Iserlohn. (MK) Die Kölner Haie bleiben das Maß der Dinge in der Penny DEL. Bei den Iserlohn Rosters setzten sich die Schützlinge von Headcoach Kari Jalonen deutlich mit 4:7 durch.
Seit der Deutschland-Cup Pause im November haben die Domstädter in den letzten 17 Partien immer gepunktet. Zwölf Mal davon sogar dreifach und nur zwei Partien gingen nach Overtime / Penaltyschießen verloren.
Jenike für Hane und Brückmanns Comeback
Bei den Roosters kam es zum fast schon gewohnten Wechsel von Jenike zu Hane im Tor. Lassen wurde heute nicht berücksichtigt. Und auch in der Abwehr wurden die Pärchen Ugbekile/Norell und Niehus/Wood zumindest vorübergehend neu gesetzt.
Bei den Haien rückte Brückmann für Juvonen ins Gehäuse. Der erfahrene Goalie feierte nach seiner Verletzung im Hinspiel (12.10.) sein Comeback. Kaski fehlte und Tuomie sprang unter anderem von Reihe eins in Reihe vier. Schnarr war wieder an Bord.
Ausgeglichenes Anfangsdrittel
Das Spiel war von Beginn an abwechslungsreich und intensiv. Bokk (4.) und Austin (7.) hatten die ersten nennenswerten Chancen für den Tabellenführer aus der Domstadt. Als van Calster nach Foul an Radionovs die erste Haie-Strafe zog, schlugen die Roosters erstmals zu. In Überzahl (9.) nutzte Cornel einen Nachschusschance zur Iserlohner Führung. Nur 70 Sekunden später war Kölns Kapitän und zugleich aktive Legende Mo Müller mit einem verdeckten Schuss zum 1:1 erfolgreich. Ärgerlich für Iserlohn, dass ein Konter (13.) über Camara von Cornel nicht genutzt wurde. Insgesamt sahen die 4967 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel im ersten Abschnitt.
Kölner Machtdemonstration ab der 33. Minute
Russells Strafe 86 Sekunden nach Wiederbeginn war sicherlich umstritten Die Roosters nutzten auch ihr zweites Powerplay. Dieses Mal traf Ugbekile mit einem Direktschuss zur 2:1 Führung. Kölns Antwort kam in der 27. Minute, als Sennhenn mit einem platzierten Schuss zum 2:2 ausgleichen konnte. Niedenz (32.) für die Haie und auf der anderen Seite Camara auf Zuspiel von Fischbuch vergaben die nächsten guten Chancen im Spiel. Den nächsten Kölner Konter (33.) nutzte MacInnis dann per Rückhand zur erstmaligen Kölner Führung. Damit aber noch nicht genug. Iserlohns Unheil nahm seinen Lauf: Vittasmäki fing in der 35. Minute den Puck an der blauen Linie ab, eine Körperdrehung und ein platzierter Schuss ins linke Eck sorgten für das 2:4 für Köln. Zwischen beiden Haie-Toren lagen 86 Sekunden. Die Domstädter blieben im Abschluss effektiv: Aubry erhöhte in der 37. Minute auf 2:5. Eine kleine Kölner Machtdemonstration innerhalb von nicht einmal zehn Minuten. Noch vor der Pause sorgte Cornels Anschlusstreffer, nach schöner Vorarbeit von Fischbuch, zum 3:5 für ein wenig Hoffnung auf Iserlohner Seite. Die Pause kam für die Roosters gelegen, um sich zu sammeln.
Haie lassen nichts mehr anbrennen
Die Frage, ob die Roosters im Schlussdrittel wirklich noch einmal ins Spiel finden würden, beantworteten die Gäste relativ schnell. 83 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Kammerer auf 6:3 aus Kölner Sicht. Kölns nächster Konter saß knapp vier Minuten später erneut. Wieder war es Kammerer, der auf Pass von Niedenz zum 3:7 traf. Die Gäste spulten ihr Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft weiter runter. Camaras Strafe (48.) überstanden die Hausherren allerdings ohne weiteren Gegentreffer. Die Rheinländer schalteten danach immer mehr in den aktiven Verwaltungsmodus. Storm (56.) scheiterte im Zuge der kontrollierten Offensive mit einer weiteren guten Gelegenheit an Iserlohns Goalie Hane. Die Strafe gegen Kölns Aubry (57.) ergab auch noch einmal eine Großchance für Cornel, die Brückmann aber stark parierte. Einmal musste Brückmann dann aber doch nochmal hinter sich greifen, als Camara 24 Sekunden vor dem Ende den Puck zum 4:7 Endstand über die Linie bugsierte. Unter dem Strich fuhr der Spitzenreiter aber einen absolut verdienten Sieg ein.
Köln geht als „Silvester-Meister“ ins neue Jahr
In der Tabelle führen die Kölner als “Silvester-Meister“ mit fünf Punkten Vorsprung vor Mannheim. Da die Löwen Frankfurt das Kellerduell gegen Schlusslicht Dresden mit 3:0 gewinnen konnten, sind die Roosters auf Platz zwölf nun punktgleich mit den Löwen auf Rang 13. Der Iserlohner Vorsprung auf Dresden beträgt weiterhin 13 Zähler.
Viel Zeit den Jahreswechsel zu genießen, bleibt beiden Teams nicht. Schon am 2. Januar stehen die nächsten Spiele an. Köln empfängt Verfolger Straubing und Iserlohn hat zeitgleich die Nürnberg Ice Tigers zu Gast.
Alle Tore und Stimmen zum Spiel
Statistik
Tore: 1:0 (08:23) Cornel (Napravnik/Thomas) 5-4PP, 1:1 (09:33) Müller (Kammerer/Niedenz), 2:1 (22:31) Ugbekile (Thomas/Napravnik) 5-4PP, 2:2 (26:08) Sennhenn (Kemiläinen/Tuomie), 2:3 (32:58) MacInnis (Tuomie/Müller), 2:4 (34:24) Vittasmäki (Schnarr/Austin), 2:5 (36:56) Aubry (Bokk/Storm), 3:5 (39:36) Cornel (Fischbuch/Camara), 3:6 (41:37) Kammerer (Russell/Schnarr), 3:7 (45:42) Kammerer (Niedenz), 4:7 (59:36) Camara (Fischbuch/Cornel),
Strafen: 2 – 6
Schüsse aufs Tor: 25 – 27
Schüsse insgesamt: 39 – 53
Schiedsrichter: Hunnius, MacFarlane (Priebsch, Giesen)
Zuschauer: 4.967
Iserlohn: Hane – Ugbekile, Norell; Wood Niehus, Erkamps, Huß; Radionovs – Boland, Eisenmenger, Thomas; Camara, Cornel, Fischbuch; Napravnik, Salsten, Jentzsch; Geiger, Neumann, Törnqvist
Köln: Brückmann – Austin, Müller; Vittasmäki, Glötzl; Sennhenn, Kemiläinen; Uher – Kero, Schnarr, Russell; Storm, Aubry, Bokk; Kammerer, Tyrväinen, Niedenz; Tuomie, MacInnis, van Calster
Iserlohn Roosters – Kölner Haie (30.12.2025)
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