Bastad. (J.G.J.) Skelleftea und Växjö benötigten gegen Malmö und Brynäs nur jeweils fünf Spiele zum Weiterkommen, Lulea konnte mit einem Spiel mehr, mit 4:2 gegen Frölunda das Halbfinale sichern.
Mit der erwarteten Spannung verfolgten danach nicht nur die Qualifizierten, sondern wohl alle Eishockeyfans in Schweden den Ausgang des Viertelfinalduells zwischen Roegle aus Ängelholm und Färjestad aus Karlstad. Es war das erwartete Duell, nicht nur der Teams, sondern auch der Trainer. Cam Abbott war es, der in der vorletzten Saison noch an der Bande von Roegle auch im Viertelfinale auf seinen heutigen Club Färjestad traf und Roegle den Gegner Färjestad mit 4:0 aus den Playoffs schoss. So ein „Sweep“ ist selten in den Playoffs, aber mit drei Siegen in Folge für Färjestad in zwei Auswärts- und einem Heimspiel schickte sich Cam Abbott an, dieses Kunststück in dieser Saison sozusagen „rückwärts“ zu wiederholen. Es folgten nun vier sogenannte Matchballspiele für ihn und sein neues Team gegen Roegle. Noch nie war es in der Geschichte der SHL einem Team gelungen nach drei Niederlagen in Folge doch noch als Sieger der „best of Seven“ die nächste Runde zu erreichen.
Für den Norweger Dan Tangnes allerdings eine Aufgabe, die er zwar nicht in Schweden, so aber im Finale der schweizerischen Meisterschaft 2022 als Trainer des EV Zug bereits einmal geschafft hatte.
Trotzdem war selbst in Roegle¬-Fankreisen der Optimismus begrenzt und der Trainer sagte zum Verlauf der Begegnungen, er habe nach der dritten Niederlage keine Ratschläge mehr zur Kenntnis genommen und jeden Tag nicht weiter als bis zum nächsten Spieltag geschaut.
Und so wendete sich am 30. März das Blatt und Roegle nahm einen ersten Sieg aus Karlstad mit nach Ängelholm. Während die ersten vier Spiele jeweils zwei infolge im selben Stadion stattfanden, fanden alle folgenden Spiele nunmehr abwechselnd Heim und Auswärts statt. Ein kleiner Vorteil für Roegle, denn dem Heimsieg folgte ein weiterer Auswärtssieg und das „verflixte“ Spiel sieben brachte Roegle die Heimspielkulisse in der finalen Begegnung.
Am Ostersonntag um 18.30 war die Sensation im schwedischen Eishockey dann perfekt: Nach drei verlorenen Spielen zog Roegle in heimischer Catena Arena ins Halbfinale ein. Die Reisestrapazen halten sich im Halbfinale noch in Grenzen.
Roegle trifft auf das fast benachbarte Växjö in einer Art Südderby.
Im hohen Norden treffen Skelleftea und Lulea aufeinander. Das heisst aber, die Finalgegner haben in jedem Fall einen Abstand von über 1000 Kilometern.
(J. G. Just)
SHL Färjestad BK – Rögle BK (01.04. / 03.04.2026)
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