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Sonthofens Captain Marc Sill: „Jetzt muss eben jeder 120 Prozent aufs Eis bringen“

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Marc Sill - © Bettina Brunner
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Marc Sill – © Bettina Brunner

Sonthofen. (PM ERC) Marc Sill ist Kapitän des ERC Sonthofen. Der gebürtige Oberstdorfer ist Aushängeschild des Vereins und Führungsfigur auf dem Eis.

Mit Einsatz und Erfahrung geht der 35-jährige Stürmer voran. Im Interview spricht Sill über die Qualität der Mannschaft und wer ihn als kleiner Junge ans Eishockeyspielen herangeführt hat.

Von elf Meisterschaftsspielen habt ihr zehn gewonnen – eine tolle Bilanz. Wie zufrieden bist du mit dem Saisonstart?
Marc Sill: Sehr. Wir haben eine gute Serie hingelegt. Die große Herausforderung aktuell ist, dass uns durch die vielen Verletzten die Tiefe im Kader fehlt.

Worauf kommt es dann jetzt besonders an?
Marc Sill: Auf die mannschaftliche Geschlossenheit. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen, ob sich die Situation mit den Ausfällen entspannt. Alle geben schon von Beginn an alles – jetzt muss eben jeder 120 Prozent aufs Eis bringen.

Bist du als Kapitän in dieser Situation besonders motiviert, mit deiner Erfahrung voranzugehen?
Marc Sill: Jeder im Team verspürt grad die Extramotivation, Vollgas zu geben und im Zweifel den Meter mehr zu laufen, um eine Lücke zu schließen. Das, was wir als Truppe derzeit an Zusammenhalt zeigen, ist schon toll.

Macht es dich dann besonders stolz, Kapitän des ERC und dieser Mannschaft zu sein?
Marc Sill: Ja, absolut. Wenn du zum Kapitän gewählt wirst, hat es etwas mit Wertschätzung innerhalb des Teams zu tun. Das ist ein schönes Gefühl, auch nach all den Jahren, die ich jetzt schon für diesen tollen Klub spielen darf.

Am Wochenende spielt ihr erst in Ottobrunn und dann in Ravensburg. Was müsst ihr tun, um diese Spiele siegreich zu gestalten?
Marc Sill: Genau das, was wir in den Partien bislang gezeigt haben: Eine gute Mentalität aufs Eis bringen, Vollgas geben und zunächst einmal defensiv sicher stehen. Uns wird es im Offensivspiel sicher helfen, dass Dan Przybyla wieder mit von der Partie ist und mit seiner Schnelligkeit ein Faktor werden kann.

Ein Faktor für euch sind auch die Fans. Für den ERC hast du schon in der Oberliga und Bayernliga gespielt. Und auch jetzt habt ihr mit über 900 Fans einen tollen Zuschauerschnitt bei Heimspielen. Was macht das mit dir und der Mannschaft?
Marc Sill: Wir sind unglaublich dankbar für den Zuspruch. Klar, es gab auch mal Zeiten, in denen nicht so viele Zuschauer kamen. Aber wir Spieler merken die Unterstützung der Fans, wenn wir auf dem Eis sind. Sie gibt uns einen Extrapush, und dafür sind wir sehr dankbar.

Vor genau einem Jahr haben wir uns im Zuge deines 555. Spiels für den ERC unterhalten. Seither ist viel passiert, oder?
Marc Sill: Absolut. Die Mannschaft hat eine tolle Entwicklung genommen. Der Verein verfolgt die Philosophie, Spieler zu holen, die uns nicht nur sportlich weiterhelfen, sondern vor allem auch menschlich ins Team passen. Das hat sich richtig gut gefügt. Die Mischung stimmt, die Zugänge sind integriert und identifizieren sich voll mit dem Verein. Am Ende ist das entscheidend für die Stimmung innerhalb der Mannschaft und den sportlichen Erfolg.

Sill und Sonthofen – das ist eine besondere Beziehung. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass du das Eishockeyspielen angefangen hast und jetzt deine 18. Saison im schwarz-gelben Trikot absolvierst?
Marc Sill: Mein Vater hat früher selber gespielt, meine Schwester auch und damit war mein Weg einfach vorgezeichnet (lacht). Als kleiner Junge war ich immer mit dabei und bin dann irgendwann in die Laufschule gegangen, und über die Jugendmannschaften bin ich im Seniorenbereich gelandet. Seither habe ich verdammt viel Zeit im Eishockeystadion verbracht. Es gibt immer Höhen und Tiefen – aber auch nach all den Jahren liebe ich den Sport immer noch.

Marc, herzlichen Dank für das Gespräch.

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