Schwenningen. (MK) Am 51. DEL-Spieltag hatten die Schwenninger Wild Wings die Iserlohn Roosters zu Gast. Nach sechzig umkämpften Minuten behielten die Jungs vom Neckarsprung mit 3:2 drei Punkte in der Helios-Arena.
Iserlohner Führungstreffer nach acht Sekunden im Powerplay
Bis etwa zur Mitte des ersten Drittels hatten die Roosters mehr vom Spiel, wenngleich die Wild Wings die besseren Chancen durch Tyson Spink (7.) und Karachun (9.) hatten. Die erste Strafe gegen Hungerecker nutzten die Iserlohner nach nur acht Sekunden (!) Powerplay. Cornel nutzte einen Abpraller direkt vor SERC-Goalie Eriksson zum 0:1. Dann kamen die Hausherren immer besser in Schwung. Zwar verpasste Geiger in der 12. Minute nach Kurzpass von Borzecki knapp den zweiten Iserlohner Treffer, aber dann schlugen die Wild Wings mit einem platzierten Handgelenkschuss von Tyson Spink (13.) zum 1:1 zu. Bei den Gästen aus dem Sauerland häuften sich die kleinen Fehler und sie hatten Glück, dass Tyson Spink (16.) und Bassen (19.) am konzentrierten Hane im IEC-Tor scheiterten. Somit ging es mit dem 1:1 Unentschieden in die erste Pause.
Roosters lassen zu viele Chancen liegen
Wenn man den Iserlohn Roosters im zweiten Drittel etwas vorwerfen kann, dann die Chancenverwertung. Boland (23.) traf nur das Lattenkreuz. Auf der Gegenseite kratzte Thomas den Puck vor der Linie beim Schwenninger Gegenzug vor dem lauernden Uvira aus der Gefahrenzone. Die nächste Strafe gegen die Wild Wings nutzten die Roosters diesmal nach 45 Sekunden: Thomas brachte den Puck im Gewusel vor Eriksson zum 1:2 über die Linie. Fischbuchs Konter (27.) endete beim misslungenen Querpass vor dem SERC-Tor. Thomas (29.), Geiger (33.) und Jentzsch (34.) vor Eriksson vergaben den dritten IEC-Treffer. Szwarz scheiterte in der 36. Minute am gut postierten Hane. Dann wurde das Spiel unfreiwillig durch eine Reparatur am Bandenglas unterbrochen. In der Schlussminute verpassten Camara für die Gäste und O´Regan für die Schwenninger den nächsten Treffer. Die knappe 1:2 Führung für die Roosters ging völlig in Ordnung. Es wäre sogar eine höhere Führung möglich gewesen.
Schwenningen gelingt schnell der Ausgleich
Für die Gäste verlief der Start ins letzte Drittel alles andere als gut. Zunächst musste Kapitän Fischbuch nach 13 Sekunden das Eis angeschlagen verlassen. Das nachfolgenden Bully gewannen die Wild Wings und Karachuns knallharter Direktschuss landete zum 2:2 im Netz. Schwenningen nun mit Rückenwird und die Roosters erfreulicherweise mit einem auf die Zähen beißenden Fischbuch wieder auf dem Eis. Die nächste Iserlohner Strafe gegen eben jenen Fischbuch überstanden die Roosters trotz guter Schusschancen der Schwäne Marshall und O´Regan ohne Gegentreffer. Niehus konnte den über Außen heranstürmenden Uvira nur von den Beinen holen und die korrekte Entscheidung lautete Beistellen. Auch dieses Powerplay konnten die Wild Wings nicht nutzen, weil Hane immer wieder zur Stelle war. Die Roosters konnten sich weiterhin nur schwer vom Schwenninger Druck lösen. Feist (53.) vergab die nächste SERC-Möglichkeit. Iserlohn kam oft kaum aus dem eigenen Drittel und verlegte sich immer mehr auf die „Spezial-Disziplin“ Icing. Eine der wenigen Iserlohner Chancen vergab Thomas (57.) aus spitzem Winkel. 1:41 Minuten vor dem Ende fiel dann der verdiente Schwenninger Führungstreffer. Nach klugem Pass von Uvira verlud Hungerecker Hane zum 3:2. Kurz darauf nahmen die Roosters Hane für den sechsten Feldspieler vom Eis, aber der Schuss ging einige Male fast nach hinten los. Es blieb am Ende beim hart erarbeiteten 3:2 Sieg für die Wild Wings.
Tabelle
Schwenningen behauptet mit dem Sieg Platz acht mit einem Zähler Vorsprung vor Wolfsburg. Iserlohns Vorsprung auf den Vorletzten Löwen Frankfurt ist auf zwei Punkte geschmolzen. Platz elf ist nicht mehr erreichbar.
Ausblick
Am letzten Hauptrundenspieltag reisen die Wild Wings zum Nachbarschaftsduell zu den Adlern Mannheim. Iserlohn empfängt vor ausverkauftem Haus den ERC Ingolstadt.
Alle Tore
Schwenninger Wild Wings – Iserlohn Roosters
Tore: 0:1 (10:08) Cornel (Salsten) 5-4PP, 1:1 (12:56) Tyson Spink (Tylor Spink/Hungerecker), 1:2 (24:34) Thomas (Fischbuch) 5-4PP, 2:2 (40:15) Karachun (Szwarz), 3:2 (58:19) Hungerecker (Uvira/Trivellato)
Strafen: 4 – 4
Schüsse aufs Tor: 31 – 29
Schüsse insgesamt: 62 – 48
Schiedsrichter: Huber Kozari (Priebsch, Laguzov)
Zuschauer: 5.100
Schwenningen: Eriksson – Weber, Marshall; Bassen, Larkin; Martinsson, Trivellato; Dziambor – Karachun, Platzer, Szwarz; Gettinger, O´Regan, Hänelt; Tyson Spink, Tylor Spink, Hungerecker; Feist, Höfflin, Uvira
Iserlohn: Hane – Ugbekile, Erkamps; Huß, Wood; Niehus, Norell; Saffran – Camara, Cornel, Fischbuch; Törnqvist, Boland, Thomas; Napravnik, Salsten, Jentzsch; Geiger, Neumann, Borzecki
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