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Krefeld. (MR) Am dritten Spieltag gab es ein wirkliches Endspiel zwischen Deutschland und der Slowakei, den zwei Teams, die ihre ersten beiden Spiele gewonnen... Sieger des Deutschland-Cup 2021 ist DEUTSCHLAND!
DEB-Team gewinnt den Deutschland Cup – © Sportfoto-Sale (DR)

DEB-Team gewinnt den Deutschland Cup – © Sportfoto-Sale (DR)

Krefeld. (MR) Am dritten Spieltag gab es ein wirkliches Endspiel zwischen Deutschland und der Slowakei, den zwei Teams, die ihre ersten beiden Spiele gewonnen hatten. Der Sieger dieses Matches wäre gleichzeitig Turniersieger.

Erneut hatte Toni Söderholm das Team umgebaut, die beiden Münchner Stürmer Ehliz und Hager sowie Mannheims Wohlgemuth müssen ja bereits am Dienstag wieder CHL spielen und wurden geschont. Dafür rotierten Huß und Dumont wieder bzw. Eder erstmalig ins Team. Somit stand in jeder Reihe zumindest ein Pärchen, das auch im täglichen Leben im Verein zusammen spielt (wie gehabt Pföderl mit Noebels, dazu Wissmann mit Müller, Dumont mit Uvira und Ehl mit Eder). Und die Gastgeber legte gleich los wie die Feuerwehr, bereits die Startformation setzte die erste Scheibe in die Maschen. Diesmal stand Pföderl dort, wo sonst ein Rieder steht, und Rieder gab die Vorlage aus dem Office – da waren gerade 14 Sekunden gespielt. Nach einer guten Möglichkeit für Mesar, die Strahlmeier entschärfte, passten sich Noebels und Rieder im 2 auf 1 vor das Tor. Im normalen DEL-Leben ist dann der zweite Querpass einer zuviel. Nicht so bei Rieder, der bekommt den noch immer verarbeitet! So stand es plötzlich 2:0 für den Gastgeber. Auch wenn die heute in den roten Jerseys spielenden Deutschen mehr vom Spiel hatten, kamen auch die Slowaken oftmals und nicht ungefährlich vor das Tor. Auf der anderen Seite hätten Loibl und nochmals Rieder im Alleingang das Ergebnis weiter hoch schrauben können.

Deutschland hält gut gegen die schnellen Slowaken

Die Slowaken agierten im Mittelabschnitt druckvoller und kamen öfter vor das Tor. Früh konnte Buček den Anschluss erzielen, der sträflich alleingelassen war. Gegen Regenda musste Strahlmeier alle Kunst aufbieten. Dann gab es gar die erste Strafe gegen die Gastgeber, und Deutschland wurde fest eingeschnürt, kam nicht mehr aus dem Drittel (und daher auch nicht zum Wechseln). Kaum wieder komplett, musste ein Slowake auf das Sünderbänkchen. Die Scheibe lief gut, doch die erste Formation mit 5 Stürmern hatte keinen Erfolg. Es kam die junge vierte Reihe mit Bittner an der blauen Linie. Und diesmal klappte es, Ehl und Wiederer hatten schön die Sicht versperrt, umjubelter 3:1 Treffer durch Bittner. Die Halle stand und feuerte das Team die verbleibende Minute bis zur zweiten Pause an. Die Slowaken setzten alles daran, schnell wieder heranzukommen. Zur Drittelmitte hatten sie in Überzahl dann auch dazu beste Möglichkeiten, doch Deutschland verteidigte mit allem, was sie hatten. Jentzsch konnte anschließend befreien, doch am Ende war es der einmal mehr überragende Rieder, der die freie Scheibe an der eigenen blauen Linie aufnehmen und ins Tor tragen konnte. Mit diesem 4:1 steht Deutschland nun mit 9 Punkten an der Tabellenspitze und hat das Heimturnier (endlich) wieder gewinnen können. Entsprechend groß war der Jubel auf den Tribünen und auf dem Eis, und die Mannschaft wusste auch, bei wem sie sich bedanken durfte: neben Goalie Strahlmeier wurde auch Rieder ganz besonders geherzt. Kapitän Nowak nahm stolz den großen Glaspokal entgegen. Nowak wie auch Noebels bestätigten nach dem Turnier den guten mannschaftlichen Zusammenhalt und gaben auch ein Sonderlob an die teils sehr jungen Neulinge im Team.

Deutschland spielte in der folgenden Aufstellung: 1 Dustin Strahlmeier – 11 Marco Nowak, 38 Fabio Wagner – 8 Tobias Rieder, 83 Leo Pföderl, 92 Marcel Noebels; 41 Jonas Müller, 46 Kai Wissmann – 15 Stefan Loibl, 54 Lean Bergmann, 77 Daniel Fischbuch; 16 Konrad Abeltshauser, 18 Tobias Fohrler – 13 Lucas Dumont, 27 Sebastian Uvira, 55 Manuel Wiederer; 3 Dominik Bittner, 70 Johannes Huß – 10 Taro Jentzsch, 40 Alexander Ehl, 96 Tobias Eder

Die Tore erzielten:
1:0 (00:14) Pföderl (Noebels, Rieder)
2:0 (05:38) Rieder (Noebels)
2:1 (25:50) Buček
3:1 (38:43) Bittner (Eder) PP1
4:1 (55:31) Rieder

Schiedsrichter:
Andris Ansons, Stephen Reneau – William Hancock II, Jonas Merten

Strafen: GER – 4 Min; SVK – 2 Min.

