
Rosenheim. (PM Starbulls) Die Starbulls Rosenheim haben am ersten Spieltag der DEL 2 den ersten Punkt einfahren können.
Im Gastspiel bei den Dresdner Eislöwen lagen die Grün-Weißen am Freitagabend sogar schon mit 2:0 in Führung, am Ende stand aber eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung auf der Anzeigetafel. Sebastian Streu und Reid Duke waren vor 2.481 Zuschauern in der Dresdner Joynext-Arena die Rosenheimer Torschützen.
Mit Norman Hauner, Lukas Laub und Stefan Reiter musste Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen auf drei wichtige Offensivspieler verzichten und bot mit Dominik Kolb und Christian Obu zwei etatmäßige Verteidiger als Stürmer auf. Mit Tobias Beck, Förderlizenzspieler vom EC Peiting, stand den Starbulls ein zusätzlicher Verteidiger zur Verfügung.
Im ersten Spielabschnitt hielt sich die Mannschaft von Jari Pasanen bei zwei Unterzahl-Situationen schadlos, woran aber auch der stark haltende Torwart Tomas Pöpperle seinen Anteil hatte. Nach der ersten Pause setzte sich das ausgeglichene Spiel fort, die Starbulls konnten sich nun aber offensiv häufiger in Szene setzen. Mitte des zweiten Drittels war es dann so weit, dass die Starbulls ihr erstes Saisontor bejubeln durften: Sebastian Streu überwand Eislöwen-Keeper Pascal Seidel nach Vorarbeit von Kevin Handschuh und Marvin Feigl (30.)
In der Anfangsphase des dritten Drittels erhöhte Reid Duke, der einen Konter nach einem Dresdner Scheibenverlust eiskalt abschloss, auf 2:0 für die Starbulls (44.). Vier Minuten danach gelang den Gastgebern jedoch der Anschlusstreffer. Niklas Postel war mit einem verdeckten Schuss erfolgreich (47.). Die Starbulls ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und ließen nur wenige gefährliche weitere Abschlüsse der Eislöwen zu. Beim einzigen Rosenheimer Überzahlspiel hatte C.J. Stretch zweimal den dritten Treffer für sein Team auf dem Schläger (52.). Eine kleine Strafe gegen Hagen Kaisler wegen Stockschlags wurde den Grün-Weißen dann aber zum Verhängnis. Beim Dresdner Powerplay zeigte sich Dani Bindels clever, als er bei einem Schlagschuss von Garret Pruden erst Torwart Pöpperle irritierte und dann den Abpraller eiskalt zum 2:2 über die Torlinie schob (57.).
In der Verlängerung, in der die Starbulls das Bully verloren und kein einziges Mal an der Scheibe waren, gelang Johan Porsberger nach einer Minute und sieben Sekunden nach Ablage von David Rundquist mit einem platzierten Handgelenkschuss der 3:2-Siegtreffer für Dresden.
Jari Pasanen sagte nach dem Spiel: „Wir sind mit Respekt nach Dresden gekommen. Da uns wichtige Stürmer fehlten, haben wir sehr defensiv gespielt. Egal, was vorher passiert ist, wenn wir im letzten Drittel 2:0 führen, dann müssen wir das Spiel nach Hause schaukeln. Aber man hat schon im ersten und zweiten Drittel gesehen, dass wir taktisch nicht diszipliniert genug waren. Und wir haben vier dumme Strafzeiten genommen, das hat Kraft gekostet. Dresden hat mit dem Tor zum 2:1 neue Energie bekommen. Es war heute schon vieles gut, aber insgesamt waren wir nicht gut genug, um die Führung zu verteidigen. Jetzt wundern wir uns ein bisschen, dass wir statt mit drei Punkten nur mit einem Punkt bei der langen Rückfahrt im Bus sitzen – das ist nicht so spaßig.“
Am Sonntag empfangen die Starbulls Rosenheim im ROFA-Stadion den Meisterschaftsfavoriten Kassel Huskies zum Heimspiel. Anpfiff ist um 17 Uhr (Liveübertragung auf www.sprade.tv, Eintrittskarten: www.starbulls.de/tickets oder ab 15 Uhr an der Stadionkasse).
Kooperation mit Oberligist EC Peiting
Heute verkünden wir eine neue Kooperation mit dem EC Peiting mit Fokus auf die Nachwuchsförderung. Gerade die jungen Spieler werden hiervon am meisten profitieren.
Die Hauptrunde der DEL2 Saison startet am heutigen Tag und für die Starbulls geht es zum ersten Auswärtsspiel zu den Dresdner Eislöwen. Am Spiel teilhaben wird der 20-jährige Tobias Beck aus Peiting, welcher im Sommer bereits bei den Starbulls mittrainiert hat und nun zum ersten Mal DEL2 Luft schnuppern wird.
Enger Austausch mit Peiting geplant
Auch von unserer Seite ist ein reger Spieleraustausch geplant. So sind einige Spieler der 1. Mannschaft sowie der U20 mit Förderlizenzen nach Peiting ausgestattet: Patrik Mühlberger (TW), Kilian Kühnhauser (V), Vincent Wieczorek (V), Kilian Böhm (ST), Sebastian Zwickl (ST), Jannick Stein (ST) und Johannes Achatz (ST).
Durch diese Kooperation wird in beiden Organisationen ein nachhaltiger Ausbildungsweg und eine leistungsgerechte Einsatzmöglichkeit des Nachwuchs gefördert und gewährleistet. Hierdurch kann der Übergang ins Profieishockey bestmöglich gestaltet und begleitet werden. Mit dem EC Peiting besteht bereits aus der Oberliga Zeit ein langjähriges und gegenseitiges gutes Verhältnis.
Stimmen der Verantwortlichen
Anton Saal, Sportlicher Leiter in Peiting, ordnet die Zusammenarbeit mit den Starbulls folgendermaßen ein: „Wir freuen uns sehr, dass eine solche Kooperation mit einem Zweitligisten zustande kommt. Beide Organisationen werden davon profitieren. Uns werden auf der einen Seite junge Spieler zur Verfügung gestellt, welche sich bei uns weiterentwickeln können und unseren Kader auch die nötige Breite geben werden. Auf der anderen Seite ist es für unsere Spieler eine riesige Chance, sich in der zweiten Liga zu beweisen und diese Kooperation als Sprungbrett zu nutzen“
Jari Pasanen, Head Coach von den Starbulls, bewertet die Kooperation durchweg positiv: „Die Kooperation ist eine tolle Sache. Die jungen Spieler können hin und her wechseln. Unser Nachwuchs kann nach Peiting gehen, dort Männereishockey spielen und dadurch viel Erfahrungen für ihre Laufbahn der ersten Mannschaft bei den Starbulls sammeln. Umgekehrt aber genauso, bereits erfahrenere Spieler aus Peiting können hier DEL2 Luft schnuppern und sich in der zweiten Liga beweisen. Für beide Seiten eine wichtige Sache meiner Meinung nach“
Gerhard Unterluggauer, Coach der U20 der Starbulls, sagt folgendes zu dieser neuen Kooperation mit dem EC Peiting: „Ich persönlich sehe es als Upgrade für unsere Organisation. Wir können den Jungen Spielern eine Option bieten, um Erwachsenen Hockey zu spielen. Und sich gleichzeitig für die DEL2 zu präsentieren. Die Jungs sind extrem motiviert und wollen natürlich auch zeigen, was sie können.


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