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Selber Wölfe gleichen gegen die Saale Bulls dreimal aus und holen sich Spiel zwei

Saale Bulls Halle vs. Selber Wölfe 3:4 OT (2:2; 1:1; 0:0; 0:1)

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Selbs Tom Pauker (vorne) und Lars Schiller - © Mario Wiedel
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Selb. (PM Wölfe) Die Selber Wölfe gerieten früh in der intensiv geführten Partie in Rückstand, konnten den Spielstand aber bereits im ersten Spielabschnitt zweimal ausgleichen.

Auch im zweiten Drittel konnten die Gastgeber noch einmal vorlegen, doch Schutz markierte noch vor der Pause im Powerplay das 3:3. Nach der zweiten Pause kassierte der Hallenser Goalie eine Matchstrafe und Selb riss das Heft des Handelns an sich, münzten ihre Gelegenheiten aber nicht in Treffer um. So ging es in die Verlängerung. Und da brauchten die Wölfe nicht lange für den Siegtreffer: Eine Hinausstellung gegen Palka bestrafte Schutz gnadenlos mit dem Siegtreffer.

Ereignisreicher Beginn

Die Saale Bulls starteten sehr gut ins Spiel und gingen in der 2. Minute durch Palka zum frühen Führungstreffer. Die Wölfe ließen sich von dieser kalten Dusche nicht entmutigen und kamen direkt im Anschluss durch Schutz, Kuqi und Klöpper zu guten Tormöglichkeiten. Die erste Powerplaysituation ließen die Wölfe dann aber ohne zwingende Chance liegen. In der 9. Minute jubelten die Wölfe erstmals, der vermeintliche Treffer durch Schutz fand allerdings keine Anerkennung. Beim nächsten Angriff war es dann aber wirklich so weit: Pauker hatte nach einem Gelke-Schuss am schnellsten geschaltet und den Nachschuss zum verdienten Ausgleich eingenetzt. Nur zwei Minuten später legten die Hallenser aber erneut vor. Wilenius stand da, wo ein Torjäger stehen muss, und drückte die Hereingabe von Jentsch an Weidekamp vorbei zum 2:1 über die Linie. In der 15. Minute der bis dahin sehr intensiv geführten Partie explodierte der gut gefüllte Selber Fanblock erneut, als Rubin mit einem platzierten Schuss den erneuten Ausgleich hergestellt hatte.

Schutz mit dem erneuten Ausgleich

Die Saale Bulls starteten in Überzahl ins zweite Drittel, da Nemec noch eine Reststrafe absitzen musste. Die Wölfe verteidigten diese Situation aber gut und mussten zunächst keinen weiteren Gegentreffer einstecken. Als in der 27. Minute Gelke in der Kühlbox saß, wussten die Gastgeber diesmal aber ihr Powerplay auszunutzen: Palka netzte die Scheibe zum 3:2 ein, Selbs Goalie Weidekamp war in dieser Situation die Sicht versperrt. Kurz darauf waren auch die Porzellanstädter im Powerplay gefährlich, doch Kristian parierte gegen Lahtinen stark mit der Fanghand. Auf der anderen Seite vergab Cornett eine Chance in Unterzahl, nachdem den Wölfen ein Fehler im Spielaufbau unterlaufen war. In der 33. Minute klärte Raab eine 2-auf-1-Situation der Gastgeber stark, indem er den Querpass abfing. Vier Minuten später war es der Selber Torjäger Schutz, der im Powerplay per Direktabnahme den Spielstand erneut ausgleichen konnte.

Selb nutzt 5-minütige Überzahl nicht

Die Selber Wölfe drückten im Schlussabschnitt über weite Strecken dem Spiel ihren Stempel auf, schafften es aber nicht, die optische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Schutz scheiterte ebenso an Goalie Kristian wie wenig später Müller. In der 48. Minute ließ sich der gute Torhüter der Bulls allerdings zu einem Schlag mit der Stockhand hinreißen, wofür er von den Unparteiischen vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Die fällige 5-minütige Strafe ließen die Wölfe aber ungenutzt. Die beste Gelegenheit im Powerplay bot sich Gelke, der allerdings nur das Gestänge traf. Im weiteren Verlauf hatten Ziesche und Rubin die erstmalige Führung für die Wölfe auf dem Schläger, konnten ihre Chancen aber auch nicht verwerten.

Schutz macht kurzen Prozess

In der Verlängerung zogen die Gastgeber durch Palka eine frühe Strafe. Diesmal ließen sich die Wölfe nicht zweimal bitten: Schutz brachte die Scheibe erneut per Direktabnahme kompromisslos zum Siegtreffer über die Linie.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Saale Bulls Halle: Kristian (ab 48. Min. Kapteinat, Allavena) – Akerman, Gollenbeck, Hoffmann, Schiller, Neher, Suchomer, Zernikel – Jentsch, Domogalla, Wilenius, Schmid, Biezais, Palka, Christmann, Schäfer, Cornett, Drothen, Stas, Hechtl

Selber Wölfe: Weidekamp (Wiens) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler, Ulrich – Klöpper, Nemec, Kuqi, Lahtinen, Rubin, Schutz, Pauker, Valasek, Gelke, Klughardt, Ziesche, Tabert

Tore:
2. Min. 1:0 Palka (Neher, Schmid)
10. Min. 1:1 Pauker (Gelke, Valasek)
12. Min. 2:1 Wilenius (Jentsch, Gollenbeck)
15. Min. 2:2 Rubin (Schutz)
27. Min. 3:2 Palka (Domogalla, Schmid; 5/4)
37. Min. 3:3 Schutz (Lahtinen, Gelke; 5/4)
63. Min. 3:4 Schutz (5/4)

Strafzeiten: Halle 16 +5 gegen Palka + 5 + Matchstrafe gegen Kristian, Selb 16 + 5 gegen Rubin

Schiedsrichter: Jaseniak, Deckert (Samtlebe, Martin)

Zuschauer: 2.217

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