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Selber Wölfe mit Arbeitssieg über Füssen

Selber Wölfe vs. EV Füssen 5:2 (1:0; 3:1; 1:1)

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Fabjon Kuqi vor dem Füssener Tor - © Mario Wiedel
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Selb. (PM Wölfe) Pflicht erfüllt – mehr aber nicht. So kann man die Partie der Selber Wölfe gegen den Tabellenvorletzten in einem Satz zusammenfassen.

Sowohl nach dem 2:0 als auch nach dem 4:1 ließen die Wölfe jeweils die Gäste wieder zurück in die Partie kommen. Jedoch kamen die Porzellanstädter zweimal nur ins Wanken, fielen aber nicht und behielten so die volle Punkteausbeute im Vorwerk.

Wölfe betreiben Chancenwucher

Den ersten Spielabschnitt dominierten eindeutig die Selber Wölfe, die allerdings viel zu wenig Zählbares aus dieser drückenden Überlegenheit mitnahmen. Doch der Reihe nach: Das erste Ausrufezeichen setzte das Wolfsrudel bereits nach wenigen Sekunden, als Kuqi eine von Hördler abgefeuerte Scheibe knapp über das Tor abfälschte. In der vierten Minute scheiterte Schutz am Pfosten. Selb blieb am Drücker, benötigte aber ein Powerplay, um zum Torerfolg zu kommen. Zunächst scheiterten in der Überzahlsituation noch Schutz als auch Weiß am starken Pancur im Füssener Gehäuse, ehe Gauch einen seiner gefürchteten Schüsse von der blauen Linie zum 1:0 verwandelte. Tabert hätte knapp drei Minuten später nach einem Müller-Schuss fast nachgelegt, der Puck fand aber nicht den Weg über die Torlinie. Als die Füssener ihrerseits ein Powerplay zugesprochen bekamen, erarbeiteten sie sich unter anderem durch Neudecker drei Möglichkeiten, die Wiens im Selber Kasten aber alle vereiteln konnte. Nemec und Klughardt liefen mit einem Mann weniger auf dem Eis einen Konter, setzten die Scheibe aber knapp neben das Tor. Kurz vor Drittelende durften die Wölfe aufgrund zweier Strafen gegen Füssen für 44 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis agieren, doch auch diese Situation konnten die Porzellanstädter nicht zum zweiten Treffer nutzen.

Wölfe wachen nach Gegentreffer wieder auf

Kurz nach Wiederbeginn stellten die Wölfe durch Tabert, der nach einem Tramm-Schuss goldrichtig stand, auf 2:0. Doch dieser frühe Treffer schien Gift für die Selber zu sein, die Füssen wieder ins Spiel kommen ließen. Die Gäste hatten nun viel mehr Spielanteile und auch Chancen als zuvor. Nachdem Wiens schon ein paar Mal in höchster Not gerettet hatte, kam der EVF in der 31. Minute zum verdienten und schön herausgespielten Anschlusstreffer durch Slavik. Die Wölfe taumelten kurz, fielen aber nicht. Nachdem Lahtinen und Nemec im Zusammenspiel mit Tabert weitere Chancen ausgelassen hatten, vergab wenig später auch Neudecker auf der Gegenseite eine große Ausgleichschance. Im direkten Gegenzug war es dann Gelke, der im Nachsetzen die Scheibe zum 3:1 über die Linie drückte. Kurz darauf wurde der Selber Kapitän von gleich zwei Gegenspielern in einen Faustkampf verwickelt, bei dem die Nummer 92 eine Verletzung davontrug. Die daraus folgende Überzahl für Selb nutzte Gauch zu seinem zweiten Powerplaytreffer des Abends zum 4:1.

Füssen macht es spannend

Die Wölfe verfielen im Schlussabschnitt erneut in den Verwaltungsmodus. Und so kam es in der 48. Minute, wie es kommen musste: Stransky verkürzte erneut auf zwei Tore. Und diesmal blieben die Füssener am Drücker und machten weiter Druck auf das Wölfe-Tor. So scheiterte Boyko in der 53. Minute an Wiens sowie in der 59. Minute am Gestänge. 54 Sekunden vor Ende machte dann Kuqi den Heimsieg mit einem Treffer ins verwaiste Füssener Tor perfekt machte.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Wiens (Weidekamp) – Hördler, Tramm, Gauch, Raab, Müller, Kassay-Kezi, Bauer – Kuqi, Nemec, Tabert, Spitzner, Weiß, Schutz, Lahtinen, Rubin, Pauker, Klughardt, Ziesche, Gelke
EV Füssen: Pancur (Dettlaff) – Mayr, Linden, Andzs, Homann, Nerb, Jentsch, Gmehlin – Boyko, Slavik, Neudecker, Flammann, Straub, Stransky, Petrov, Zelenka, Wiedemann, Beslé
Tore: 7. Min. 1:0 Gauch (Kuqi, Rubin; 5/4); 21. Min. 2:1 Tabert (Tramm, Kuq); 31. Min. 2:1 Slavik (Mayr, Neudecker); 38. Min. 3:1 Gelke (Lahtinen, Kassay-Kezi); 39. Min. 4:1 Gauch (Pauker; 5/4); 48. Min. 4:2 Stransky (Linden, Straub); 60. Min. 5:2 Kuqi (Tramm; eng)
Strafzeiten: Selb 4 + 5 gegen Gelke, Füssen 16 + 5 gegen Flammann
Schiedsrichter: Noeller, Altmann (Hintermeier, Verhoeven)
Zuschauer: 1.316


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