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Löwen Waldkraiburg

Sieben Tore gegen den Tabellenführer reichen den Löwen nicht zum Sieg

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Gekämpft wie Löwen und doch ohne Beute - Nico Vogl und Martin Kokes - © Paolo Del Grosso
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Waldkraiburg. (PM Löwen) „Wir fahren nach Schweinfurt, um zu siegen“, das war die markige Kampfansage von Jürgen Lederer auf der Pressekonferenz am vergangenen Freitag.

Die Resonanz bei Fans und Beobachtern fiel allerdings weniger euphorisch aus. Schweinfurt ist – gemeinsam mit Königsbrunn – derzeit das Maß aller Dinge in der Liga, entsprechend anspruchsvoll gestaltete sich die Aufgabe. Dass die Mighty Dogs aber keineswegs unschlagbar sind, zeigte Dingolfing bereits am 31.10. mit einem starken Mitteldrittel. Genau dort wollten auch die Löwen ansetzen.

Die ersten neun Minuten verliefen mit leichten optischen Vorteilen für die Gastgeber. Waldkraiburg ließ sich zwar nicht einschnüren, doch Schweinfurt strahlte die Selbstsicherheit eines Tabellenführers aus – und münzte diese nach neun Minuten in die 1:0-Führung um. Die Löwen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Wie schon am Freitag davor war es die dritte Angriffsreihe, die für den ersten Waldkraiburger Treffer sorgte. Nach schönem Zuspiel von Rosenkranz per hohem Chip-Pass stellte Leander Ruß mit einem satten Schlagschuss in den Winkel nur rund eine Minute später auf 1:1. Spätestens jetzt war der EHC voll im Spiel und begegnete dem Spitzenreiter auf Augenhöhe.
In der 17. Minute schlugen die Löwen dann in Unterzahl zu. Leon Decker eroberte die Scheibe, schaltete schnell um und brachte Waldkraiburg per Konter mit 2:1 in Führung – gleichzeitig der Pausenstand.

Auch der zweite Abschnitt begann hervorragend aus Löwensicht. Keine 39 Sekunden waren gespielt, als erneut Decker auf 3:1 erhöhte. Was danach folgte, brachte jedoch Trainer und Anhang gleichermaßen zum Grübeln. Statt weiter mutig nach vorne zu spielen, schien Waldkraiburg die Führung verwalten zu wollen. Zu häufig ging der Pass zurück statt nach vorne – und Schweinfurt ließ sich nicht zwei Mal bitten.

Binnen 90 Sekunden drehten Pohl und Bares die Partie auf 3:3 (26./27.). Zwar brachte Max Cejka die Löwen im direkten Gegenzug erneut in Front (3:4), doch die Gastgeber hatten nun endgültig die Kontrolle übernommen. Im Minutentakt fielen die Schweinfurter Treffer zum 4:4, 5:4 und 6:4. Innerhalb kürzester Zeit war aus einer Führung ein Zwei-Tore-Rückstand geworden. Waldkraiburg verlor die Linie, Schweinfurt blieb eiskalt. In der 35. und 37. Minute legten die Hausherren das 7:4 und 8:4 nach.

Nach rund 30 Minuten reagierten die Löwen auch auf der Torhüterposition und brachten Förderlizenz-Goalie Daniel Hentner (anstelle von Max Englbrecht) in die Partie. Und der EHC lebte noch – mehr als das. Kurz vor der Sirene schlugen die Löwen zweimal zurück: Erst verkürzte Andris Džeriņš auf 8:5, ehe Philipp Lode 30 Sekunden vor der Pause das 8:6 erzielte. Ein wilder Mittelabschnitt fand sein Ende – und plötzlich war wieder alles möglich.

Im letzten Drittel präsentierte sich Waldkraiburg defensiv deutlich stabiler und ließ keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. Offensiv war es erneut Decker, der nach rund acht Minuten seinen ersten Hattrick im Löwen-Trikot perfekt machte und die Löwen auf 8:7 heranbrachte. Zwölf Minuten blieben, um den Ausgleich zu erzwingen. Der EHC warf alles nach vorne, erspielte sich weitere Möglichkeiten – doch der Treffer, der das Spiel in die Verlängerung gebracht hätte, fiel nicht mehr.

Nach der Partie war auch Trainer Jürgen Lederer die Enttäuschung deutlich anzumerken. „Es war ein verrücktes Spiel. Man gewinnt zwei Drittel und verliert das Spiel trotzdem“, fasste er die 60 Minuten zusammen. Die Sensation lag in der Luft, war greifbar nah – doch am Ende blieben den Löwen keine Punkte.

So machten sich die Innstädter nach einem packenden, intensiven Schlagabtausch ohne Zählbares auf den Heimweg, mit der bitteren Erkenntnis, dass sieben Tore beim Tabellenführer an einem Abend trotzdem zu wenig sein können. aha


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