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Wien. (PM Capitals) Die spusu Vienna Capitals lieferten in ihrem vierten Pre-Season-Testspiel eine starke Leistung ab. Österreichs Hauptstadtklub lag im Duell mit dem DEL-Play-Off-Halbfinalisten... Starke Caps verlieren gegen Ingolstadt erst im Shootout

Alex Wall (links, Vienna Capitals) und Justin Feser (Ingolstadt) – © Vienna Capitals Media/PR Johannes Traub / JT-Presse.de

Wien. (PM Capitals) Die spusu Vienna Capitals lieferten in ihrem vierten Pre-Season-Testspiel eine starke Leistung ab.

Österreichs Hauptstadtklub lag im Duell mit dem DEL-Play-Off-Halbfinalisten ERC Ingolstadt bis zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit 2:1 in Führung. Mit zwei Mann mehr (Strafe gegen die Caps und Empty-Net Ingolstadt) gelang den Deutschen allerdings noch die Rettung in die Overtime. Nachdem diese torlos verlief, fiel die Entscheidung im Penalty-Schießen. Dort traf Chris Bourque als einziger Spieler und fixierte den 3:2-Heimsieg des ERC Ingolstadt nach Penalty-Schießen.

Head-Coach Dave Barr kann im vierten Vorbereitungsspiel erstmals auf seine beiden etatmäßigen Goalies zurückgreifen. Neuzugang David Kickert und Routinier Bernhard Starkbaum sind zurück von der verpassten Olympia-Qualifikation mit Österreichs Nationalteam und bilden das Tormann-Tandem. Kickert beginnt dabei als Starting-Goalie. Ebenfalls zurück vom Nationalteam ist Verteidiger Dominic Hackl. Neu im Line-Up scheint Shawn Lalonde auf. Der Kanadier mit dem gewaltigen Schuss feiert sein Debüt für die spusu Vienna Capitals. Verzichten muss Barr hingegen auf Cliff Pu. Der Stürmer wird wegen einer Unterkörperverletzung vorsichthalber geschont. Die Wiener Young Guns Timo Pallierer, Bernhard Posch, Alexander Maxa, Valentin Ploner spielten am Donnerstag-Abend im Farmteam Vienna Capitals Silver und sind daher nicht in Ingolstadt dabei.

Die spusu Vienna Capitals sehen sich vom ersten Startbully weg mit physisch starken Panthern des ERC Ingolstadt konfrontiert. Schon nach wenigen Sekunden bremst Jerome Flaake den gewohnt temporeich vorstoßenden Caps-Verteidiger Alex Wall mit einem wuchtigen Check (1. Min.). Für den ERC Ingolstadt ist es der letzte Test vor dem DEL-Start, am nächsten Wochenende gegen Schwenningen. Dementsprechend aggressiv agieren die Deutschen auch auf dem Eis. David Kickert muss in der Anfangsphase gleich zwei Mal seine Qualitäten in brenzligen Situationen zeigen. Auf der Gegenseite hat Sascha Bauer die erste gute Möglichkeit für die spusu Vienna Capitals. Der Wiener, einer von elf im heutigen Line-Up, kommt von hinter dem Tor zur linken Stange. Sein Backhand-Schuss findet aber nicht den Weg hinter die Linie (4. Min.). Kurz darauf steht es 1:0 für die Hausherren. Wayne Simpson wird an der blauen Linie der Caps übersehen. Der Steilpass aus dem Ingolstadt-Drittel kommt an und der US-Amerikaner lässt Kickert im Eins-gegen-Eins keine Chance (5. Min.). Die Gäste aus Wien bringt der frühe Rückstand nicht aus dem Konzept. Die Hauptstädter finden fortan besser ins Spiel. Nachdem Kickert, bei Möglichkeiten u.a. von Brandon DeFazio auf dem Posten ist, wird Corey Tropp gefährlich. Seinen Querpass in den Slot kann Jordan Caron aber nicht entscheidend ablenken (7. Min.). In Minute 9 jubelt das Team von Head-Coach Dave Barr dann aber über den Ausgleich. Neuzugang Shawn Lalonde bedient Sutter, mit einem überlegten Pass vom linken Bullykreis, im Slot. Der Stürmer drückt die Scheibe zum 1:1 über die Linie (9. Min., PP1). Die spusu Vienna Capitals meistern in der Folge mit vereinten Kräften eine mehr als eine Minute andauernde doppelte Unterzahl und haben mit Kickert weiter einen sicheren Rückhalt. In Minute 13 hat Wien sogar die Chance auf den Shorthander. Simon Gnyp verliert die Scheibe an der blauen Linie der Caps-Zone. Christof Kromp ist auf und davon, scheitert aber im Eins-gegen-Eins an Karri Rämö (13. Min.). In der Schlussphase des ersten Drittels kochen erstmals die Emotionen über. Dominic Hackl liefert sich mit Simpson ein intensives Duell vor dem Caps-Tor. Mehrere Spieler kommen dazu und es gibt Strafen.

