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Artikel anhören Köln. (JR) Michael Schaaf (23) hat über den Nachwuchs des EHC Troisorf, die Kölner Junghaie und den Krefelder EV in der Saison... „Sieht nun so aus, als ob ich zu einem guten Oberliga Club gehen werde“ – Verteidiger Michael Schaaf (23) im aktuellen Interview
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Michael Schaaf – © Sportfoto-Sale (DR)

Köln. (JR) Michael Schaaf (23) hat über den Nachwuchs des EHC Troisorf, die Kölner Junghaie und den Krefelder EV in der Saison 19/20 erstmals den Sprung ins damalige Oberligateam des KEV geschafft.

Nach zwei weiteren Oberliga-Spielzeiten im KEV-Dress folgte im vergangenen Sommer der Wechsel zu den Selber Wölfen in der DEL2. Dort gelangen ihm auf Anhieb 48 Einsätze, sowie fünf Partien beim Kooperationspartner aus der Oberliga Süd, den Höchstadt Alligators.
Im aktuellen Interview blickt Michael Schaaf auf die letzten Spielzeiten zurück und berichtet über seine weiteren Pläne im Eishockey.

Eishockey-Magazin (EM) / Jörg Reich (JR): Wie geht’s Dir und wie verläuft die Vorbereitung auf die kommende Saison?

Michael Schaaf: Naja es war bisher kein einfacher Sommer für mich, aber mir gehts gut. Die Sommervorbereitung läuft gut, ich habe da einen Plan, an den ich mich halte und bin bisher sehr zufrieden mit dem Verlauf davon.

E-M-J. R.: Die vergangene Saison lief sicherlich nicht nach Wunsch für dich. Wie fällt rückblickend dein Fazit dazu aus?

Michael Schaaf: Sagen wir mal so, es war keine einfache Saison für mich. Schlussendlich konnte ich nie mein Potenzial aus verschiedensten Gründen konstant aufs Eis bringen, was natürlich im nachhinein ärgerlich ist. Aber vom Werdegang, von welcher Position ich am Anfang der Saison gestartet bin zu wo und wie viel ich am Ende in den wichtigsten Spielen gespielt habe, bin ich dennoch zufrieden. Schlussendlich hat der Trainer auch gesagt , dass ich mich zu einem Top sechs Verteidiger gemacht habe.

E-M-J. R.:Neue Saison, neues Glück. Wo wirst du kommende Saison spielen?

Michael Schaaf: Naja wie ich schon gesagt habe, war es kein einfacher Sommer für mich. Es sah eigentlich nach der Saison vielversprechend aus, dass ich in der DEL2 bleibe aufgrund meiner schlussendlich gezeigten Leistungen. Auch wenn ich nicht viel in der Saison gespielt habe, so habe ich mich trotzdem positiv entwickelt und das haben auch andere Vereine mitbekommen. Leider musste ich auch einen Wechsel meiner Agentur im Sommer vornehmen, da ich nicht zufrieden war, in welcher Situation ich nun stehe. Es sieht demnach nun so aus, als ob ich zu einem guten Oberliga Club gehen werde, fest steht allerdings momentan noch nichts.

E-M-J. R.: Wie würdest du deine Entwicklung in den vergangenen Jahren beschreiben?

Michael Schaaf: Fangen wir mal mit meinem offiziellen ersten Oberliga Jahr vor zwei Jahren an. Ich bin ganz gut in die Oberliga reingekommen, was aber grundsätzlich auch an meinem Verteidigungspartner Julius Bauermeister lag, der mich an die Hand nahm und mir eine Art Sicherheit gegeben hat. Natürlich hat die Chemie bei uns auch sehr gut gepasst, er hatte den offensiven Part und ich den defensiven. Aber natürlich wäre das auch ohne das Vertrauen von unserem Trainer Elmar Schmitz nicht möglich gewesen.
Ich habe mich für ein weiteres U23 Jahr in Krefeld entschieden, obwohl ich auch damals zu 1-2 DEL2 Ligisten hätte gehen können. Diese Saison lief dann überhaupt nicht und so sind wir oft aufgrund von beruflichen Verpflichtungen anderer Spieler mit 11-12 Mann auswärts hingefahren und hatten es natürlich immens schwer mithalten zu können, was natürlich mental nicht so einfach war. Das positive für mich in diesem Jahr war dann die Trainingsteilnahmen bei den Pinguinen, wo ich mich mit DEL Spielern im Trainingsbetrieb messen konnte. Ich bekam eine positive Resonanz vom Trainerstab und Spielern. Leider verhinderte Corona regelmäßig von der einen Halle zur anderen zu wechseln, wenn die Möglichkeit bestand.
Schlussendlich hab ich mich dann im letzten Jahr entschieden, den Wechsel in die DEL2 zu vollziehen.

