbären Regensburg, den die Starbulls nun am Sonntag im ROFA-Stadion zu Gast haben, wo sie die starke Reaktion in Crimmitschau vor großer Kulisse bestätigen wollen. Spielbeginn ist um 17 Uhr, Eintrittskarten sind online auf www.starbuils.de /tickets und ab 15 Uhr am Stadion erhältlich.

Tryout für Chris Dodero
Mit Blick auf das bevorstehende und intensive Programm rund um den Jahreswechsel sind die Starbulls Rosenheim nochmal auf dem Spielermarkt tätig geworden und haben den 27-jährigen US-amerikanischen Stürmer Chris Dodero mit einem 8-wöchigen Tryout-Vertrag ausgestattet. Dodero wird bereits beim heutigen Mannschaftstraining teilnehmen.
In Verbindung mit der aktuellen Sperre von Reid Duke und mit Blick auf das intensive Programm rund um den Jahreswechsel haben die Grün-Weißen nochmal auf dem Spielemarkt zugeschlagen. Von den Grazer 99ers aus der ICEHL (vorher EBEL) wechselt der 27-jährige Stürmer Chris Dodero an die Mangfall. Dodero wird dabei mit einem 8-wöchigen Tryout ausgestattet und wird bereits heute beim Mannschaftstraining teilnehmen. Der Einsatz zum morgigen Spiel gegen die Eisbären Regensburg ist noch nicht gewiss.
Teaminterner Topscorer
Vor seinem Sprung nach Europa hat der gebürtige US-Amerikaner fünf Jahre seine Schlittschuhe für das American International College in der NCAA geschnürt. Dabei kam Dodero in 134 Spielen auf 24 Tore und weitere 45 Assists. Die erste Station in Europa war im slowenischen Ljubljana in der ICEHL, wo Dodero mit 10 Toren und 20 Assists in 39 Spielen zum teaminternen Topscorer wurde. Nach einem Jahr in Slowenien wechselte Dodero vor der Saison ligaintern nach Graz zu den 99ers.
Empfehlung von Travis Oleksuk
„Chris ist ein technisch guter und vor allem schneller, explosiver Stürmer, welcher sowohl die Center als auch die Linksaußen-Position bekleiden kann. Dabei weiß er auch nach hinten zu arbeiten. Nachdem sein Tryout in Graz nicht verlängert wurde, hatte Chris nun mehrere Optionen in Europa. Durch die Empfehlung vom letztjährigen Starbulls Stürmer Travis Oleksuk fiel die Entscheidung auf Rosenheim.“, so Headcoach Jari Pasanen.
Teil des Teamerfolgs werden
Chris Dodero äußert sich zu seinem Wechsel wie folgt: „Ich habe mich viel über Rosenheim und die Liga informiert. Es ist Wahnsinn, wie eng die Tabelle in der Liga ist, was es aber auch für mich enorm spannend macht. Ich möchte mich hier in Rosenheim beweisen und meinen Teil für dem Teamerfolg beitragen.“
Dodero wird künftig mit der Nummer 55 für die Starbulls Rosenheim auflaufen.


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