Die spusu Vienna Capitals gehen somit mit einem Powerplay in den Mittelabschnitt, können dieses aber nicht nutzen. Fast gelingt Ingolstadt der Shorthander. Doch Mirko Höfflin scheitert am bestens aufgelegten Kickert (21. Min.). Die neutrale Zone wird mit steilen Pässen immer wieder schnell überbrückt. Niki Hartl ebenso auf die Reise geschickt, bringt den Puck aber ebenfalls nicht am Goalie vorbei (25. Min.). Zwei Strafen gegen Ingolstadt binnen weniger Sekunden sorgt zur Mitte der Partie für eine doppelte Überzahl der spusu Vienna Capitals. Dort hat Caron dann die Top-Chance auf die Führung. Mit einem Querpass durch den Slot von Tropp bedient, kann der Kanadier die Scheibe aus kurzer Distanz aber nicht ins leere Tor einkehren (28. Min.). Nachdem Kickert bei einem No-Look-Schuss von Chris Bourque seine Fanghand gekonnt ausfährt, jubeln die Gäste aus Österreichs Bundeshauptstadt kurz darauf über die Führung. Charlie Dodero zieht im Powerplay aus der Distanz ab. Hartl verdeckt Rämö die Sicht und der Puck zappelt im Netz zum 2:1 (32. Min., PP1). Die spusu Vienna Capitals haben danach sogar die Top-Möglichkeit ihre Führung vor der zweiten Pause noch auszubauen. Youngster Armin Preiser geht mit einem „Lupfer“ an einem ERC-Defender vorbei. Sein Querpass in den Slot landet auf der Backhand von Kromp, der keinen Druck hinter die Scheibe bekommt (36. Min.). Darüber hinaus landet ein verdeckter Schuss von Wall an der linken Außenstange (38. Min.).

Das Schlussdrittel beginnt fast mit dem dritten Treffer der spusu Vienna Capitals. Im Vier-gegen-Vier bedient Lalonde mit einem überlegten Pass Hartl. Doch der Stürmer verpasst es die Scheibe im Tor unterzubringen (41. Min.). Lalonde, im Sommer aus der KHL zu den Caps gestoßen, bringt sich offensiv deutlich ein. In Minute 43 zieht der Mann mit dem wohl härtesten Schuss der Liga ab, findet jedoch in Rämö, der gut den Winkel verkürzt, seinen Meister (43. Min.). Die Partie plätschert in der Folge ein wenig dahin, gute Möglichkeiten bleiben Mangelware. Bis zur 49. Minute. Wieder sorgt Wiens erste Linie für Gefahr. Tropp mit der Hereingabe von rechts in den Slot. Caron scheitert mit der Deflection an Rämö (49. Min.). Head-Coach Dave Barr gibt den jungen Wienern wieder viel Eiszeit. Lukas Pohl, 20-jähriger Eigenbau-Stürmer, zeigt mehrmals sein Talent. Darüber hinaus befinden sich im Line-Up mit Patrick Antal (20), Armin Preiser (20), Lukas Piff (20) und Fabio Artner (22) noch vier weitere Young Guns. Drei Minuten vor dem Ende kommt es zu wilden Szenen. Preiser und Caron sind in eine schlagkräftige Auseinandersetzung mit zwei Spielern vom ERC Ingolstadt involviert. Die Hausherren erhalten ein Powerplay und kommen mit zwei Mann mehr (Rämö hat für einen zusätzlichen Feldspieler sein Tor verlassen) zum Ausgleich. Flaake fälscht einen Distanzschuss, 125 Sekunden vor der vermeintlichen Schlusssirene, im Slot zum 2:2 ab (58. Min.).

Nachdem die Overtime torlos verläuft, fällt die Entscheidung im Penalty-Schießen. Dort trifft Chris Bourque als einziger Spieler und fixiert somit den 3:2-Sieg des ERC Ingolstadt.

ERC Ingolstadt – spusu Vienna Capitals 3:2 n. PS (1:1, 0:1, 1:0, 0:0, 1:0)

Tore ERC: Wayne Simpson (5. Min.), Jerome Flaake (58. Min.), Chris Bourque (65., PS)

Tore CAPS: Brody Sutter (9. Min., PP1), Charlie Dodero (32. Min., PP1)

Line-Up spusu Vienna Capitals

Goalies: #70 David Kickert | #29 Bernhard Starkbaum

1. Linie: #42 Alex Wall (A), #7 Matt Prapavessis – #57 Jordan Caron, #19 Brody Sutter, #12 Corey Tropp

2. Linie: #5 Dominic Hackl, #25 Shawn Lalonde – #50 Mario Fischer ©, #9 Matt Neal, #96 Niki Hartl

3. Linie: #2 Lukas Piff, #91 Charlie Dodero – #10 Patrick Antal, #37 Christof Kromp, #3 Armin Preiser

4. Linie: #4 Phil Lakos (A) – #11 Sascha Bauer, #23 Fabio Artner, #25 Lukas Pohl

Statement Dave Barr, Head-Coach der spusu Vienna Capitals: „Ich bin sehr zufrieden mit unseren Special-Teams. Uns gelangen beide Tore im Powerplay. In Unterzahl ließen wir hingegen gegen diesen offensiv starken Gegner nur einen Treffer zu. Mir hat sehr gefallen, wie mein Team körperlich aufgetreten ist. Jeder hat für den anderen gekämpft. Die gesamte Mannschaft machte einen guten Job. David Kickert zeigte im Tor eine sehr gute Leistung. Er war ein Mitgrund, warum wir Ingolstadt bis zum Penalty-Schießen mehr als fordern konnten. Wir haben jetzt nicht viel Zeit bis morgen. Schon am Sonntag-Nachmittag geht es gegen Straubing – den nächsten harten Gegner. Unser Ziel muss es sein, an den heutigen Auftritt anzuknüpfen.“

Die spusu Vienna Capitals treffen bereits morgen Nachmittag auf den nächsten DEL-Vertreter. Knapp eine Stunde östlich von Ingolstadt kommt es zum Duell mit den Straubing Tigers. Face-Off ist um 16:30 Uhr.

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