Zuschauer: 2309

Stimmen zum Spiel

by MagentaSport

Söderholms erster Cup-Sieg: “Das sind besondere Jungs und man arbeitet sehr, sehr gerne mit ihnen”

Drei Spiele, dreimal stark gespielt, Deutschland gewinnt erstmals seit 6 Jahren wieder den Deutschland Cup. In der letzten Partie setzte sich die DEB-Auswahl mit 4:1 gegen die Slowakei durch. „Wir haben das gesamte Turnier sehr strukturiert gespielt, außer vielleicht die ersten 10 Minuten gegen Russland“, bilanzierte ein sehr starker Tobias Rieder, der insgesamt 4 Tore erzielte, 2 davon gegen die Slowakei.

Toni Söderholm holte seinen 1. Cup-Sieg als Bundestrainer, sein Team lieferte gute Argumente für seine Vertragsverlängerung über 2022 hinaus: „Das sind besondere Jungs und man arbeitet sehr, sehr gerne mit ihnen.“

Nachfolgend die wichtigsten Stimmen vom Abschluss beim Deutschland Cup, Deutschland gegen Slowakei, übermittelt durch MagentaSport.

Deutschland Cup: Deutschland – Slowakei 4:1 – “Ein Traum!”
Deutschland gewinnt auch das 3. Spiel des Deutschland Cups und holt zum ersten Mal seit 2015 wieder den Titel. Bereits nach 14 Sekunden brachte Leo Pföderl das deutsche Team auf die Siegerstraße und legte den Grundstein für den Erfolg.

Bundestrainer Toni Söderholm: „Ich kann nur den Spielern gratulierten. Die haben eine sehr, sehr starke Woche abgeliefert. Die haben das umgesetzt, was wir besprochen haben. Auch von der Mentalität her, war jeder da. Ein gutes Beispiel ist Tobias Rieder, wie er da reinkommt heute. Er beantwortet die Frage, ob er heute spielen kann innerhalb von 2 Sekunden, kommt rein und spielt einfach großartig. Wie auch der Rest der Mannschaft.“

Ob der Deutschland Cup als 1. Titel für ihn als Bundestrainer auch ok sei: „Ja, auf alle Fälle. Das sind besondere Jungs und man arbeitet mit denen sehr, sehr gerne.“

Tobias Rieder, 4 Tore in 3 Spielen: „Es war natürlich super. Das Turnier ist perfekt gelaufen. Wir hatten eine Menge Spaß diese Woche und ich bin wirklich froh, dass ich hergekommen bin… Wir haben das Turnier sehr strukturiert gespielt, außer vielleicht die ersten 10 Minuten gegen Russland. Jeder hat seinen Job gemacht.“

Marcel Noebels, 5 Assists im Turnier: „Wenn man gewinnt, macht es immer Spaß. Ich glaube, wir haben eine schöne Woche zusammen gehabt. Wir haben unheimlich viel und gut gearbeitet. Haben uns dann mit 3 Siegen belohnt und für den Zuschauer war es auch sehr interessant. Uns Spieler hat es auch besser gemacht.“

Ob er die Reihe mit ihm und Leo Pföderl auch immer als „top“ empfinde: „Ja, anscheinend klappt das ganz gut (lacht).“ Wie euphorisch er jetzt schon auf Olympia ist: „So weit ist Olympia nicht mehr weg. Die Tage sind mehr als gezählt. Die Vorfreude ist natürlich riesig. Der Februar kommt schneller, als man gucken kann und ich glaube, wir haben nochmal einen guten Abschluss gefunden.“

Rick Goldmann schwärmte schon jetzt vom möglichen Olympia-Kader des deutschen Teams, sofern keine gravierenden Corona-Fälle dazwischenkommen: „Das ist ein Traum. Das ist der beste Kader, der jemals für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gespielt hat.“

1825
Sollte Toni Söderholm auch über den Sommer 2022 hinaus als Bundestrainer die deutsche Nationalmannschaft betreuen?

Spiel um Platz drei

Schweiz setzt sich gegen Russland durch – © Sportfoto-Sale (DR)

Schweiz setzt sich gegen Russland durch – © Sportfoto-Sale (DR)

Bereits zu Frühstückszeiten ging es zwischen den bisher sieg- und punktlosen Mannschaften aus Russland und der Schweiz letztlich nur noch um die Ehre oder – speziell für die Sbornaja – darum, die drohende Schmach einer sang- und klanglosen Verabschiedung aus dem Turnier zu vermeiden. Nun, auch in diesem Spiel gingen die Russen in Führung, doch dann kam im zweiten Durchgang die Schweiz und konnte sich für die Mühen belohnen. Nach 40 Minuten stand es 2:2, und im Schlussabschnitt ging es nur noch darum, wer den ersten Fehler macht. In der Schlussphase kassierten die Russen noch eine Strafe und kaum wieder komplett konnte Inti Pestoni das Zuspiel am langen Pfosten zur umjubelten Führung ins Tor arbeiten. Alles Aufbäumen, auch die Herausnahme des Goalies halfen der Sbornaja nichts mehr, und sie fahren punktlos als Turnierletzter nach Hause.

Tore im Spiel SUI – RUS:
0:1 (19:38) Pautov (Sorkin, Tsyplakov) PP1
0:2 (29:38) Goncharuk
1:2 (36:55) Ambühl (Corvi, Moser)
2:2 (38:18) Andrighetto (Vermin, Martschini)
3:2 (58:10) Pestoni (Alatalo)

Zuschauer: 2172

Michaela-Ross

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