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Selber Wölfe

Selber Wölfe bereit für die „geilste Zeit des Jahres”

Sportliche Ziele erreicht, wirtschaftliche Disziplin gewahrt – jetzt gilt der Fokus der heißen Saisonphase

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Selber Torjubel um Chris Schutz - © Mario Wiedel
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Selb. (PM Wölfe) Nach vier Jahren Abstiegskampf ist die Teilnahme an den Playoffs mit Heimrecht in der ersten Runde für die Wölfe eine Belohnung und ein Aufbruch zugleich.

Neben klaren Bekenntnissen zum Trainerteam betonen die Verantwortlichen die Bedeutung nachhaltiger Planung und strategischer Kaderentwicklung.

Saisonziel erreicht – jetzt kommt die Belohnung

„Unser sportliches Ziel ist klar: Wir möchten in der kommenden Saison die Playoffs mit Heimrecht erreichen.“ Dieses Ziel gaben die Gesellschafter zügig aus, nachdem der sportliche Abstieg aus der DEL2 besiegelt war. Auf Grundlage dieser Vorgabe wurde der Kader zusammengestellt und auf dieses Ziel wurde während der ganzen Saison hingearbeitet. „Und wir haben dieses Ziel erreicht, auch ohne den Punktabzug wären wir vor den Heilbronner Falken platziert gewesen“, betont Frank Hördler nicht ohne Stolz. „Dieser Erfolg hat viele Väter und ich möchte auch hier die Gelegenheit nochmal nutzen, Leuten wie Sven Gerike und Felix Schütz zu danken, die einen maßgeblichen Anteil dazu beigetragen haben, aber bekanntermaßen nicht mehr für unsere Organisation tätig sind“, so der Sportliche Leiter der Selber Wölfe weiter. „Jetzt freuen wir uns so richtig auf die Playoffs“, ergänzt Stefan Weber. „Nach vier Jahren Abstiegskampf hat es sich der gesamte Standort mit dem kompletten Umfeld verdient, die geilste Zeit des Jahres zu genießen! Unser Wolfsrudel kann nun unbeschwert aufspielen. Die Jungs sind hungrig und sie werden gemeinsam mit dem Trainerteam alles dafür geben, dass die Saison noch möglichst lange für uns weitergeht“, versprüht der Wölfe-Geschäftsführer Zuversicht und richtet noch einen wichtigen Appell an die Fans: „Jetzt brauchen wir euch alle – gemeinsam machen wir diese Playoffs zu etwas Besonderem!“

Josef Huber genießt das volle Vertrauen

„Apropos Trainerteam: Wir schenken Josef Huber bis zum Ende dieser Saison unser volles Vertrauen. Mit ihm und Markus Weinzierl an seiner Seite haben wir kompetente Leute, die auch in neuer Verantwortung einen hervorragenden Job machen. Man darf auch nicht vergessen, dass Josef – trotz seines jungen Alters – ja auch schon auf fast fünf Jahre Erfahrung im Trainergeschäft aufbauen kann“, spricht Frank Hördler ein klares Bekenntnis zum neuen Headcoach aus. „Wie es nach der Saison auf der Trainerposition weitergeht, lässt sich heute noch nicht beantworten. Diesbezüglich wollen wir keine übereilte Entscheidung treffen. Unser Bestreben ist klar, hier eine längerfristige Zusammenarbeit anzustreben. Auch wenn man dies bei der Personalie des Headcoaches natürlich nie garantieren kann, egal wie sorgfältig man die Person aussucht“, gibt der Sportliche Leiter einen Einblick in seine Überlegungen.

Klarer Kurs: Sportlich stark, wirtschaftlich solide

„Sowohl durch den sportlichen Abstieg als auch durch die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland ist eine neue finanzielle Situation entstanden, die zwar handhabbar ist, aber besonderer Aufmerksamkeit bedarf“, erläuterte Gesellschafter Moritz Netzsch bei der Saisonpressekonferenz im vergangenen September. Dass sich diese Rahmenbedingungen seither nicht verbessert haben, dürfte allseits bekannt sein. Stefan Weber mahnt zur Vorsicht, sieht die Herausforderungen aber sportlich: „Wir haben ja in der laufenden Saison den angezeigten Sparkurs schon eingeschlagen und auch durchgehalten. So haben wir – trotz anderslautender Forderungen aus dem Umfeld – ganz bewusst darauf verzichtet, vor den Playoffs nochmals personell nachzulegen. Diese Entscheidung haben wir mit dem Wissen getroffen, dass einige langzeitverletzte Spieler wieder zurückkommen. Auch für die kommende Saison müssen wir vorsichtig und seriös planen. Es gab in der jüngsten Vergangenheit leider mehr als genug Beispiele, wie schnell es zu massiven finanziellen Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz oder zum Rückzug kommen kann.“ „Trotzdem werden wir auch in der kommenden Saison einen Kader zusammenstellen, mit dem wir in der Oberliga gut mitspielen und ansprechendes Eishockey bieten können“, versichert Frank Hördler. „Trotz allem müssen wir betonen, dass wir die Erwartungshaltungen nicht zu hoch hängen dürfen. Es geht aktuell an unserem kleinen Standort nicht darum, möglichst schnell wieder möglichst hoch zu spielen, sondern langfristiges Profieishockey zu sichern. Und dazu müssen wir alle an einem Strang ziehen: Die Verantwortlichen hinter den Kulissen, das Umfeld, die Sponsoren und die Fans – jeder muss sein Bestes geben, damit wir hier in Selb attraktiven Sport bieten können“, appelliert der Sportliche Leiter und schiebt abschließend nach: „Jetzt freuen wir uns auf volle Ränge und eine lautstarke NETZSCH Arena!“

Kaderplanung für 2026/27 in vollem Gange

Im Hintergrund laufen die Planungen hinsichtlich des Kaders für die kommende Saison schon auf Hochtouren, wie Frank Hördler ausführt: „Wir haben klare Vorstellungen und sind hier auch schon sehr weit. Das Wolfsrudel wird an der einen oder anderen Stelle gezielt umgebaut. Das ist aber ganz normal und meines Erachtens auch nötig, um von Saison zu Saison wieder neue Impulse ins Team zu bringen. Einen massiven Umbruch wie vor dieser Spielzeit braucht aber niemand zu befürchten. Darüber hinaus möchten wir auch die Verzahnung zwischen dem eigenen Nachwuchs und der Profimannschaft noch weiter vorantreiben. Wenn wir U20-Spieler von außen holen, ist das nicht gleichbedeutend mit einem Stammplatz im Oberligateam. Diese Spieler werden sich vielmehr einem offenen Konkurrenzkampf mit dem eigenen Nachwuchs stellen müssen. Aufgestellt wird dann rein nach dem Leistungsprinzip.“ „Jetzt liegt unser Fokus aber erstmal weiter voll auf der laufenden Saison. Das Team konzentriert sich voll auf die Playoffs. Meldungen zu Vertragsverlängerungen, Neuzugängen oder auch Spielerabgängen werden wir erst nach der Saison bekannt geben“, bittet Geschäftsführer Stefan Weber die Fans noch um Geduld.

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