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Rosenheim. (PM Starbulls) Am 7. Spieltag blieben die Starbulls Rosenheim zum ersten Mal ohne Punkte. In einem temporeichen Spitzenspiel der Eishockey-Oberliga Süd verloren die... Starbulls beißen sich an Eisenhut die Zähne aus

Alexander Höller vor Memmingens Goalie Marco Eisenhut – © L. Schirmer Starbulls Media/PR

Rosenheim. (PM Starbulls) Am 7. Spieltag blieben die Starbulls Rosenheim zum ersten Mal ohne Punkte.

In einem temporeichen Spitzenspiel der Eishockey-Oberliga Süd verloren die Grün-Weißen vor 1.866 Zuschauern im heimischen ROFA-Stadion trotz zwischenzeitlicher 2:0- und 3:1-Führung gegen die Memmingen Indians 3:5.

Das in dieser Saison so erfolgreiche Rosenheimer Powerplay funktionierte zwar – von vier Situationen wurden drei in Tore umgemünzt – ansonsten gelangen den Starbulls aber trotz vieler hochkarätiger Einschussmöglichkeiten keine Treffer. Entscheidenden Anteil daran hatte der herausragend agierende Gästetorwart Marco Eisenhut, der erst in der Anfangsphase des zweiten Drittels ins Spiel kam.

Der Torwartwechsel schon nach wenigen Minuten im zweiten Spielabschnitt war ein Schlüssel zum Memminger Auswärtserfolg. Trainer Sergej Waßmiller holte Jochen Vollmer durchaus überraschend vom Eis und schickte Marco Eisenhut zwischen die Holme des Gästetores. Vollmer hatte mit Anbruch der 24. Spielminute gerade den dritten Gegentreffer kassiert, nachdem Aaron Reinig abgezogen und Max Brandl abgefälscht hatte – die Starbulls führten verdient mit 3:1. In dieser Situation war der Memminger Torwart chancenlos. Beim Rosenheimer Führungstreffer überwand ihn Dominik Daxlberger aus spitzem Winkel, weil der Rosenheimer Stürmer die kleine Lücke ganz oben im kurzen Eck sah und exakt anvisierte (10.). Beim 2:0 durch Geburtstagskind Maximilian Vollmayer rutsche Vollmer die Scheibe durch die „Hosenträger“, angesichts des Abschlusses aus Nahdistanz und der Dynamik der Situation war ihm aber eigentlich kein Vorwurf zu machen.

„Ich woilte mit dem Torwarttausch einen Impuls setzen“, sagte Waßmiller nach der Partie. Es war aber vor allem die herausragende Leistung von Eisenhut, die letztlich den Gästen die drei Punkte bescherte. Als im zweiten Spielabschnitt das intensive Geschehen in für Oberliga-Verhältnisse extrem hohen Tempo hin und her schwappte, entschärfte der neu ins Spiel gekommene Keeper hochkarätige Rosenheimer Torchancen fast im Minutentakt. Die Indians trafen dagegen bei ähnlicher Anzahl an Torabschlüssen dreimal. Zunächst erzielte Christopher Kasten mit einem Flachschuss von der blauen Linie in Überzahl den 3:2-Anschlusstreffer (27.). Dann war Leon Kittel bei einer flachen Hereingabe mit dem langen Schläger schneller als Starbulls-Torwart Andreas Mechel im Torraum am Puck und schob zum 3:3 ein (37.). Und schließlich versenkte Linus Svedlund Momente vor der Sirene zur zweiten Pause eine abgelegte Scheibe aus der Halbdistanz im rechten oberen Eck zum 3:4 (40.). Den ersten Gästetreffer zum 2:1-Anschlusstreffer hatte Sergej Topol erzielt, nachdem die Rosenheimer Abwehr sich mit der eigentlich souverän darstellenden 2:0-Führung im Rücken unnötig selbst in Bedrängnis brachte (22.).

„Wir haben im zweiten Drittel viel zuviel zugelassen und selbst haben wir oft zu kompliziert gespielt“, ärgerte sich Rosenheims Headcoach John Sicinski, dem die offizielle Schussstatistik von 55:37 zugunsten seiner Mannschaft nicht gefiel: „Fast 40 gegnerische Torschüsse zu bekommen ist einfach zu viel. Unsere Leistung heute war zu wenig, um ein Spitzenspiel zu gewinnen.“

Im letzten Drittel hätten die Grün-Weißen dennoch ihrerseits dem Spiel eine erneute Wende geben können. Aber Daxlberger und Vollmayer scheiterten je zweimal freistehend vor dem Gästetor am bärenstarken Torwart Eisenhut und beim vierten Rosenheimer Überzahlspiel spielte ein von Brandl abgefälschter Schuss „Pingpong“ zwischen Torpfosten und Schlittschuhkufe des Indians-Keeper, anstatt den Weg zum 4:4 über die Torlinie zu finden (43.). Und so konnte Memmingens Sergej Topol in der 59. Minute mit einem Empty-Net-Goal zum 3:5 alles klar machen für die Indians.

Die Gäste hatten nicht nur ab der 24. Minute den herausragenden Akteur des Spiels zwischen den Torpfosten, sondern präsentierten sich auch als starker und effektiver Gegner. Dass die Indians mit vier Sturmreihen agieren konnten, war laut Trainer Waßmiller ebenfalls ein Faktor. Rosenheims eigentlich angekündigte vierte Sturmreihe war dagegen am Vormittag des Spieltags Makulatur geworden, weil Tobias Draxinger sich erkältet meldete und Simon Heidenreich deshalb von Sicinski anstatt als Mittelstürmer doch wieder als Verteidiger aufgeboten werden musste.

Die nächste Chance auf Punkte haben die Starbulls am Sonntag beim Gastspiel in Deggendorf.

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