E-M-J. R.:Wo siehst du deine Stärken und was für ein Spielertyp bist du?

Michael Schaaf: Ich bin ein defensiver Verteidiger, was unschwer an meinen Statistiken zu erahnen ist. Meine Stärken liegen in den Zweikämpfen und in der Übersicht auf dem Eis. Offensiv und an meiner Kraft habe ich in den vergangenen Monaten nochmal intensiv gearbeitet.

E-M-J. R.: Du hast Oberliga in Krefeld gespielt und dann DEL2 in Selb. Worin siehst du den größten Unterschied zwischen den beiden Ligen?

Michael Schaaf: In der Intensität, Professionalität und vom Kopf, das habe ich sofort gespürt, als ich für ein paar Spiele nach meiner Verletzung in die Oberliga per Förderlizenz ging. Wobei ich sagen muss, dass Mannschaften wie Hannover Scorpions , Weiden Blue Devils und Rosenheim Starbulls im letzten vom Kader her DEL2 Niveau hatten.

E-M-J. R.: War es richtig von Krefeld in die DEL2 zu wechseln oder hätte dir ein weiteres Jahr Oberliga gut getan? Wie siehst du das im Nachhinein?

Michael Schaaf: Der Schritt war absolut richtig. Mir wurde aber eher gesagt, dass der Schritt zu spät kam in die DEL2 zu gehen. Aber es kann schon sein, weil immer wieder gesagt wird, dass man als junger Spieler eine Saison „Gewöhnungszeit“ braucht, um dann im darauffolgenden Jahr richtig in der Liga starten zu können. Mir tat es auch gut, von erfahrenen Mitspielern gesagt zu bekommen, dass ich mich gut entwickelt habe oder dass sie mich gut finden.

E-M-J. R.: Wie sind deine Ziele im Eishockey langfristig?

Michael Schaaf: Ich möchte auf jeden Fall zurück in die DEL2 und mich dann von da aus natürlich immer weiter hocharbeiten. Generelle spezifische langfristige Ziele habe ich nicht. Natürlich wünscht man sich Dinge, wo man gern hin möchte, aber es gibt immer einen Unterschied zwischen Wunschdenken und Realismus.

E-M-J. R.: Wie bist du zum Eishockey gekommen und wo hast du angefangen zu spielen?

Michael Schaaf: Ich bin durch ein Familienmitglied im Alter von 6-7 Jahren zum Eishockey gekommen und habe in der Kölner Laufschule begonnen. Bin aber relativ früh nach Troisdorf gegangen und habe da dann das Eishockey erlernt. Im Knabenbereich bin ich wieder nach Köln gewechselt.

E-M-J. R.: Was sollte deiner Meinung nach im Deutschen Eishockey unbedingt verbessert werden, um den Sport hierzulande populärer zu machen?

Michael Schaaf: Eine schwierige Frage, die man nicht so einfach beantworten kann. Grundsätzlich müsste es einfach mehr Eishallen geben und nicht weniger werden. Andere Länder sind da einfach besser. Hier in Deutschland siehst du beispielsweise nur eine Menge an Fußballplätzen, was nunmal der Nr.1 Sport hierzulande ist. Es müssen Eishallen entstehen, damit die Kinder hier in Deutschland auch die Möglichkeit haben, vom Fußball loszukommen und dann lieber Eishockey zu spielen.

Michael Schaafs Karriere in Zahlen


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