Home Deutschland DEL 2 Sieg nach 75 Spielminuten – Steelers sichern sich Matchball!!!
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Sieg nach 75 Spielminuten – Steelers sichern sich Matchball!!!

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Bietigheims Keeper Jochen Vollmer   - © by Eishockey-Magazin (SP)
Bietigheims Keeper Jochen Vollmer – © by Eishockey-Magazin (SP)

Bietigheim. (PM) Mit unglaublichem Willen und Kampfgeist bis zum Schluss gelang den Bietigheim Steelers am heutigen Abend das schon fast nicht mehr für möglich gehaltene. Vor 2.744 Zuschauern gingen die Steelers mit 2:0 in Führung, mussten trotz großem Kampf zuerst den Anschluss und dann auch den Ausgleich hinnehmen. In der Overtime wurde dann Chris St.Jacques mit seinem Treffer nicht nur zum Helden im Ellental, nein, er sicherte seiner Mannschaft für Sonntag sogar den Matchball zum vorzeitigen Finaleinzug.

Die Gastgeber erwischten einen guten Start ins Spiel und durften sich direkt im Powerplay versuchen. Trotz numerischer Überlegenheit gelang den Schwaben kein Treffer. Auch die Druckphase danach überstanden die Rosenheimer ohne Gegentor. Doch dies war wohl eher der bayerischen Glücksgöttin geschuldet. Zuerst kam René Schoofs frei zum Schuss, direkt danach Mark Heatley. Die erste Möglichkeit konnte Pasi Häkkinen noch mit dem Beinschoner abwehren, beim zweiten Mal ging der Schuss an die Maske des Rosenheimer Torhüters. Mit Ablauf eines Rosenheimer Powerplays hätte Philipp Quinlan nach einem schönen Konter für die Führung sorgen können, scheiterte aber an Pasi Häkkinen. Auch der zweite Konter über Marcus Sommerfeld fand sein Ende beim Rosenheimer Schlussmann. Die Schwaben blieben druckvoll und boten den Gästen trotz des kleineren Kaders von Anfang an die Stirn und wurden dafür belohnt. Robin Just, hinter dem Tor stehend, mit einem Pass auf den am kurzen Pfosten lauernden Marcus Sommerfeld. Dieser erwischte den Torhüter der Bayern auf dem falschen Fuß und schob den Puck zur verdienten Bietigheimer Führung ins Netz. Das Schiedsrichtergespann zeigte sich in der Folge erneut sehr gnädig mit Überzahlspielen für den Gegner, doch ein weiterer Treffer wollte nicht fallen und so blieb es bei der überaus verdienten Führung der Hausherren.

Auch im zweiten Drittel entwickelte sich ein schnelles Spiel, wobei das Momentum eindeutig den Bietigheimern gehörte. Diese, nach vorn gepeitscht von ihren Fans, konnten sich ein ums andere mal den Angriffsbemühungen der Gäste erwehren. Das wenige was an Rosenheimer Chancen durchkam wurde sichere Beute von Joey Vollmer. Im Gegenzug hatten Marcus Sommerfeld und René Schoofs das 2:0 auf dem Schläger doch auch die Gäste zeigten eine kompakte Hintermannschaft. Dennoch durften sich die Steelers knapp 3 Minuten vor Drittelende über das 2:0 freuen. Ralf Herbst und Doug Andress hatten Tomas Gulda wunderbar in Szene gesetzt sodass dieser aus knapp einem Meter Torentfernung nur noch einschieben musste. Bei noch 48 Sekunden Spielzeit im Mitteldrittel gelang den Rosenheimern der 1:2 Anschlusstreffer. Greg Squires fuhr unbedrängt um das Tor von Joey Vollmer, legte quer und Matt Caruana staubte zum Pausenstand ab.

Mit dem Anschlusstreffer im Rücken starteten die Rosenheimer ins letzte Drittel und drängten von Beginn an auf den Ausgleich. Die Steelers wehrten sich zwar nach Kräften doch es kam wie es kommen musste. Aus dem Gewühl heraus gelang Matt Caruana das 2:2 (48.). Die Bietigheimer aber gaben nicht auf. Möglichkeiten von Florian Schnitzer und Marcus Sommerfeld blieben ungenutzt. Beide Mannschaften wollten die Partie in den Schlussminuten entscheiden liefen sich aber meist schon in der Verteidigung des Gegenübers fest. Auch im restlichen Drittel sollte sich nichts mehr am Spielstand ändern und so musste die Verlängerung über Sieg und Niederlage entscheiden.

Die bayerischen Gäste starteten agressiv und mit hohem Druck in die Verlängerung, wollten die Partie sofort entscheiden. Die wohl größte Chance zum Sieg vergab wohl Marcus sommerfeld. Nach schönem Konter ließ er Verteidiger und Torhüter aussteigen, umkurvte das Tor, rechnete mit einem Mitspieler und spielte einen Pass ins Leere. Doug Andress traf mit seinem Schlagschuss nur den Pfosten. Rosenheim blieb am Drücker, scheiterte aber mehrfach am glänzend reagierenden Joey Vollmer. In der 74. Spielminute war es dann soweit. Einen über René Schoofs eingeleiteten Konter nutzte Chris St.Jacques zum 3:2 Siegtreffer und brachte damit die EgeTrans Arena zum beben.

Damit geht es für die Steelers am Sonntag erneut nach Rosenheim. Dort können die Schwaben im Falle eines Sieges vorzeitig den Einzug ins Finale klar machen. Spielbeginn im Kathreinstadion ist um 18:00 Uhr.

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